OpenClaw bei der Arbeit: Wofür taugen KI-Agenten?

Shownotes

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Stella: Schön, dass ihr eingeschaltet habt zu einer neuen Folge von t3n Arbeit in Progress.

Stella: Wir schauen uns heute das Thema Anwendung von Künstlicher Intelligenz an und

Stella: dazu ist bei mir Jens Polomski zu Gast, Mitgründer und Geschäftsführer von Snipki.

Stella: Und auf der Plattform zeigt er ja NutzerInnen eigentlich die sinnvolle Nutzung

Stella: von Künstlicher Intelligenz.

Stella: Und genau darüber wollen wir auch heute sprechen, darüber nämlich,

Stella: wie du persönlich, Jens, eigentlich KI anwendest. Ich muss mich auch einmal vorstellen.

Stella: Ich bin Stella-Sophie Wojtczak, Host von diesem Podcast hier bei t3n.

Stella: Aber jetzt lass uns direkt loslegen. Mich interessiert nämlich,

Stella: ob du uns nicht einmal zum Einstieg eigentlich den Neo vorstellen möchtest.

Jens: Ja, moin Stella, danke für die Einladung. Und genau, ich bin Jens,

Jens: aber Neo ist mein KI-Assistent, der mit dem Hype um OpenClaw herum entstanden ist.

Jens: Ich weiß gar nicht, wie ich auf den Namen gekommen bin, aber Neo ist mein Assistent,

Jens: der mittlerweile, und da können wir vielleicht gerne ein bisschen tiefer eintauchen,

Jens: auch Unterstützung mit sieben Kollegen und Kolleginnen bekommen hat.

Stella: Also Neo hat quasi das Team erweitert der KI-Agenten. Du hast das Ganze ja eben

Stella: am Rande erwähnt mit OpenClaw gebaut.

Stella: Wie hast du ihn denn jetzt genau erstellt?

Jens: Genau, also OpenClaw ist ja erstmal ein Open-Source-Projekt mit einem sehr mächtigen

Jens: und interessanten Ansatz, autonome Agenten zu bauen, die ganz viel können.

Jens: Und man kann das Ding eigentlich überall installieren. Auf dem eigenen Rechner zum Beispiel.

Jens: Sollte man aber nicht unbedingt tun, weil, ich habe auch noch ein entsprechendes

Jens: Thema Sicherheit, das Ding kann halt alles auf dieser Instanz,

Jens: auf die man die laufen hat, alles.

Jens: Alles bedienen, alles schreiben, alles löschen und so weiter.

Jens: Das möchte man nicht unbedingt machen, wenn man noch vielleicht andere Daten

Jens: hat, wo man nicht genau weiß, was das Ding eigentlich tut und kann und ich habe

Jens: mich dann nicht dafür entschieden, ein Mac Mini dafür zu kaufen und hatte auch

Jens: keinen Rechner hier rumliegen.

Jens: Das war ja so ein kurzer Trend, dass alle Leute gesagt haben,

Jens: ich kaufe mir ein Mac Mini.

Jens: Ich habe es auf einem Cloud-Server online bei einem Google-Cloud-Server tatsächlich erstellt.

Jens: Das heißt, es läuft auf einem Google-Server in Europa und da ist dann quasi

Jens: meine Instanz, die ich dann auch verwalten kann, die ich es entsprechend,

Jens: konfigurieren kann, wo ich dann auch volle Kontrolle drüber habe und das ist

Jens: für mich der schnellste Weg gewesen, weil ich wollte mir nicht extra Hardware

Jens: dafür kaufen, wenn ich nicht genau weiß, worauf ich mich da eigentlich einlasse.

Stella: Da steigen wir auch direkt ein, was du gerade angesprochen hast.

Stella: Es geht um das Thema Datenschutz. Deswegen haben Unternehmen teilweise auch

Stella: wirklich verboten, OpenClaw auf Arbeitsgeräten zu nutzen.

Stella: Und es ist eben auch Privatpersonen eher zu raten, es nicht auf Geräten zu machen,

Stella: wo beispielsweise persönliche, sensible Informationen vorliegen,

Stella: weil man eben nicht genau weiß, hey, was genau kann dieser Agent alles machen?

Stella: Aber was du gerade beschrieben hast mit Google, klingt sehr, sehr aufwendig.

Stella: Wie viel Arbeit hast du denn da reingesteckt?

Jens: Gar nicht so viel, aber das Schöne ist, mit KI ist man in der Lage,

Jens: sehr viele Fragen zu stellen und der einfachste Weg, ich habe auch noch nie

Jens: ein VPS mit Linux, Ubuntu konfiguriert,

Jens: so, war auch mein erstes Mal und ob es jetzt ein ChatGBT, ein Gemini oder ein

Jens: Cloud ist, am Ende Screenshot reinzupacken, sagen, was möchte man denn machen

Jens: und bei Fragen halt immer wieder dumm zu fragen, ist das Beste, was man machen kann.

Jens: Und so habe ich mich auch da vorangehangelt, habe während des Prozesses viel

Jens: gelernt, habe gesagt, guck mal, was habe ich denn hier, du hast das irgendwie

Jens: anders gesagt, hier ist der Screenshot und so kam es dann auch zu tragen und

Jens: ich glaube, das ist das Beste, wie man auch Erfahrungen einfach sammeln kann.

Stella: Vielleicht noch einmal, um alle mitzunehmen, VPS, das steht für Virtual Private

Stella: Server, das ist ein virtueller, isolierter Server, würde ich sagen.

Jens: Das ist ein Rechner in der Cloud.

Stella: Genau, also er muss nicht in dem Sinne physisch vorhanden sein,

Stella: also den stellst du dann nicht wie ein Mac Mini oder etwas anderes irgendwie

Stella: neben dein Arbeitsgerät oder dein Privatgerät eher gesagt, sondern du kannst

Stella: dann eben über die Cloud darauf zugreifen und du hast dir das Ganze mithilfe

Stella: von Künstlicher Intelligenz eben eingerichtet.

Stella: Gucken wir uns aber nochmal an, was ist denn danach passiert?

Stella: Also OpenClaw runterladen in den geschlossenen Cloud, weil deshalb ja der eigene

Stella: Server, damit es eben darum geht, weil wir jetzt denken, Moment,

Stella: wir arbeiten mit der Cloud, aber da sind ja auch die ganzen Daten drin. Was ist der Sinn?

Stella: Der Sinn ist eben, diesen abgekoppelten Bereich zu schaffen,

Stella: wo nicht alles drin liegt.

Stella: Den hast du dir geschafft und wie ging es dann weiter?

Jens: Genau, also erstmal zu gucken, was passiert eigentlich.

Jens: Und das Schöne ist, und das ist auch gerade diese Zugänglichkeit von OpenClaw.

Jens: Wenn du es installiert hast, das sind dann zwei, drei Befehle,

Jens: die du kopierst und einfügst und ausführst, dann ist das Ganze sehr,

Jens: sehr schnell sehr natürlich.

Jens: Das heißt, die erste Frage, die du beantworten musst, ist, hallo,

Jens: das Ding ist sehr, sehr mächtig, bist du dir bewusst ja oder nein?

Jens: Und ich weiß nicht, ob das alle lesen, aber die meisten will wahrscheinlich

Jens: auf ja klicken, und dann bist du schon im Konfigurationsmenü,

Jens: und dann musst du wirklich nur auswählen, was für ein Sprachmodell möchtest

Jens: du denn nehmen? Möchtest du einen Gemini nehmen? Claude?

Jens: Wie konfigurierst du? Und dann mit dem Ding, den ich ja auch unterhalten kann,

Jens: kannst du dann im zweiten Schritt auch auswählen, was für einen Channel willst du nehmen?

Jens: Willst du WhatsApp nehmen? Telegram, Slack, Discord etc.

Jens: Gibt es einige Möglichkeiten, die schon vorkonfiguriert sind.

Jens: Und dann wirst du halt echt so nach und nach durchgeleitet und musst dann irgendwann,

Jens: das ist dann so der Schritt 3 eigentlich, auch sagen,

Jens: wie heißt denn eigentlich dein Agent? Wie ist der eigentlich?

Jens: Und wer bist du eigentlich? Also wirklich so eine Art kleines Bewerbungsgespräch

Jens: mit deinem neu geschaffenen Agenten.

Jens: Und von daraus ist das eigentlich sehr, sehr simpel.

Jens: Du quatscht eigentlich mit dem. Und wenn du sagst, ich möchte,

Jens: dass du neue Sachen lernst, dann sagst du, ich möchte jetzt gerne,

Jens: dass du auf meine Google-Mails zugreifen kannst.

Jens: Und dann sagt er dir, ja, dann brauche ich das und das dafür.

Jens: Und dann konfiguriert man das wirklich wie in einem normalen Chatgespräch.

Jens: Also das, was man auch bei Teams oder bei Slack macht, ist quasi auch das Interface,

Jens: was man in der Regel mit OpenClaw dann auch nutzt.

Jens: Und das macht, glaube ich, den Zugang und diese Besonderheit auch einfach so aus.

Stella: Sprich, ich kann dann, wenn das Ganze eingerichtet ist, über einen Messenger

Stella: zum Beispiel kommunizieren und sagen, was weiß ich, schreib eine E-Mail an XY

Stella: oder für folgenden Befehl aus.

Stella: Vielleicht aber, um an der Stelle sich das Ganze nochmal anzugucken,

Stella: wofür hast du Neo eigentlich gebraucht? Also, was soll er denn jetzt machen?

Jens: Genau, am Anfang war es tatsächlich einfach die Neugier, um zu gucken,

Jens: was steckt dahinter, wie funktioniert es?

Jens: Und für mich habe ich realisiert, dass das eigentlich eine Art und Weise ist,

Jens: wie ich in Zukunft auch arbeiten möchte.

Jens: Ist einfach dem geschuldet, dass wir super viele Interfaces haben,

Jens: teilweise für ganz einfache Ausführungen und ein ganz simples Beispiel,

Jens: was ich zum Beispiel am Anfang auch mit Neo getestet habe,

Jens: er konnte dann auf bestimmte E-Mails zugreifen, bestimmte Kalenderberechtigungen

Jens: auch und so habe ich auch auf dem, das war auch ein Grund, warum ich den externen

Jens: Server gemacht habe, weil ich dann nach und nach Berechtigungen hinzufügen konnte

Jens: und auch gesehen habe, okay,

Jens: nicht direkt alles drauf, sondern nach und nach Skills hinzugefügt habe und Berechtigungen.

Jens: Und eine einfache Sache, ich habe zum Beispiel über einen Voice-Input,

Jens: was man natürlich ja auch schön über Sprachbefehle machen kann, gesagt,

Jens: ich habe einen 10-Minuten-Termin, kannst du den mal bitte 5 Minuten verschieben,

Jens: und dann allen Teilnehmenden aus dem Termin bitte eine E-Mail schreiben,

Jens: dass ich 5 Minuten später komme, ob wir dann anfangen können und gib mir doch

Jens: mal die Inhalte aus meinem Click-Up-Task, wir nutzen Click-Up als Task-Management,

Jens: zu diesem Termin raus, dass ich mich ein bisschen vorbereiten kann.

Jens: Und das war ein Sprachbefehl. Das wären sonst drei, vier Interfaces gewesen,

Jens: in denen ich mich rumklicken hätte müssen, was am Handy mehr oder weniger geil funktioniert hätte.

Jens: Und das war ein Sprachbefehl. Und das war für mich so krass, das funktioniert gut.

Jens: Und gerade auch das Thema so halluzinieren, irgendwie mal Fehlentscheidungen

Jens: treffen, habe ich jetzt und auch mit zunehmender Komplexität eigentlich nie gehabt.

Jens: Wenn Fehler passiert sind, war es meistens, dass mein Prompt nicht gut war,

Jens: weil ich mich irgendwie falsch ausgedrückt habe, gestern Abend erst den Fall,

Jens: oh Gott, das war aber jetzt, hat er falsch verstanden, was auch,

Jens: was einfach an mir lag, nicht an ihm.

Jens: Und das ist einfach für mich total spannend gewesen, und dann hat man einfach

Jens: gemerkt, cool, das geht, könnte auch noch mehr gehen, und so wurde,

Jens: wie am Anfang gesagt, echt so ein kleines Team mittlerweile draus,

Jens: gestern Abend, mit sechs, neun Kolleginnen,

Jens: die jetzt da auch verschiedene Tasks und verschiedene Berechtigungen,

Jens: verschiedene Eigenschaften noch haben, weil jeder Agent kann quasi auch,

Jens: es gibt so eine Datei der soul.md,

Jens: eine eigene Seele haben, wo man auch beschreibt, wie ist die Persona,

Jens: wie verhält sie sich, was macht sie, was weiß sie, was kann sie und das fühlt sich sehr crazy an.

Stella: Wenn du gerade gesagt hast, lag an meinem Prompt, aber Fehler ist passiert,

Stella: was war das denn für ein Fehler, der da passiert ist?

Jens: Es war gar nichts Wildes. Ich wollte einen bestimmten Datensatz aus dem Internet

Jens: rausziehen über einen Anbieter, über einen Scraping-Anbieter und wollte eigentlich nur 50,

Jens: habe aber dann auf der Tonspur gesagt, ja, 100 mal 50, also mehr oder weniger.

Jens: Und dann hat er halt quasi meinen Prompt richtig ausgeführt.

Jens: Ich habe mich einfach nicht genug ausgedrückt oder nicht genau genug.

Jens: Dann habe ich gesagt, oh, weil er mir auch bestätigt hat, was er macht,

Jens: habe ich gesagt, nee, nee, nee, Moment.

Jens: Bitte stoppen, nichts Kritisches. Aber auch andere Sachen auf Projekte,

Jens: auf die ich ihn drauflasse, etc., war ich überrascht, gerade bei Sachen,

Jens: wo ich auch eine Expertise habe,

Jens: wo ich auch mal gesagt habe, okay, was geht denn hier schief,

Jens: wenn ich wirklich mal beispielsweise auch einen Google-Ads-Account mal managen lasse,

Jens: und dann auch Werbeanzeigen mal schalten lasse, optimieren lasse.

Jens: Was geht da schief? Und gerade jetzt auch beim Thema Google Ads, war 100% richtig.

Jens: Alles, was er gesagt hat, hat er gemacht. Das war auch das, was ich erwartet hatte.

Jens: Das war krass.

Stella: Was hast du denn dadurch gespart? Hast du Zeit gespart? Konntest du die in andere

Stella: Aufgaben investieren oder bist du schneller mit Aufgaben fertig geworden?

Jens: Was für mich einfach jetzt aktuell krass ist, ist die Zeitersparnis und auch diese Proaktivität.

Jens: Weil auf der einen Seite, du kannst natürlich den Agenten Sachen fragen und sagen, mach mal, tu mal.

Jens: Aber auch dieses Reporting, diese Proaktivität, wenn Sachen,

Jens: beispielsweise kriege ich jeden Tag ein Reporting zu den Terminen,

Jens: die ich habe. Habe ich Konflikte im Kalender?

Jens: Kriege ich die angezeigt? Habe ich überfällige Tasks? Habe ich überfällige E-Mails?

Jens: Kriege ich die entsprechend angezeigt und werde darauf erstmal getriggert und

Jens: kann halt auch in dem Chat entsprechend auch direkt Entscheidungen treffen.

Jens: Das heißt, viel schnellerer Zugang zu Aktionen, aber auch neue Dinge, die entstehen.

Jens: Also auch beispielsweise, wenn wir jetzt bei Google Ads bleiben,

Jens: wir hatten ein bestimmtes Thema, einen bestimmten Account, der einfach so durchlief.

Jens: Läuft halt, jetzt auch da Optimierung einfach machen zu können,

Jens: weil man sagt, ja, das ist halt jetzt nicht mehr viel Zeit.

Jens: Ich kriege halt jetzt jeden Morgen ein Reporting darüber, sehe,

Jens: wie die Performancezahlen sich entwickeln und kann halt sagen,

Jens: oder kriege auch immer wieder Empfehlungen, guck mal, das war gut,

Jens: das war schlecht, mach mal was anderes.

Jens: Dann sage ich halt, ja, das dritte Shirt finde ich gut, mach mal bitte.

Jens: Das heißt einfach, ich habe das Gefühl, fairerweise muss man sagen,

Jens: aktuell bastle ich halt da noch sehr viel dran, um zu gucken,

Jens: wo sind die Möglichkeiten, die Mitierung,

Jens: aber dass ich schneller arbeite, auch was die Tasks angeht Und ich fühle mich

Jens: besser strukturiert, weil ich zum Beispiel Sonntagabend mich hinsetze und sage,

Jens: so, was habe ich denn nächste Woche eigentlich für Termine?

Jens: Was habe ich denn für überfällige Tasks? Weil man kennt ja selber einen Taskmanager

Jens: und schleift sich dann die überfälligen Tasks immer hinterher.

Jens: Und ich kann zum Beispiel auch sagen, so, ja, hier die fünf Tage sind überfällig,

Jens: schieb die mal bitte auf die nächste Woche, wo macht es am meisten Sinn?

Jens: Ist so, ja, Mittwoch hast du total viele Termine im Blocker,

Jens: da mache ich das nicht, deswegen auf Donnerstag.

Jens: Und das ist halt nochmal eine ganz andere Planung, weil ich jetzt einen Assistenten

Jens: habe, der für mich auch Sachen ausführen kann und ich fühle mich im Kopf ein

Jens: bisschen aufgeräumter.

Stella: Aber wenn wir nochmal auf das Thema Datenschutz gucken, du hast ja auch gesagt

Stella: Termineinladungen, E-Mails etc.

Stella: Wie kommunizierst du dann eigentlich beispielsweise, dass ja dann Daten eben

Stella: auch verarbeitet werden durch Künstliche Intelligenz beziehungsweise durch OpenClaw?

Jens: Genau. Also die Daten werden ja vor allen Dingen bei Google verarbeitet.

Jens: Und der Server kommuniziert quasi dann mit dem Google Account oder mit dem Google Server.

Jens: Das heißt, ich binde dann quasi die API von Google in dem Fall ein,

Jens: damit dann OpenClaw auch mit der Google API kommunizieren kann.

Jens: Und das heißt, das ist natürlich ein Thema, wo schiebt man welche Daten hin,

Jens: gerade bei Cloud-Anbietern.

Jens: Ich bin da richtig auch vorsichtig, also beispielsweise sowas wie Finanzdaten,

Jens: Kommt nicht auf meinen Rechner drauf oder so sehr sensible Daten,

Jens: die ich irgendwie überhaupt nicht verarbeiten sollte oder darf.

Jens: Da habe ich halt entsprechend auch Restriktionen auch innerhalb der Account-Setups

Jens: geschaffen, dass ich da vorsichtiger sein kann, einfach weil diese Limits halt hart gesetzt sind.

Jens: Und das ist, glaube ich, auch das Wichtige, dass wenn man sich damit beschäftigt,

Jens: halt auch dieses schrittweise Nähern an Fähigkeiten und nicht zu sagen,

Jens: so jetzt kannst du alles gleichzeitig machen, weil dann schafft man es nicht

Jens: mehr, diesen Überblick zu haben,

Jens: sondern so nach und nach sich damit beschäftigen, was geht hier,

Jens: was passiert hier gerade so, auch immer erklären lassen von Open Cloud,

Jens: was machst du gerade da, warum machst du das, was geht jetzt gerade nicht und

Jens: so versuche ich mich auch da nach und nach dran zu tasten.

Stella: Aber kontrollierst du dann auch alles nach? Beispielsweise, wenn ich mir vorstelle,

Stella: jetzt würde mein digitaler Assistent plötzlich Leuten E-Mails schicken,

Stella: da würde ich definitiv nochmal reinschauen und mich fragen, stimmt das denn alles so?

Jens: Genau, so Sachen mache ich zum Beispiel nicht. Also ich gucke dann,

Jens: wo ich, und das ist ja ganz oft beim KI-Thema so, nicht alle Sachen sind komplett wegautomatisierbar.

Jens: Sondern ich gucke halt, wo sind Sachen, die ich nicht unbedingt machen muss,

Jens: die mir vielleicht, wie auch eine Assistenz, mir irgendwie schon erarbeiten

Jens: könnte, schon mal Input liefert, damit ich mich damit weniger beschäftigen muss.

Jens: Und da ist zum Beispiel E-Mails schreiben, außer das ist jetzt mal eben so eine

Jens: Notification, hey, ich komme fünf Minuten später, aber jetzt irgendwelche Kunden

Jens: E-Mails schreiben, irgendwas finalisieren, irgendwelche Entscheidungen treffen,

Jens: die businessrelevant sind, das mache ich immer noch selber.

Jens: Aber vielleicht einen ersten Draft dazu oder auch vielleicht eine entsprechende

Jens: Einschätzung dafür, finde ich halt super praktisch mit dem Kontext.

Stella: Sprich, erstmal die KI-Anwendung da, die aus deiner Sicht sinnvoll sein könnte

Stella: im Bereich Organisatorisches, diese typischen, ich komme zu spät E-Mails oder

Stella: ich brauche nochmal eine Info zu XYZ.

Jens: Genau, genau, das sind so Sachen, aber das geht bei mir Mitarbeiter halt viel,

Jens: viel weiter, weil es ist bei mir auch oft so, dass ich natürlich ganz viele

Jens: Inhalte auch aufgrund meiner Newsletter und so weiter halt irgendwie mitbekommen möchte,

Jens: möchte wissen, wie sich der Markt entwickelt, möchte wissen,

Jens: was auch Mitbewerber machen,

Jens: möchte wissen, wie auch beispielsweise Werbeanzeigen von Mitbewerbern sich entwickeln,

Jens: ist auch viel einfach ein Reporting, viel Monitoring, was OpenClaw für mich

Jens: macht, das heißt, es gibt bestimmte Channels, wo ich halt dann mitbekomme,

Jens: okay, was hat sich denn in der Welt gerade getan?

Jens: Für bestimmte Themen, was für Publikationen haben gerade über bestimmte Themen

Jens: berichtet, wo entwickeln sich vielleicht gerade Trends,

Jens: Sachen, die ich halt dann für mich aufbearbeitet bekomme und nicht einfach hier

Jens: sind 20 verschiedene Links, sondern immer noch mit einer Einschätzung,

Jens: guck mal, das ist, weil er mich ja quasi kennt, das ist hier relevant für vielleicht

Jens: sogar ein bestimmtes Format per Snipkey oder vielleicht für das und das Thema,

Jens: das heißt, viel ist auch einfach Datenquellen kombinieren und so wie so ein

Jens: gutes CM quasi ein Single Source of Truth zu haben, wo ich weiß,

Jens: da habe ich verschiedene Channels, es ist gut strukturiert und ich muss nicht

Jens: irgendwie 20.000 Sachen oder 30 Millionen Tabs aufhaben.

Jens: Und das ist halt auch nochmal so der zweite Punkt neben der eigenen Produktivität,

Jens: einfach auch Neues im Internet so ein bisschen zu reduzieren.

Stella: Aber hast du dann wirklich für jeden Aufgabenbereich, nenne ich es jetzt mal

Stella: zum Beispiel auch, was du beschreibst, Übersicht schaffen,

Stella: Analyse, du hast jetzt insgesamt sieben KI-Assistenten in dem Sinne,

Stella: schaffst du dann für jeden Aufgabenbereich einen eigenen Assistenten Weil das

Stella: stelle ich mir auch sehr umständlich vor, wenn ich irgendwann 50 Assistenten habe.

Stella: Weiß ich nicht, ob das praktikabel ist.

Jens: Genau, also ich glaube, das macht dann irgendwann nicht mehr Sinn.

Jens: Es ist quasi, läuft auch alles unter einer Instanz.

Jens: Das heißt, Neo bei mir ist quasi der Boss und die anderen kann er quasi auch mit triggern.

Jens: Das heißt, es gibt zum Beispiel einen Agenten, der ist für Bildgenerierung notwendig.

Jens: Ich möchte das Ganze, könnte theoretisch auch alles Neo machen,

Jens: möchte es aber ein bisschen strukturiert haben und ein bisschen übersichtlicher haben.

Jens: Und wenn zum Beispiel Bilder generiert werden müssen, dann wird dieser Agent

Jens: angesprochen, generiert die Bilder und schmeißt sie dann zurück.

Jens: Und so habe ich einfach verschiedene Themenchannels wie Microsoft Teams oder

Jens: in Slack, wo es dann zum Beispiel um das Thema Content Creation geht und da

Jens: kann dann jeder Agent mitarbeiten, ich kann jeden quasi auch erwähnen,

Jens: kann aber auch sagen, guck mal hier, pass auf, Neo, erstell mir mal bitte einen

Jens: LinkedIn-Beitrag zu dem Thema, habe ich gerade gesehen oder was gibt es gerade Neues bei X,

Jens: was für ein Trend wäre hier spannend, vielleicht für einen LinkedIn-Beitrag,

Jens: und dann kann da auch so zusammengearbeitet werden.

Jens: Da bin ich gerade noch so am Anfang und so gucken, wie gut kann das noch funktionieren,

Jens: Also für mich auch super viel Try and Error und Erfahrung sammeln.

Jens: Das ist dann nicht das, dass ich jetzt komplett meine ganze Arbeit nur von Neo

Jens: machen lasse. Das ist einfach viel exploratives Lernen, gerade auch bei mir.

Stella: Bevor wir gleich nochmal einen anderen Blick auf weitere Entwicklungen mit Künstlicher

Stella: Intelligenz werfen, noch eine Frage, die mich umtreibt.

Stella: Aber du hast eingangs gesagt, Halluzinationen sind nicht so das Problem.

Stella: Aber eigentlich sind ja Halluzinationen bei Künstlicher Intelligenz in der Regel immer ein Problem.

Stella: Wie kannst du das denn in dem Fall aus deiner Sicht reduzieren?

Stella: Weil ich sehe da viele potenzielle Fehlerquellen, gerade beim Thema externe

Stella: Quellen zusammenfassen.

Stella: Wenn ich mal an Versuchen mit Chat, GPT, Perplexity und Co.

Stella: Denke, was die da teilweise trotz Link für einen Entschuldigungsschwachsinn

Stella: ausgeben, da graut es mir.

Jens: Absolut. Und deswegen habe ich auch bei mir, und das ist das Schöne,

Jens: man kann halt diese Informationen, die man bekommt, so framen, wie man es selber nutzt.

Jens: Und als Beispiel, wenn ich jetzt im Bereich Neuigkeiten oder Trends gehe,

Jens: dann habe ich wahrscheinlich da einen Titel, ich habe vielleicht eine kurze

Jens: Beschreibung, ich habe einen Link.

Jens: Wenn das aufgrund des Titels und der Beschreibung für mich relevant ist, gehe ich auf den Link.

Jens: So, aber das heißt, wenn da selbst da ein bisschen hallaziniert ist,

Jens: weil vielleicht eine Zahl verdreht ist, weil es jetzt nicht 60 Millionen Funding

Jens: sind oder 40 Millionen Funding von der Investmentrunde, ist natürlich doof für

Jens: die, die da Entscheidungen treffen.

Jens: Für mich ist aber relevant, okay, da ist was passiert, was für mich eine Relevanz

Jens: ausübt und dann gucke ich mir die Quelle an.

Jens: Für mich ist das aber eine Vorarbeit, eine Vorbereitung, von der ich dann selber

Jens: die Entscheidung treffe und das spart mir einfach schon Zeit.

Jens: Aber klar, je nachdem, wie tief man dann auch Richtung Business-Entscheidung

Jens: treffen lässt, deswegen da bin ich tatsächlich auch vorsichtig,

Jens: Richtung Finance-Entscheidung Gottes Willen, da spielt das halt eine Rolle.

Jens: Da muss man ganz genau wissen, was man bedient, was für Sprachmodelle auch dahinter

Jens: sind, wie der Kontext verarbeitet wird.

Jens: Das ist dann nochmal ein ganz anderes Level. Aber für die Use Cases,

Jens: die ich jetzt habe, aus meiner Sicht kann ich die Halluzination gut einschätzen,

Jens: weil ich selten eine Entscheidung habe, die ich quasi nur auf den Output von Neo quasi berufe.

Jens: Es ist eher so, cool, du hast mir den Schritt schon mal abgenommen,

Jens: Schritt 1, danke, jetzt kann ich weitermachen, hab mir aber schon viel Zeit gespart.

Stella: Wir haben vor etwa einem halben Jahr auch gesprochen, viel auch um das Thema

Stella: da aufkommende KI-Agenten.

Stella: Und was mich jetzt an der Stelle interessiert in den vergangenen Monaten,

Stella: was ist denn da aus deiner Sicht passiert?

Stella: Was hat sich in deinem Arbeitsalltag wirklich etabliert in der Nutzung,

Stella: gerade konkret mit konkreten Aufgaben?

Stella: Jetzt nicht, ich nutze die regelmäßig Chat-GPT, das meine ich nicht,

Stella: sondern welche Aufgaben, welche Tools haben sich denn in den vergangenen Monaten

Stella: aus deiner Sicht als wirklich hilfreich erwiesen und für was?

Jens: Genau, ich glaube, das Thema Agent hatte ich vor einer Weile auch noch ein bisschen

Jens: andere Meinungen, weil ich glaube, da war es immer noch sehr schwierig,

Jens: das so zu greifen, das Thema,

Jens: und oft war es auch viel mehr Hype drumherum, was könnte denn ein Agent vielleicht

Jens: tun, aber mittlerweile finde ich, dass diese agentische Arbeitsweise in ganz

Jens: vielen Tools halt irgendwie stattfindet.

Jens: Und wenn das einfachste Beispiel ist für mich, dann einfach eine Perplexity-Abfrage,

Jens: wo wir ja schon quasi agentische Systeme, Suchbegriffe definieren,

Jens: Informationen verarbeiten, sich merken, weiterführende Recherchen machen, etc.

Jens: Und von daher haben wir, glaube ich, mittlerweile mehr Agenten um uns herum,

Jens: als wir eigentlich denken.

Jens: Aber so die Tools bei mir, ich finde, es spielt bei mir immer weniger eine Rolle,

Jens: was für ein Tool ich bediene, sondern immer mehr, was ich eigentlich erreichen will.

Jens: Also auch diese Zielsetzung ist bei mir viel, viel wichtiger geworden.

Jens: Natürlich bin ich mittlerweile viel mehr darüber übergegangen,

Jens: mir selber Lösungen zu bauen, über Swipe Coding, über generell andere Tools.

Jens: Das heißt, ich mache aktuell viel mit Plot Code, um auch einfach Prozesse zu

Jens: optimieren, Ziele zu erreichen, wo ich manchmal auch gar nicht weiß,

Jens: wie hätte ich eigentlich da hingekommen ohne KI.

Jens: Aber zum Grundstack her ist es Sprachmodelle in verschiedenen Bereichen.

Jens: Teste natürlich viel, auch im Rahmen von Snipkey. Aber ob das in Gemini ist,

Jens: in JetGPT oder Cloud, alle gut und alle paar Monate ist immer irgendwer besser.

Jens: Oder auch einfach, ja, im Coding-Bereich. Also, da merke ich,

Jens: da kommt es immer mehr darauf an, dass man definiert, was möchte man eigentlich erreichen.

Jens: Und KI-Systeme immer besser werden als, oder immer besser darin werden,

Jens: Ziele zu erreichen, auch wenn der Weg manchmal ungewohnt ist.

Jens: Einfaches Beispiel dafür.

Jens: Wir mussten bei uns im Backend, also auf der Webseite, im Hintergrund mussten

Jens: wir 50 Datensätze erstellen im Admin-Panel.

Jens: Jeder Datensatz hat ungefähr so sieben bis acht Klicks benötigt.

Jens: Das ist viel, viel Arbeit und hätte viel, viel Zeit gekostet.

Jens: Ich habe eine KI-Range gesagt, ich möchte das Ziel hier erreichen.

Jens: Ich wusste aber nicht, wie der Weg dahin ist. Und in dem Fall war es Cloud Code

Jens: und Cloud Code hat gesagt, ja, ich gucke mal, was ich da mache.

Jens: Ja, ich gucke mal hier, ich könnte es über einen API, über eine Programmschnittstelle machen.

Jens: Ja, das könnte gehen, aber dann komme ich nur bis dahin. Ich gucke mal,

Jens: was bei den Entwicklern war. Oh, ich habe

Jens: einen Bug gefunden bei dem Quellcode-Entwickler, das geht ja gar nicht.

Jens: Aber guck mal, hier die 80% habe ich schon, die anderen 20% kannst du so und

Jens: so machen. Hast du das, dann erkläre ich dir das. Ja, ich habe dir hier gerade

Jens: ein Skript für geschrieben. Danke.

Jens: War eine Sache, also er hat das natürlich alles autonom quasi selber für sich

Jens: erarbeitet mit meinen Berechtigungen, die ich dann erteilt habe.

Jens: Aber da war das Ziel viel, viel wichtiger, dass ich im Kopf habe, was ich erreichen will.

Jens: Der Weg dahin war mir relativ egal und das hat perfekt funktioniert.

Stella: Ich glaube, wir müssen das aber noch ein bisschen mehr konkretisieren,

Stella: weil sonst denken vielleicht Menschen, die uns gerade zuhören,

Stella: ja gut, okay, was heißt denn das dann konkret für mich?

Stella: Weil es gibt ja einen Wald von Tools, in denen sich ArbeitnehmerInnen zurechtfinden

Stella: wollen und jeder kennt ja da vielleicht das, was gerade total angesagt ist oder doch eher das.

Stella: Aber was du gerade beschreibst, soll ich das bei dir raus, ist dann eher in

Stella: deinem Fall beispielsweise Claude zu nutzen nach dem Motto, ich habe folgendes

Stella: Ziel und du zeigst mir den Weg dorthin, entweder indem du mir beispielsweise

Stella: ein Tool vorschlägst oder vorschlägst,

Stella: wie ich das umsetzen kann, wie du es mit einer vielleicht eigenen Lösung umsetzen kannst.

Stella: Ist es das, was du meinst, sprich lösungsorientiert mit KI-Arbeiten?

Jens: Genau, weil ich glaube, wir sehen, dass die Modelle, ob es jetzt ein Google

Jens: Gemini, ein ChatGPT oder auch ein Cloud,

Jens: die werden alle ziemlich gut und wir haben bei Snipki auch unterschiedliche

Jens: Unternehmen, mit denen wir arbeiten und da ist halt auch alle Tools da.

Jens: Manchmal hat man auch im Unternehmen auch keine Wahl.

Jens: Dann kann man nicht sagen, ich möchte hier 20 neue Tools ausprobieren,

Jens: dann ist das halt irgendwas gesetzt und dann muss man damit leben.

Jens: Manchmal besser, manchmal schlechter. Und da ist es viel, viel wichtiger zu

Jens: überlegen, was kann ich denn eigentlich mit KI machen?

Jens: Weil wenn man jetzt sagt, du, Seller, hier ist eine KI, damit kannst du jetzt

Jens: alles machen, das ist die erste Frage, was mache ich denn jetzt damit?

Jens: Und ich glaube, das ist halt viel, viel wichtiger. Und die Modelle werden auch

Jens: immer leistungsfähiger und klar gibt es so ein paar Use Cases,

Jens: wo ich sage, so, beispielsweise im Bereich Multimedia, so.

Jens: Da macht es dann manchmal auch Sinn, zum Beispiel so Aggregatoren zu nutzen.

Jens: Ich nutze da ganz gerne FreePick und die haben zum Beispiel alle möglichen KI-Bilder

Jens: und Videomodelle zusammen kombiniert.

Jens: Das heißt, in was für einem Interface möchte ich denn arbeiten,

Jens: wenn ich es mir aussuchen kann? Wie kann ich mir die Arbeit leichter machen,

Jens: indem ich dann vielleicht Sachen kombiniere?

Jens: Das sind so Entscheidungen, die, finde ich, viel, viel wichtiger sind, weil,

Jens: Die Tools, oder wenn man sich nur, und ich meine, ich habe jetzt Newsletter

Jens: Nummer 165, glaube ich, rausgehauen die letzten Tage, da kommt immer neue Tools dazu.

Jens: Wenn man sich den ganzen Tag nur damit beschäftigt, neue Tools zu suchen,

Jens: kriegt man nichts umgesetzt.

Jens: Und ich glaube, dass es am Anfang von KI oder von generativer KI war es,

Jens: weil es halt echt so, das Tool hat noch krassen Unterschied gemacht.

Jens: Und ich finde, das ist immer weniger die Sache.

Jens: Es kommt immer mehr darauf an, was will ich eigentlich erreichen,

Jens: gerade wenn die Modelle oder die Tools auch integrierter werden,

Jens: Stichwort Co-Pilot, mit Unternehmenswissen, mit dem Kontext etc.

Jens: Selber Tools ausführen, selber Tools vielleicht erstellen. Es ist viel wichtiger,

Jens: dass man Mensch halt sagt, was will ich denn eigentlich machen.

Stella: Hast du denn da vielleicht trotzdem, wenn du über verschiedene KI-Systeme sprichst,

Stella: einen Allrounder, wo du sagst, okay, der deckt relativ viel, relativ gut ab?

Jens: Vom Gefühl her, finde ich, entwickelt man oder bei mir jedenfalls so immer so

Jens: ein bestimmtes Gefühl für bestimmte Sprachmodelle.

Jens: Wofür würde ich es so nutzen, auch wenn man es vielleicht mal besser,

Jens: mal schlechter irgendwie wirklich beweisen kann. Also bei mir ist es so im Kopf,

Jens: nutze ich zum Beispiel immer noch gerne Perplexity für Research-Themen,

Jens: weil ich einfach mag, wie zugänglich auch Quellen genannt werden,

Jens: weil ich dann sehr schnell in Quellen eintauchen kann.

Jens: Wenn ich sehr schnell Sachen machen will, gehe ich zum Beispiel zu Google Gemini,

Jens: weil es sehr, sehr schnell ist mit dem Flash-Modell.

Jens: Wenn ich Coding oder auch etwas menschlichere Texte gefühlt haben will, gehe ich eher zu Claude.

Jens: Und so entwickelt sich bei mir auch so ein bisschen diese unterschiedlichen Levels,

Jens: Aber das schiftet sich auch regelmäßig, muss man sagen.

Jens: Also auch im Bereich Coding, Cloud war da irgendwie state of the art.

Jens: Jetzt gibt es ganz viele Leute, die auch sagen, Borg Codex von ChatGBT ist viel,

Jens: viel besser. Ich finde es auch gut.

Jens: Und in drei Monaten, wer weiß, was dann irgendwie für ein Model,

Jens: wie viel krasser ist. Vielleicht in irgendwelche Open-Source-Modelle, I don't know.

Jens: Aber da würde ich halt einfach gucken, ein Sprachmodell, mit dem man sich wohl

Jens: fühlt, schon mal zu arbeiten und dann halt zu schauen, wo sind da Limitierungen.

Stella: Fürchtest du eigentlich bei dem, was du gerade beschrieben hast,

Stella: dann teilweise zu viel Eigenverantwortung auch abzugeben?

Stella: Gerade wenn du sagst, ich habe mein Ziel und der Weg dahin kann die KI machen,

Stella: dass genau diese Verantwortung für den Weg dir dann mehr und mehr aus den Händen

Stella: gerät, bis du sie irgendwann gar nicht mehr halten kannst?

Jens: Mega coole Frage. Ja, definitiv.

Jens: Also ich glaube, dass dieser Weg ist wichtig, noch mitzubekommen,

Jens: was ich ganz, ganz häufig jetzt zum Beispiel bei dem Beispiel mit Cloud Code

Jens: habe, mich interessiert es, wie er zum Ziel gekommen ist.

Jens: Ich lese dann wirklich nach, was hast du für ein, in den meisten Tools sieht

Jens: man, was passiert im Hintergrund und das interessiert mich einfach,

Jens: wie ist denn da hingekommen?

Jens: Das ist ja smart, okay, weil das für mich auch selber weiterbringt und mich

Jens: selber auch inspiriert, aber ich sehe es schon als Gefahr, je mächtiger diese

Jens: Agenten werden, desto weniger, oder desto mehr passiert im Hintergrund,

Jens: desto weniger Zeit haben wir das überhaupt noch zu erfassen.

Jens: Also wenn ich jetzt weiß nicht, bei OpenClaw drei Agenten, die zusammenarbeiten,

Jens: werden erstmal 10 Minuten darüber nachdenken und sprechen, das lese sie nicht

Jens: durch, weil dann habe ich keine Zeit gespart, wenn ich nur Agenten-Chats lese.

Jens: Und deswegen, das sehe ich schon als Risiko, je mächtiger und integrierter solche

Jens: Systeme werden, desto weniger,

Jens: Ahnung hat man und vielleicht geht dann auch ein Stück weit Expertise in bestimmten

Jens: Bereichen flöten, weil man sie vielleicht gar nicht sich aneignet, sondern sagt,

Jens: beispielsweise Google Ads oder Werbeanzeigen, ja, macht jetzt mal ein Agent,

Jens: keine Ahnung, warum jetzt irgendwie diese Keywords rausgeflogen sind oder dieses

Jens: Bit-Management oder Preis-Selektiv eingestellt wurde. Sehe ich als Gefahr auf jeden Fall.

Stella: Und da ist ja genau der Punkt, wovor manche Menschen auch Angst haben,

Stella: nämlich dass du dich dann selber überflüssig machst, sprich dein Agent macht

Stella: die Arbeit, analysiert etc.

Stella: Und du drückst vielleicht noch das Knöpfchen, um meine Podcast-Kollegin zu zitieren

Stella: von Meister Promter. Wie schützt du dich dagegen?

Jens: Ich schütze mich dagegen, indem ich, oder anders gesagt, ich habe so viel zu

Jens: tun und so viele Sachen, die ich lernen will und ausprobieren will und Sachen,

Jens: die ich nicht schaffe, dass ich sage, ja, KI, bitte hilf noch mehr.

Jens: Weil ich einfach so einen Haufen an Arbeit habe und ich glaube,

Jens: ich da auch mich sehr, sehr viel mit beschäftige.

Jens: Aber ich kann diese Sorge verstehen und ich glaube, das Beste gegen diese Sorge ist,

Jens: sich damit zu beschäftigen und selbe Erfahrungen zu sammeln,

Jens: weil ich glaube, natürlich findest du überall in den Medien,

Jens: hier sind nochmal 10.000 Stellen abgebaut, hier gibt es nochmal irgendwie nur

Jens: Beförderung mit KI-Nutzung, etc.

Jens: Und wenn man das so gar nicht einschätzen kann, auch jetzt so krasse Entwicklungen

Jens: wie OpenClaw, das ist natürlich erstmal sehr schnell eine Meinung und sehr schnell

Jens: auch Angst, kann ich voll verstehen.

Jens: Und ich glaube, wenn man auch merkt, das kann auch einfach bei einfachen Chat-Systemen

Jens: sein, cool, ich komme jetzt einfach durch KI schneller an mein Ziel.

Jens: Ich kann, aus einer Idee habe ich plötzlich irgendwie zehn weitere,

Jens: aber meine Idee war initial noch irgendwie der Funke, der dabei war.

Jens: Ich glaube, da kann man das auch ein bisschen besser einzuschätzen,

Jens: aber ich glaube, Jobs werden sich krass verändern, Tasks werden sich verändern,

Jens: das war aber, glaube ich, immer schon so.

Jens: Ich weiß nicht, ob es mehr oder weniger wird und manche, also ich glaube,

Jens: das Thema ist oft nicht, dass sich Jobs radikal verändern oder wegfallen unbedingt,

Jens: sondern ich glaube, dass Tasks in Jobs verändern.

Jens: Jeder Job bedient oder besteht ja einfach aus sehr, sehr vielen,

Jens: manchmal mehr, manchmal weniger Tasks.

Jens: Ich glaube, da shiftet sich einfach gerade sehr, sehr viel. Und da muss man

Jens: gucken, was sind Tasks, die mir vielleicht sogar noch mehr Spaß machen.

Jens: Also ganz viele Sachen jetzt, zum Beispiel Neo macht und andere KI-Systeme,

Jens: da habe ich keinen Bock drauf.

Jens: Da bin ich froh, dass sie das machen, weil ich mich dann einfach mit strategischen

Jens: Themen beschäftigen kann, kreativen Themen, mir neuen Content überlegen kann,

Jens: der halt Mehrwert ist und nicht irgendwie...

Jens: Irgendwelche Strukturthemen.

Stella: Und damit kommen wir auch zur finalen Frage für diese Podcast-Episode.

Stella: Sehr gute Überleitung, nämlich, wie entscheidest du denn, was machst du selbst

Stella: und wo holst du Künstliche Intelligenz mit ins Boot?

Jens: Das ist eine sehr gute Frage und die sollte man sich auch immer stellen.

Jens: So, Rule of Thumb ist bei mir so ein bisschen, wenn ich, und das kommt natürlich

Jens: mit Erfahrung mit KI-Systemen, wenn ich weiß,

Jens: der Task ist gerade so schnell, beispielsweise eine E-Mail beantworten.

Jens: Klar kann ich den gesamten E-Mail-Kontext in ChatGBD reinpacken und sagen mit

Jens: einem Prompt, den ich immer 30 Mal umschreibe, beantworte bitte die E-Mail.

Jens: Wenn ich allerdings weiß, okay, das sind drei Sätze, dann schreibe ich es auch nochmal selbst.

Jens: Ich glaube, das ist bei mir noch so der Punkt, dass ich überlege,

Jens: okay, wie, auf der einen Seite, wie viel Zeit spare ich da wirklich realistisch?

Jens: Es muss nicht immer überall KI rein, nur bei Selbstzweck und einfach das Thema

Jens: Daten. Was schiebe ich da jetzt irgendwie rein?

Jens: Packe ich da jetzt meine komplette Steuererklärung in ein öffentliches LLM rein

Jens: und sag, mach mal bitte meine Steuererklärung.

Jens: Weiß ich nicht, ob ich da so ein gutes Gefühl für hätte, muss ich da selber

Jens: entscheiden, aber das sind bei mir so die beiden Fragen, macht das wirklich

Jens: gerade Sinn und sollte ich das mit den Daten, die ich da verteile oder auch

Jens: nutze, das wirklich tun,

Jens: aus rechtlichen Gründen, aus gutem Gewissen, aus ethischen Gründen.

Stella: Zwei Fragen, die sich alle ZuhörerInnen von diesem Podcast jetzt mitnehmen können,

Stella: denn wir sind am Ende der Folge.

Stella: Und das ist jetzt der Punkt, Jens, wo ich dir danke, dass du heute bei t3n Arbeit

Stella: in Progress zu Gast gewesen bist.

Jens: Vielen, vielen Dank für die Einladung. Sehr viel Spaß gemacht.

Jens: Danke für die coolen Fragen.

Stella: Und ich denke, wir hören uns an dieser Stelle auf jeden Fall nochmal.

Stella: Und damit ihr keine neue Folge von unserem Podcast verpasst,

Stella: drückt ihr jetzt natürlich auf Abonnieren.

Stella: Schickt gerne Feedback an podcast@t3n.de. Und ich freue mich,

Stella: wenn ihr nächste Woche wieder einschaltet, um zu hören, wie beispielsweise Unternehmen

Stella: Künstliche Intelligenz gerade sinnvoll oder vielleicht auch weniger sinnvoll

Stella: einsetzen, findet ihr nur raus, wenn ihr einschaltet.

Stella: Also seid wieder dabei und ich sag auf Wiederhören.

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