Sie sagte es nur, weil sie gekündigt hatte

Shownotes

Den Elefanten im Raum sprach sie nur an, weil sie gekündigt hatte: Das erzählt Coach Anne Schüller über eine Teilnehmerin in einem ihrer Seminare. Im Gespräch mit Nils Bolder, t3n-Redakteur und Host von t3n Tool Time, gibt sie Tipps, wie Unternehmen mit negativer Stimmung umgehen können. Sie erklärt, welche Rolle negative Narrative spielen und wie sie sich in positivere Erzählungen umwandeln lassen.

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Transkript anzeigen

00:00:05: TDRN Arbeit in Progress.

00:00:08: Inspirierende Köpfe und frische Perspektiven für die Arbeitswelt.

00:00:13: Schön, dass ihr wieder eingeschaltet habt zu einer neuen Folge von TDREN Arbeit In Progress.

00:00:19: In dieser Woche übernimmt mein Kollege Nils Boulder Und ja es wird um das Thema man könnte sagen Geschichten gehen.

00:00:26: Momentan ist die Stimmung in Deutschland sagen wir mal so geht's so?

00:00:31: Das gilt nicht nur für Menschen sondern auch oft für Unternehmen.

00:00:35: Hallo und herzlich willkommen für TDRN Arbeit in Progress.

00:00:39: Mein Name ist Nils Bolda, unsere heutige Gäste möchte punktgesagt die Stimmung wieder ein bisschen auffällen.

00:00:46: Ja gerne!

00:00:47: Anne Schüller ist nicht nur Beraterin und Coaching für Unternehmen sondern auch Autorin.

00:00:52: Sie vertritt die Träse.

00:00:54: es braucht mehr gute Geschichten um die Arbeitswelt wieder aufzupeppeln.

00:00:58: Ob das gelingen kann erfahren wir jetzt im Podcast.

00:01:01: viel Spaß beim Zuhören.

00:01:02: und hallo Anne.

00:01:04: Hallo, Nils.

00:01:06: Und hallo an die Hörerteurerinnen!

00:01:08: Ich stelle mir gerade so eine Person vor... Die hat einen Job bei dem gerade wegen der wirtschaftlichen Lage super viel Druck da ist und es geht durch die Decke über Stunden das ganze Programm.

00:01:20: Die Miet der Wohnung wurde letztens noch erhöht und im schlimmsten Fall ist dann auch das Auto irgendwie kaputt.

00:01:26: Wo findet jetzt so ne Person irgendwie eine gute Geschichte?

00:01:31: Also das Wichtige ist, sich da nicht von runterziehen zu lassen.

00:01:35: Ja?

00:01:35: Weil das Leben isst ein Auf und Ab!

00:01:37: Und manchmal passieren... ...on Block passieren viele gute Dinge.. ..und manchmal passieren on block viele schlechte Dinge.

00:01:45: Und es ist immer ein Stück weit auch die Frage was nehme ich davon in den Fokus?

00:01:51: Sehe ich mir das Gute oder sehe ich mehr das Schlechte?

00:01:54: Oder sehe im Schlechten auch das Gte dass es nicht alles bis so einem Jammertal verkommt?

00:02:00: Und es ist gerade wichtig, sich in so einer Situation stark zu halten.

00:02:07: Solange wir nur das Negative angucken und uns von dem Negativen runterziehen lassen, geht auch unsere Energie den Bach runter.

00:02:15: Das ist wie ein Teufelskreis.

00:02:17: Ich habe dann weniger Energie, kann noch weniger leisten.

00:02:19: anderen fällt es auf dass ich keine Energie hab.

00:02:22: die glauben nicht mehr an mich.

00:02:23: Ich bin in so einem Teufelkreis!

00:02:25: Und das passiert den einzelnen Personen, den Menschen Und es passiert eben leider auch in den Unternehmen.

00:02:31: Bevor wir da jetzt viel weiter drauf eingehen, möchte ich erst mal wissen was denn überhaupt für dich so eine Geschichte an sich?

00:02:39: Weil das ist ja schon ein sehr großes Wort!

00:02:40: Was macht das eigentlich aus?

00:02:42: Also ich unterscheide hier auch in dem Buch – das Buch heißt ja auch Narrative für eine bessere Zukunft – und ich unterschreibe im Buch auch Narrativ- und Story.

00:02:52: Ja, Narrar, oder das ist aus dem italienischen... aus dem latinischen….

00:02:56: Das heißt erzählen, das ist also im Grunde völlig neutral.

00:03:00: Das hat aber eine größere Bedeutung.

00:03:02: Also Narrative sind immer Geschichten mit Bedeitung die geben einen Rahmen.

00:03:08: Die bringen Menschen zusammen, also die vereinen Menschen unter dieser Geschichte.

00:03:13: und ein Geschichtchen eines Storys kann natürlich etwas völlig Belangloses banales sein heute erzählt morgen vergessen.

00:03:21: Und was wir jetzt so dringend brauchen, das sind eben mehr Narrative, also die großen Geschichten.

00:03:28: Die Zukunfts-Narrative, die Aufwindnarrative weil nicht nur in den Unternehmen... In der gesamten Wirtschaft und in der Politik, in der Gesellschaft.

00:03:37: Deutschland zählt im Moment eben zu den Ländern wo wir uns quasi selbst derzeit in den Abgrund reden.

00:03:44: andere Länder machen das nicht andere Kulturen machen das Nicht.

00:03:48: Also es gibt den Unterschied zwischen heißen und kalten Kulturens Und ich habe das Gefühl Wir werden gerade zu einer sehr Kalten Kultur.

00:03:56: Bevor wir jetzt in einer schlechten Narrative versinken, sage ich mal, würde ich gerne noch einmal wissen was macht denn aus einer Story?

00:04:06: oder wie wird aus einer story einen Narrativ?

00:04:08: Also bei einem Narrativ ist die große Bedeutung wichtig es ist der Rahmen der Wichtiges und das was eine Gemeinschaft zusammenhält.

00:04:19: Ich vergleiche das immer mit einem Gebäude.

00:04:21: Also das Narrativ ist das ganze Gebäude und die Stories, da sind vielleicht die einzelnen kleinen Zimmerchen, die das Gebäudet zusammenhalten.

00:04:29: Zu jedem Narrativ gehören auch einzelne Geschichten, die sich dann über das Narrativ zu einer Gesamterzählung verdichten.

00:04:37: Und der Begriff ist neutral!

00:04:39: Es gibt leider sehr viele Narrative eben auch derzeit in der Politik, in Ideologien, auch sehr viele falsche Fake-Narrative... Das Wichtige sind die Aufwindnarrative.

00:04:51: Das heißt, wenn wir jetzt Geschichte dazu sagen, die Erzählung soll positiv sein?

00:04:59: Die Geschichte der Erzählungen soll vor allem Dingen wahr sein also die gefägten Geschichten.

00:05:03: ich glaube das ist etwas was wir im Moment gar nicht brauchen können.

00:05:07: da geistert viel zuviel herum und deswegen ist auch alles so negativ drauf weil wir langsam Vertrauen verlieren in die Geschichten und in den Menschen die uns Geschichten erzählen.

00:05:19: Und deswegen ist es so wichtig, dass Unternehmen das Führungskräfte wahre Geschichten erzählen.

00:05:25: Positive konstruktive Geschichten aber im wahre Geschichte – das ist wichtig!

00:05:30: Du hast es gerade angesprochen ich habe dazu sogar eine Studie gerade rausgefunden und zwar von Stanford University aus dem Jahre zwanzig vierundzwanzig.

00:05:38: da wurden auf Social Media Geschichten untersucht oder Narrative News kam raus.

00:05:47: geschichten die besonders negativ klingen performen sogar viel viel besser.

00:05:51: jetzt ist meine frage wie kann ich denn mit meiner kleinen positiven story mit meinem positiven narrativ dagegen halten?

00:05:58: also das wichtige und das ist ein erscheinender punkt weil viel von dem was wir jetzt erleben was alles so runter zieht.

00:06:03: dass passiert in der tat in den sozialen netzwerken.

00:06:06: Wir haben im gehirn das ist natur das ist genetisch das ist ganz tief in uns verankert haben wir immer so zwei richtungen weg vorn Weg von allen Gefahren, weg von allem was uns an Leib und Leben geht.

00:06:18: Und hinzu zu mehr Glück, zu mehr Erfolg, zu einem schöneren Leben also zu einem guten Gefühl.

00:06:25: Und dieses Weg von ist wichtiger für die Menschen weil das könnte uns eben des Lebens kosten.

00:06:34: in den Medien kennt man das auch.

00:06:36: Die Medien sagen only bad news is good news.

00:06:38: so

00:06:39: Und

00:06:40: davon profitieren jetzt leider die sozialen Medien in einer Form, dass jeder der viele Follower und viele Likes haben möchte.

00:06:47: Dass der inzwischen gelernt hat wenn ich eine Unheilgeschichte erzähle vor allen Dingen wenn ich den als Aufmacher die erste Zeile klickt bei wenn ich das so erbringe als Unheils Geschichte als Drama als Drama Geschichte als ganz Negativ.

00:07:00: da schauen die Leute hin und dann fangen sie anders zu kommentieren.

00:07:03: Und im Moment wo die Leute das liken und kommentierend wird natürlich der Algorithmus wach und er sagt, das scheint die Menschen zu interessieren.

00:07:11: Diese Geschichte werde ich

00:07:12: verstärken.".

00:07:13: Also die Algorithmen sind Verstärker für schlechte Geschichten weil wir uns von diesen negativen Geschichten so angezogen fühlen.

00:07:20: So mein erste Rat ist was kann der Einzelne dagegen tun?

00:07:23: Viele einzelne gemeinsam schaffen viel müssen sich aber einig sein und in die richtige Richtung gehen.

00:07:29: Mein Rat an alle klickt keinen Mist.

00:07:31: Ja klick es nicht an schau es nicht ans scroll weiter wenn du sowas siehst Und vor allem den Kommentieren nicht.

00:07:38: Es gibt so viele Menschen, die kommentieren dann weil sie sagen ich muss das doch richtig stellen und dann fängt eine Diskussion an ja bei der andere verteidigt unter einer der bringt dann wieder seinen alten Kranter hier und so verstärkt sich eben diese negative Geschichte.

00:07:51: also klick keinen Mist und kommentier keinen miss.

00:07:54: lusty story wo die ist sodass der Algorithmus die gar nicht bemerkt.

00:07:58: Das wäre jetzt ein großer Rat in den sozialen Netzwerken.

00:08:02: Und gut, bei den Medien kann man nicht viel machen.

00:08:05: Man kann aber sich von den Medien fernhalten, die aus welchen Gründen auch immer aus Eigeninteresse negativ Geschichten erzählen.

00:08:14: Das ist vor allen Dingen die Boulevardpresse und man muss sich mit der Beschäftigung nicht mit Horror-Mediensendungen beschäftigen, die wir immer mehr im Fernsehen haben.

00:08:25: Ich kann wählen ob ich mich von Horrorgeschichten herunterziehen lasse oder ob ich gezielt und bewusst die Geschichten wähle, die Geschichte mir erzählen lasse.

00:08:36: Die mich aufbauen, die mir Zuversicht geben, die mich optimistisch machen und den positiven Blick in die Welt für mich ein bisschen

00:08:44: verstärken.".

00:08:46: Wir haben jetzt viel darüber gesprochen was Geschichten im Allgemeinen können, was nicht?

00:08:50: Und wir sind jetzt schon so halb dabei so ein bisschen auf diese persönliche Perspektive zu gehen.

00:08:57: deswegen Das ist auch gerade so meine Frage.

00:08:59: Wir haben jetzt viel darüber gesprochen, dass so kleine Geschichten große Narrative werden können.

00:09:05: Was bringt mir das als Einzelperson?

00:09:07: Als Einzel-Person wie gesagt wenn ich wir selber ständig negative Geschichten erzähle?

00:09:13: also wir sprechen auch von Selbsterzählungen und alles passiert in Form von Geschichten.

00:09:18: unser Hirn denkt in Geschichten.

00:09:20: Unser Hirn verwandelt alles was auf uns einströmt in eine Art Geschichte in ein Kino im Kopf, das sagen wir ja auch.

00:09:28: Wir träumen auch in Geschichten und ich kann mir jetzt überlegen, welches Selbsterzählung mache ich mir?

00:09:35: Jeder Mensch hat tausende von Geschichten im Laufe seines Lebens erlebt und die Frage ist jetzt welche Zehen suche ich aus, die ich mit zu meiner Signature Story, so könnte man es nennen zusammenbaue.

00:09:49: Welchen Eindruck möchte ich damit auf nach draußen zur Welt hin zeigen, welche Identität möchte ich mir geben?

00:09:57: Ja was ich sagen möchte ist es ist öfter als man denkt.

00:10:01: Manchmal sind das Schicksalsschläge und ein bisschen ist natürlich auch die Genetik mit dem Spiel auch mal mehr der positive oder negative ist.

00:10:08: aber sehr vieles ist eben auch selbst erzählt Und das Problem mit der Selbsterzählung ist wenn wir uns ein paar Mal selbst erzählt haben.

00:10:17: unser Gehirn fängt an zu glauben daran zu glauben.

00:10:22: Hirn glaubt unseren eigenen Geschichten, selbst wenn wir anfangen Lügengeschichten zu stricken und wir erzählen diese Lüge fünfmal oder zehn mal.

00:10:31: Wir glauben schließlich selbst daran weil unser Hirn quasi diese Geschichte plötzlich als Wahrheit erlebt und deswegen ist es so wichtig zu verstehen wir können unsere Geschichten umschreiben Und jeder, der aus welchen Gründen auch immer negativ drauf ist.

00:10:45: Weil er eben einfach das Gefühl hat wenn er seine Klagen und Jammern Geschichten erzählt dann hören ihm die Menschen zu Dann bekommt er Mitleid, dann bekommt er Aufmerksamkeit.

00:10:55: Das tut uns nicht gut.

00:10:57: Ja gut tun uns nur die Geschichten Die konstruktiv sind, die positiv sind.

00:11:01: Die machen uns stark und geben uns Kraft.

00:11:03: und geben wir uns Energie All das zu stemmen was wir heute und morgen wahrscheinlich noch viel mehr brauchen werden.

00:11:09: Du hast gerade einen Begriff genannt, den ich gerne noch einmal ein bisschen weiter erläutert bekommen möchte und zwar dem Begriff der Signature Story.

00:11:17: Hast du es glaube ich genannt?

00:11:19: Was steckt dahinter?

00:11:20: Also das ist die Geschichte über sich selber... die man ständig anderen Menschen erzählt.

00:11:28: Die Kurzfassung sozusagen des eigenen Lebens, welche Identität möchte ich haben?

00:11:33: Das ist eben auch eine Identität, die ich mir gebaut habe weil ich so in der Öffentlichkeit scheinen möchte.

00:11:41: und wie gesagt diese Signalsstory, die ist gebaut Und Ich kann sie umgestalten!

00:11:47: Ich kann Sie umschreiben.

00:11:48: wenn ich sage, die tut mir nicht gut, ich möchte ne andere bessere dann überlege ich mir neben den vielen Negativgeschichten, wo waren die Erfolgserlebnisse in meinem Leben.

00:11:57: Niemand hat immer nur schlechte Präsentationen gemacht, sag' ich jetzt mal als Beispiel aus dem Arbeitsleben.

00:12:02: Ja wenn ich aber vor der nächsten wichtigen Präsension... Präsensationen wie die drei vier Präszentationen ins Gedächtnisrufe, bei denen ich völlig gescheitert bin.

00:12:12: Dann werde ich so ja in diesem Scheitermodus werde ich vor Menschen treten.

00:12:17: und wenn ich im Scheittermodus also ich glaube ans Scheitern weil davor bin ich hier auch schon ein paar mal gescheitert dann werde ich mit meiner ganzen Stimme und Gestik und Mimik eine Scheiterperson repräsentieren.

00:12:31: und von einer Scheiter Person also eine Person die selber nicht an sein ihr Projekt glaubt der kaufe ich doch nichts ab.

00:12:38: Und das ist intuitiv, dass spüren die Menschen.

00:12:40: Wir haben Antennen dafür.

00:12:41: Meistens könnten wir gar nicht sagen was war es denn genau?

00:12:44: Wir haben so ein Gefühl.

00:12:46: Mein Gefühl hat mir gesagt er glaubt selber nicht so recht an die Geschichte.

00:12:49: und wenn der schon nicht gleich dran glaubt wieso sollten wir als Unternehmen der Sache folgen.

00:12:56: Also was ich sagen möchte, vieles ist eben abhängig von der Selbsterzählung.

00:13:02: Von der Signature Story also dieser Hauptgeschichte in Kurzfassung erzählt wie ich meine Arbeitswelt oder mein Leben oder meinen Sport oder meine Familie oder was auch immer gestaltet habe?

00:13:15: Ich merke jetzt schon bei mir im Interview.

00:13:17: Ich bin gerade in meiner Journalistenrolle.

00:13:20: Ich stelle skeptische Fragen.

00:13:23: Vielleicht merken aber manche Menschen gar nicht, dass sie vielleicht die ganze Zeit schwarz sehen.

00:13:30: Wie gehst du da mit deinen Coachings um?

00:13:33: Wie hältst du den Leuten den Spiegel vor?

00:13:36: Mein erstes Tool... mein Buch ist sehr praxisorientiert.

00:13:39: das hat insgesamt vierzig Tools.

00:13:41: also Werkzeuge ja wie kann ich eben zu diesen Narrativen für eine bessere Zukunft kommen?

00:13:48: Und der erste Teil meines Buchs, da geht es eben um die Persönlichkeit, die wir stärk machen wollen und müssen.

00:13:52: Denn nur mit starken Menschen kann ich als Unternehmen in die Zukunft und können wir als Land in die zukunft kommen.

00:13:58: Und das allererste Tool nenne ich Selbstrevision.

00:14:04: Das heißt Ich gehe einfach mal mit mir selber spazieren ein narrativer Spaziergang könnte man auch sagen Mit sich selbst und überlege mir einfach Mal welche Erzählungen Welchen T-Nur haben die Erzählungen, die ich der Welt biete?

00:14:22: Ist das mehr negativ oder ist das mehr positiv.

00:14:24: Ist das konstruktiv oder ist es destruktiv?

00:14:28: und Ich kann mir auch eine Strichliste machen ja wenn nicht mich noch immer.

00:14:31: Das ist am Anfang ist ein bisschen mühsam weil man hat Es ist ja eine Identität die man sich aufgebaut hat.

00:14:37: Ja und diese Schwierigkeit heute bei den Diskussionen ist es geht nicht mehr um Ansichten von Themen, sondern man greift sofort die Identität eines Menschen an der er eine bestimmte Ansicht hat und diese Ansicht verfestigt als seine Identität wahrnimmt.

00:14:55: Und deswegen erspürt ihr den Angriff nicht auf das Argument, sondern auch sich selber.

00:14:59: so.

00:15:00: manchmal ist es gar nicht so einfach.

00:15:02: Ja, der war halt auf die Spur zu kommen.

00:15:04: Da kann ich Strichliste machen.

00:15:05: einen Tag lang ja jede Minute halte ich mich an.

00:15:08: Ich kann sogar mein Handy stellen und fragt mich dann hast du jetzt gerade den letzten sechzig Sekunden oder in den letzten fünf Minuten?

00:15:15: hast Du jetzt mehr Positives oder Negatives gedacht?

00:15:17: Hast Du mir anscheitern gedacht oder mehr angelingend gedacht?

00:15:21: Hast du Positives konstruktives oder negatives destruktives erzählt?

00:15:25: Ich mache eine Strichliste.

00:15:27: Das Gleiche kann man im Unternehmen machen, weil also da sind mehrere Personen in einem Meeting und man merkt auf gar nicht.

00:15:32: Darauf gehen wir ja später noch mal ein.

00:15:34: deswegen würde ich das einmal kurz schnell skippen, weil ich habe die ganze Zeit noch diese Geschichte von dir du hast gerade die vorhin über Präsentation gesprochen dass eine Person gibt die haben vielleicht drei schlechte Präszentation gemacht aber machen dann eine Präsensation haben die ganzezeit nur diese Scheiterung im Kopf und auf einmal denken sie, okay jetzt scheitere ich auch bei dieser Präsentation.

00:16:03: Jetzt wäre meine Frage wie kommt ein Mensch denn da jetzt raus?

00:16:07: Also zunächst einmal sich dessen bewusst zu sein ja dass ich mir gerade die drei präsentationen dem am leben gescheitert sind vor Augen führe.

00:16:16: Wie viel konstruktive positiver habe ich den gehabt?

00:16:18: das waren vielleicht siebenhundneunzig Ja wo es gut gelaufen ist und für mehr dann diese gut gelaufenden Präsentationen vor Augen.

00:16:27: Das heißt, ich erlebe diese Geschichte wie diese Präsensionen die gut gelaufen sind, wie sie zum Erfolg wurden, wie die mir ein gutes Gefühl gaben wie ich Applaus bekommen habe, wie ich Anerkennung bekommen habe Wie ich das Projekt umsetzen konnte, wie sich das Projekt zum Erfolg gebracht habe.

00:16:43: Ich muss mir in dem Moment die Geschichten vor Augen führen wo es geklappt hat Und das eine ist Lampenfieber, also dass man bei einer Präsentation Lampenfieber hat.

00:16:54: Das ist klar!

00:16:56: Ja der eine oder ich bin ja überhaupt nicht als Speaker aufbühnen und ich bin Gott sei Dank nicht von Lampenspiebern betroffen.

00:17:02: Ich kenne das kaum.

00:17:04: Gott sei dank aber ich kenne es nie, denn die sind Top-Speaker und die haben trotzdem Lampenzieber ohne Ende.

00:17:09: Also man kann sogar gegen sein Lampencieber was tun.

00:17:13: Aber hier sprechen wir ja von mehr, von der inneren Einstellung.

00:17:17: Diese innere Einstellung wird sich manifestieren.

00:17:21: Stimme ist gleich Stimmung das heißt die Stimme wird schwächer.

00:17:24: ich spreche am Ende eines jeden Satzes mir mit einem Fragezeichen als eine Ausrufe zeichnen.

00:17:30: wenn ich mich selber frage wird die Präsentation was dann endet?

00:17:33: jeder Satz endet in so einer Art Fragezeichennodus und nicht in einen Zack Ausrufezeichen-Modus, ich kann das und ich glaube an mich.

00:17:41: Und das wird was?

00:17:42: Das ist ein ausrufe Zeichenmodus!

00:17:44: Und in dem muss ich jetzt beispielsweise bei einer Präsentation reinkommen.

00:17:47: wenn wir jetzt sehr konkret bei den Beispiel bleiben.

00:17:50: Dann wechsle ich jetzt mal bei dem Beispiel die Perspektive nämlich perspektive Führungskraft.

00:17:56: darüber schreibst du ja in deinem Buch auch.

00:17:58: Jetzt ist da meine Frage wie gehe ich denn als Führungskraft mit der Person um wo?

00:18:02: ich weiß die kann doch eigentlich Präsensionen machen.

00:18:06: Warum schafft sie es denn gerade nicht?

00:18:08: Also idealerweise macht man das natürlich schon im Vorfeld einer Präsentation.

00:18:12: Wenn ich aus Führungskraft weiß, diese Mitarbeiter neigt dazu aufgrund seiner Persönlichkeit sich nicht selbst als stark zu erleben und sich aufgrund dessen auch nicht als Stark zu repräsentieren dann würde ich das Gespräch im Vorfall suchen.

00:18:29: Ich würde in dem Vorfeld diese Person im Vorfalt ausbauen Und ihm die drei Geschichten erzählen, wo die Präsentation einfach super gelaufen ist.

00:18:38: Ja und über dieses... Ich bin nicht allein!

00:18:41: Meine Führungskraft steht mir bei im wahrsten Sinne des Wortes.

00:18:45: Die steht neben mir.

00:18:46: Die hat gerade zu mir gestellt um die aufzubauen.

00:18:49: auch das kann schon ganz schön viel selbstbewusst sein geben.

00:18:53: Und die zweite Geschichte ist sie in einem Meeting also wenn eine Präszentation in einem Meetings zum Beispiel stattfindet.

00:19:04: Wir neigen in Deutschland dazu, dass als erstes immer die Person das Wort ergreifen dürfen.

00:19:12: Das ist eine Routine sozusagen, die sich uns Unternehmen eingeschlichten hat.

00:19:16: Dass als Erstes die Personen das Wort ergreifen dürfen... Nachteiliges finden, also die ja aber Leute.

00:19:25: Das geht aber nicht.

00:19:26: Also, ninety Prozent der Geschichte würden funktionieren, aber sie suchen genau die ein zwei drei Geschichten oder Details heraus wo es eben nicht funktioniert und leider dürfen die das Wort ergreifen.

00:19:36: Und so was hat sich manchmal in Meetings in Gruppen manifestiert?

00:19:40: Und jetzt wäre die Führung Kraft gefragt.

00:19:43: Ja weil alles was wir brauchen man kann das institutionalisieren.

00:19:48: Ja, wenn wir es denn schon wissen, dass wir dazu neigen das als erstes der ja aber Mensch reden darf dann könnten wir im Meeting eine Regel erlassen.

00:19:56: Ich nenne das den Engelsadvokat und die Regel lautet Als Erstes spricht der Engels-Advokate also für etwas ist was in der Präsentation als positiv wahrgenommen hat Und der ergreift als Erster das Wort und diese Rolle Das Engelsadvocaten, die geht rein um.

00:20:15: Jeder macht das mal!

00:20:16: Auch die typischen Jaabersager kommen dran und müssen dann in dieser Rolle des Engels-Advocaten als Erstes wenn sie das Wort ergreifen also etwas finden was konstruktiv und positiv und umsetzbar war in der Präsentation.

00:20:30: Wenn es das noch nicht gibt, dann wäre die Führungskraft die Person die einspringt.

00:20:35: Und jetzt zwei Möglichkeiten.

00:20:36: Entweder sie sagt fast kurz zusammen und sagt als erstes, was sie sehr positiv erlebt hat oder sie bittet die Runde das mal herauszugreifen, was positiv war und konstruktiv war und machbar umsetzbar war in dieser Präsentation.

00:20:51: Das heißt, die Führungskraft steht der Person bei, stärkt den Rückengift auf wenn Gibt rückenwind und bringt damit die ganze Geschichte in eine positive Richtung.

00:21:01: Es deutet es ja schon so ein bisschen an, dass es im Unternehmen natürlich nicht einfacher sondern eher komplizierter ist als jetzt.

00:21:08: wenn ich das mit mir selbst aushandle weil ich habe neben mir wenn ich eine positive Einstellung habe, wenn ich gute Narrative für mich aufgebaut habe muss das bei den anderen Menschen nicht unbedingt der Fall sein und das kann ja oft kompliziert sein stelle ich mir zumindest so vor Was sind denn so die größten Unterschiede, wenn wir jetzt vom Menschen raus aufs Unternehmen gehen?

00:21:29: In

00:21:29: vielen Unternehmen hat sich das als Unternehmenskultur manifestiert.

00:21:32: Dass immer, wenn Menschen ein paar Leute zusammenstehen in der Raucherecke, in der Kaffeeküche oder im Kantinenmittag, dass ich so eingeschlichen habe, einen Klagen und Jammern über alles.

00:21:45: Und wenn ich jetzt die positive Person bin ... Die Einzige, ja dann kann ich das geschehen und das Gespräch auch wenden indem ich etwas Positives erzähle.

00:21:56: oder die Person, die gerade Wortführer ist, frage was war denn das Gute dass in dieser Situation gewesen ist?

00:22:02: Ist ja nie alles schlecht.

00:22:04: Also ich lenke sozusagen die Gesprächsgruppe auf das positive Konstruktive zu fokussieren.

00:22:11: So, wenn sich das jetzt eingeschlichen hat und ich bin als einzelne Person in dieser Gruppe nicht die stärkste, was drehen oder wenden kann.

00:22:21: Dann kann ich mich entscheiden wegzugehen und hoffe andere zu motivieren auch wegzugehn.

00:22:27: Das heißt die Person immer mit ihren Neger.

00:22:30: Geschichten da brillieren möchte.

00:22:32: Ja, wie tut ja ihre Jammerpaketchen eigentlich bei den anderen Abladen?

00:22:36: und die haben sie dann plötzlich als Rucksack, haben Sie die mit an Bord?

00:22:41: Also wenn so eine Person kein Auditorium mehr hat, keine Zuhörer mehr hat wird diese Person auch ganz schnell aufhören diese Negativgeschichten zu erzählen weil Menschen verstärken Verhalten für das die Aufmerksamkeit Anerkennung und Wertschätzung bekommen.

00:22:57: Und das kann ich selber nutzen.

00:22:59: Ich kann es als Führungskraft nutzen, also dieses Verstehen dieser Maxime und ich kann sie als Kollege- und Mitarbeiter jederzeit nutzend Menschen verstärken verhalten für dass die Aufmerksamkeit Anerkennung Wertschätzung bekommen.

00:23:13: Ich gebe keinerlei Wertschätzungen für eine negative Geschichte!

00:23:16: Ich gebe Anerkennen und Zuwendung über eine konstruktive positive Geschichte.

00:23:22: Was macht denn jetzt den Unterschied zwischen einer konstruktiv negativen oder negativ-negativen Geschichte?

00:23:29: Also, das ist ein wichtiger Punkt in der Tat hier eine Unterscheidung zu treffen.

00:23:33: Weil es ist natürlich nie alles schwarz und weiß, ja?

00:23:36: Sondern wir bewegen uns immer im Grauzonen, in unserer modernen Welt diese Entwederoder – das gibt es nicht mehr!

00:23:43: Vieles ist ein bisschen gut aber auch ein bisschen schlecht.

00:23:47: also wir sehen das auch wenn wir über Klima- und Umwelt sprechen.

00:23:50: Ja viele Maßnahmen sind gut, aber wenn ich mal genauer reingucke auch ein bißchen schlecht im Guten.

00:23:55: Das Entscheidende ist dass es hauptsächlich gut ist dass ich das negative was in der Maßnahme welche Art auch immer drinsteckt, dass sich das negative durchaus sehe.

00:24:07: Dass ich die Gefahr auch sehe, das Risiko auch sehe ja denn wir wollen ja keinen blinden Optimismus pflegen.

00:24:15: Ich spreche immer vom wachsamen Optimismus.

00:24:18: Der wachsame Optimist sieht durchaus die Gefahren des Neulands und er sieht durchaus da gibt es Risiken Da gibt es wilde Tiere im Dschungel und da warten die Räuber in den Dschungen.

00:24:29: Das sieht er durchaus, aber der sieht hauptsächlich die Chancen.

00:24:32: Der wartet sich gegen die Risiken.

00:24:35: Manches muss ja auch akzeptieren, dass es mühsamer ist als auf einem bestellten Feld unterwegs zu sein.

00:24:41: Er sieht aber vor allen Dingen diese riesigen Chancens, die sich im Neuland ergeben.

00:24:45: Es ist der Fokus auf das Positive im Sehen auch wo gegebenenfalls Gefahren

00:24:51: lauern.".

00:24:52: Ich find's ganz spannend, weil im Buch hast du ja auch geschrieben dass du in Workshops gerne als Allererstes das komplette Gegenteil tust.

00:25:01: Du fragst nach dem Negativen im Raum, nach den sogenannten Elefanten.

00:25:04: warum tust du das?

00:25:05: Ja das ist ein spezieller Workshop also das mache ich nicht immer Sondern da braucht den Auftrag, das ist dieser Elephant in the room.

00:25:15: Ich glaube das ist ein Begriff, den kennen inzwischen alle.

00:25:18: Das ist dieses Riesendickefette-Tabu-Thema über das im Unternehmen niemand spricht.

00:25:26: der wahre Grund weshalb nicht zwar rangeht, weshalb es überall Hindernisse gibt.

00:25:30: Weshalb an jeder Ecke die Bremser stehen Strukturen, Prozesse, Machtierachien.

00:25:37: Es gibt ganz viele Gründe weshalb ein Unternehmen sich nicht weiter bewegt und jeder im Unternehmen weiß es und keiner spricht das an.

00:25:46: Das heißt wir alle sehen den dicken Elefanten aber keiner sagt da steht dieser dicke Elefant vor der Tür in unsere Zukunft und denen müssen wir wegkriegen damit die Türe aufgeht.

00:25:56: so und es gibt Unternehmen da gibt's lauter Tabus.

00:25:59: Ja, den Unternehmen in denen wir nicht offensprechend dürfen.

00:26:02: In denen überall wo Macht ist.

00:26:04: Also überall wo macht.

00:26:04: die Rechien sind an oben und unten Und das ist in fast allen klassischen Unternehmens so.

00:26:10: Oldschool-Unternehmen.

00:26:11: Ist das so?

00:26:12: In größeren Unternehmen ist es sowieso so.

00:26:14: In allen Unternehmen die diese typische Organigramme haben Oben thront einsam der Chef darunter in Kästchen eingesperrt Die brave Gefolgsmannschaft.

00:26:25: Das ist eine Widerspiegelung von Machthierarchie.

00:26:27: Und in diesen Hierarchien haben die Mitarbeiter Angst, alles offen anzusprechen.

00:26:34: Da sagt der Mitarbeiter das sage ich so lieber nicht!

00:26:39: Ich bin ja nicht blöd.

00:26:41: Nächsten Monat ist Jahresgespräch oder Gehaltsgespräche oder Karrieregesprache und wenn ich jetzt meinen Chef da aus irgendeinem Grund sauer mache auf mich weil ich was offen angesprochen habe, was ihn da volle Dreizeiten erwischt dann ist das vielleicht unangenehm für mich.

00:26:58: Das heißt, die Mitarbeiter in nicht offenen Unternehmenskulturen sprechen das nicht an und sammeln sich diese ganzen Tambutthemen an.

00:27:04: Da gibt es also Berge davor!

00:27:07: Und da muss natürlich die Geschäftsleitung bereit sein endlich mehr davon zu erfahren.

00:27:15: welche Elefanten haben wir im Raum?

00:27:17: Die dicke Blockaden machen, die Hindernisse und die uns davon abhalten, diesen Sprung in die Zukunft zu schaffen.

00:27:25: Nur wenn eine Geschäftsleitung oder Führungspersonen bereit sind wirklich bereit sind dazu die volle ganze Wahrheit mal zu hören dann macht es Sinn über einen solchen Elefanten im Raum zu sprechen Und ich mache das so Wenn ich so ein Workshop dann mache.

00:27:41: als erstes stelle ich die Sicherheitsfrage.

00:27:44: Psychologisches.

00:27:45: Sicherheit ist, glaube ich in jeder Unternehmenskultur im Zwischen bekannt als Konstrukt natürlich bekannt.

00:27:52: Ob es wirklich psychologische Sicherheit gibt oder ob nur so getan wird als ob das sind nochmal zwei verschiedene Themen.

00:28:00: also Ich mache eine Skala auf dieser Skala von null bis zehn.

00:28:07: Wie sehr hast du das Gefühl dass wir hier in diesem Workshop jetzt die volle ganze pure harte Wahrheit offentisch legen dürfen.

00:28:20: Ja, null würde bedeuten ich habe nultes Gefühl oder kleine Zahlen, acht, neun, zehn würde heißen.

00:28:27: also die Menschen jetzt hier in dem Workshop haben ja die Erlaubnis bekommen offen zu reden und diese Person die jetzt hier gefragt wird wie will das auch tun?

00:28:36: Und das klingt wenn ich es jetzt so theoretisch sage dass klingt oft ganz leicht.

00:28:43: Es ist unglaublich schwer.

00:28:44: Ich hatte einen solchen Workshop, die einzige Person, die die volle pure Wahrheit gesagt hat in diesem Workshop – das war die Person, wie ich schon gekündigt habe!

00:28:57: Die ist für die ganze Kollegenschaft, die da war, die sich hätte über dieses Thema mal ehrlich austauschen wollen….

00:29:05: Ist sie durchs Feuer gegangen?

00:29:08: Weil die hatte nichts mehr zu befürchten... Und ich bin hinterher.

00:29:12: Die war fix und fertig, ne?

00:29:13: Weil die emotional so getroffen hat.

00:29:16: Die ist auf die Toilette gegangen, die ist fast zusammengebrochen... ...und ich bin hintereinander zu ihr gegangen und habe ihr gedacht dass sie die einzige in dem Raum war, die wirklich die volle ganze turbe Wahrheit mal offentisch gelegt hat.

00:29:31: Jetzt hat man einen dicken Elefant im Raum.

00:29:34: der ist dann Wie du schon sagst, ist wahrscheinlich auch sehr emotional belastend.

00:29:38: Wie gehst du dann mit diesem Elefanten um und wie können Unternehmen denn damit dann umgehen?

00:29:43: Also ich würde es wenn ich ein Unternehmer bin oder ein Unternehmär bin also oder Manager bin das sind jetzt mal die Menschen Ich würde es gar nicht so weit kommen lassen.

00:29:53: Weil viel vorher gibt es Prozesse und Tools Die im Grunde die volle Wahrheit schon Erzeichen bringen können.

00:30:02: ja Und das ist Story Listening Wenn ich eine Führungskraft bin, die in Interesse daran hat ja nicht immer nur Fassadenshow zu erleben etwas vorgegaukelt zu bekommen sondern die ein Interesse hat an die wahren Gründeursachen Verhindernisse und Blockaden heranzukommen wenn ich diese Führungskraft bin dann mache ich walking and listening around.

00:30:27: Wir kennen Walking & Talking Around das heißt der Mensch geht rum und begrüßt mal alle und bringt seine Botschaft unter die Leute.

00:30:37: Ja, das heißt Chef spricht!

00:30:38: Chef soll hauptsächlich zuhören weil nur wenn er offen ist und wenn er zuhört und diese Bereitschaft zum Zuhören auch zeigt, offen zeigt und wirklich von Herzen auch zeigt dann neigen Mitarbeiter zumindest am Anfang die sich mal was trauen dazu auch mal so einen Punkt anzusprechen.

00:30:56: Das ist ja noch nicht der dicke Elefant, dass es aber auf dem Weichen dicker Elefants zu wäre.

00:31:00: bis noch eine kleine Baustelle noch keine große Und deswegen listening around.

00:31:04: Ja, der fragt wie geht's heute?

00:31:07: Gibt es irgendetwas bei euch?

00:31:08: blockiert im Moment das es weitergeht dass die Kunden glücklich sind ja wo blockiere ich vielleicht?

00:31:13: was kann ich helfen um alle Hindernisse wegzuräumen?

00:31:16: also eine gute Führungskraft in Lieder bis heute die Person die die Hindernissen wegräumt dass die Mitarbeiter losstirmen und ihr bestes geben können.

00:31:25: und das kriegt er nur raus indem er nach den Hindernisen akut fragt Weil die Mitarbeiter trauen sich oft nicht, lieber nicht.

00:31:33: Und wenn er aktiv danach fragt und bekommt Hindernisse benannt dann muss er um authentisch zu sein eben auch dafür sorgen dass die Hindernis jetzt aus der Welt geschafft werden.

00:31:44: weil wenn die Mitarbeiter jetzt erleben sie haben sich mal aufgemacht und haben wirklich was Konkretes angesprochen und es ändert sich nichts Jetzt verliert die Führungskraft sämtliches Vertrauen.

00:31:53: Ja, die wollte nur mal hören.

00:31:54: Welcher Mitarbeiter ist denn vielleicht ein bisschen illoial?

00:31:58: Da passieren wirklich die gruseligsten Dinge, die toxischsten Dinge in den Unternehmen.

00:32:05: Man wollte nunmal wissen welcher Mitarbeiter in Zweifel auch was Negatives gegen die Firma sagt.

00:32:10: Der Mitarbeiter wollte sein Bestes geben und wollte der Firma zeigen wo Hindernisse sind, wo man es besser machen kann.

00:32:16: aber aus dem Führungsrhein wird das als Gegenstoß sozusagen erleben.

00:32:20: also ich würde viel eher anfangen nach diesen Hindernissen und Blockaden zu suchen.

00:32:26: Und da gibt es verschiedene Arten von Workshops, wie man dem auf die Spur kommen kann.

00:32:31: Da gibt es Erzählwerkstätten in der Erzählergstadt.

00:32:35: Darum nenne ich das so gerne Werkstatt, da wird nicht nur aufgezeigt was man alles besser machen könnte sollte müsste sondern die Mitarbeiter haben ja auch Ideen.

00:32:45: also wenn Lösungskonstruktiv-Lösung orientiert ist er zeigt ja nicht nur mit dem Finger auf Alles Was Schlecht Ist Sondern Der hat sich Gedanken gemacht wie Man Es Besser Machen Kann.

00:32:53: und In der Werkstab werden Jetzt schon diese Ideen operativ Ja besprochen Und An angepackt wie man die Dinge besser macht, weil nicht alles muss über die Führungskraft laufen sondern viel kann auch operatives aus der Mitte des Unternehmens heraus schon passieren.

00:33:09: Deswegen Erzählwerkstatt.

00:33:11: und dann gibt es noch ein drittes Tool.

00:33:13: wenn man das Gefühl hat die Mitarbeiter intern machen sie nicht so auf.

00:33:18: Dann gibt es externe Story Listener.

00:33:20: Das sind also Profis.

00:33:21: ja die sind Ausgebildet Die haben bestimmte Frager Techniken drauf die können auch Menschen psychologisch auffangen Wenn es sehr emotional werden sollte, die sind ausgebildet dafür und dieses Deulissner kann man dann ins Unternehmen holen.

00:33:37: Dann wird eine Vertraulichkeitserklärung unterschrieben unter diesen Bedingungen der absoluten psychologischen Sicherheit weil der Mensch anonym bleibt.

00:33:46: Der Name kommt nicht ins Spiel kommen wenn die Geschichten erzählt.

00:33:50: warum weshalb wieso?

00:33:51: Und diese Geschichte oder Akkubulierte Geschichte?

00:33:56: meistens ist es so, dass drei oder vier oder fünf oder zehn Geschichten, man fragt zehn Mitarbeiter zu einem bestimmten Aspekt der Unternehmenskultur und zehn erzählendes Gleiche.

00:34:05: Das ist nicht repräsentativ macht aber nichts weil in zehn von zehn Leuten das gleiche erzählen, da weiß man hier hat man eine riesen Baustelle und wenn wir jetzt nicht langsam anfangen wird das ein dicker fetter Elefant.

00:34:15: Und diese Menschen gehen dann zur Führungskraft und erzählen ohne Namen ins Spiel zu bringen von dieser Thematik über die Probleme von diesen Hindernissen.

00:34:24: also bevor wir den Elefanten im Raum Workshop machen, gibt es viele Möglichkeiten das im Kleinen aufzufangen damit gar nichts großes wird.

00:34:34: Jetzt haben wir ganz viel über negative Geschichten beseitigen geredet.

00:34:38: ich würde jetzt gerne nochmal über positive Geschichten erzählen machen weil wie können kann ich denn jetzt als Führungskraft eine positive Geschichte erzählen die vielleicht Menschen begeistert die vielleicht auch Leute noch mal motiviert und irgendwie Damit wir wissen, wofür wir den ganzen Bums hier eigentlich machen.

00:34:57: Und das ist nämlich eine ganz, ganz wichtige Botschaft an alle Führungskräfte.

00:35:02: Führungskräfte also neigen dazu.

00:35:05: wie gesagt Wir haben zwei Richtungen weg von weil Angst, Weil Gefahr hinzu weil schönes Leben bessere Unternehmensergebnisse was auch immer.

00:35:14: Fährungskröfte neigen da zu Menschen Angst zu machen im Unternehmen die sagen wenn nicht passiert etwas Fürchterliches und deswegen solltest du spuren.

00:35:23: Und deswegen solltest du den, was da ansteht folgen.

00:35:26: Also die führen über Druck, über Angst und überschwecken.

00:35:30: Das ist die schlechteste Art von Führung.

00:35:33: Die funktioniert natürlich bei dem Mitarbeiter.

00:35:35: jetzt einfach Spuren.

00:35:36: also das sagt die Führungskraft geht doch nicht brauchlos bisschen drohen.

00:35:40: Dann spurt der Mitarbeiter.

00:35:42: Der spurte nur zehn Minuten, weil er sich furchtbar geängstigt hat und jetzt die Führungskraft nicht ganz gegen sich aufwiegeln will.

00:35:48: Deswegen sportet er den Sport nicht.

00:35:50: Weil er jetzt plötzlich erkennt, dass das wo die Föhrungskraft hinwählt, dass es eine gute Sache ist.

00:35:55: So!

00:35:56: Das ist die erste Geschichte sondern wir führen über Sinn.

00:36:00: D.h.,

00:36:01: daß die Maßnahme, die ich vorschlage, ergibt einen Sinn.

00:36:06: Und jetzt ist die Frage welcher Sinn?

00:36:09: der nächste Fehler in den Führungskräfte oft machen ist.

00:36:13: Das ist ein Sinn, der demotiviert aber nicht die Mitarbeitenden und dieser Sinn ist ein Finanzergebnis.

00:36:20: Das heißt das Unternehmen soll jetzt maximalen Profitmachen bestimmtes Umsatz plus erreichen was auch immer.

00:36:26: es sind Finanzergebnisse Zahlen Kennzahlen die für das Unternehmen wichtig sind.

00:36:32: kein Mitarbeiter rentlos wegen Finanzzahlen die fürs Unternehmen wichtig sind.

00:36:39: Ein Mitarbeiter rennt los, wenn ein Anliegen da ist das ihn mit Sinn erfüllt weswegen er sich anstrengen sollte wollte, da entsteht plötzlich das wollen dieses Ziel zu erreichen oder Teil dieser Geschichte dieser Maßnahme zu sein um ein großes heyeres Unternehmensziel zu erreichen.

00:37:00: also Mitarbeiter rennen nicht für Zahlen die Rennen für Anliege Und das muss eine Führungskraft verstehen, weil dieses Anlegen – das erzähle ich jetzt in Form einer Geschichte.

00:37:13: Die Führungskraft tendiert aber dazu ersten zu drohen und zahlen Datenfakten zu nennen.

00:37:18: Das sind zwei Dinge die letztlich niemals auf Dauer erfolgsversprechend

00:37:24: sind.".

00:37:25: Wie kennt denn dann so eine positive Geschichte aussehen?

00:37:30: Also so eine sinngebende Geschichte!

00:37:32: Eine sinngebende Geschichte, die hat natürlich immer damit zu tun.

00:37:35: Darüber ist sich ja in jeder Mitarbeiter auch klar, dass das Unternehmen erfolgreich sein muss.

00:37:42: Auch was die Kennzahlen, was die Finanzzahlen betrifft, erfolgreich sein müssen.

00:37:46: Das weiß ja jeder Mitarbeiter!

00:37:48: Dass am Schluss und am Strich eben die Zahlen nicht rot sondern schwarz sind sollen.

00:37:53: Da ist er sich dessen natürlich bewusst.

00:37:56: aber Sinn und Zweck... hat ein Anliegen, wenn das Unternehmen etwas Positives nicht nur für sich selbst und für die Anteilseigner macht sondern auch für die Menschen.

00:38:09: Und?

00:38:09: Für den Planeten!

00:38:10: Also für die Gesellschaft, für die Gemeinschaft, die Menschen und für den Planetten.

00:38:15: Ja und wir nennen das ja Purpose.

00:38:17: und dieser Purpose also dieser Daseinzinn des Unternehmens der ist eben dreigeteilt da geht es... Da geht es nicht um Maximalkofit Der spielt eine Rolle etwa ein Drittel Weil wir müssen ja auch das Gute, dass wir in die Welt bringen wollen, finanzieren.

00:38:31: Ein Drittel ist Profit und das zweite Drittel is People.

00:38:35: wie gehen wir mit den Menschen also den Mitarbeitern, den Kollegen im Unternehmen um?

00:38:40: Wie gehen wir auch mit unseren Kunden um?

00:38:41: Wir gehen hier auch mit unserem Partnern um!

00:38:43: Ist es menschlich oder anständig?

00:38:45: Ist es moralisch?

00:38:47: Das wollen wir sehen.

00:38:48: Und das dritte ist – wie gehen we mit dem Planeten

00:38:50: um?!

00:38:51: zerstören, helfen wir als Unternehmen oder tragen wir dazu bei dass der Planet zerstört wird?

00:38:56: Oder bauen wir auf.

00:38:57: Ja und den Mitarbeiter würde die über diesen Triple.

00:39:01: man nennt das Triple Purpose Profit People Planet.

00:39:05: dafür würden die Mitarbeiter gehen nicht für reine Finanzzahlen.

00:39:09: Vielen vielen Dank dass du heute dabei warst.

00:39:12: Wir sind schon leider am Ende der Folge

00:39:15: angekommen.

00:39:16: Das ist eine gute Frage, ich hätte gerne noch ein bisschen ... Ja gut.

00:39:19: Okay!

00:39:21: Ich bedanke mich ganz herzlich bei dir und verabschiede mich bei unseren Zuhörerinnen- und Zuschauerinnen und wünsche euch noch einen schönen Tag bis dann.

00:39:30: Tschüss!

00:39:30: Und in der nächsten Woche?

00:39:32: da schauen wir uns Lenovo an zum Thema KI und Diversität.

00:39:37: Wie sieht es da eigentlich im Unternehmen aus und was wollen Sie in Zukunft erreichen?

00:39:42: Darüber spreche ich dann mit Oliver Wuzel.

00:39:44: Er ist General Manager in Deutschland, Österreich und Executive Director bei Lenovo!

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