Digitale Souveränität: „Wir stehen am Kipppunkt“
Shownotes
„Wir müssen jetzt daran arbeiten, dass wir uns aus diesen Abhängigkeiten, die schon entstanden sind, […] lösen“, sagt Claudia Alsdorf, Geschäftsführerin Business Development bei Schwarz Digits. Im Podcast spricht sie darüber, was sie für Schwarz Digits plant, was Digitale Souveränität für sie bedeutet und ob und wie die Zusammenarbeit mit den USA weitergehen könnte. Der Podcast wurde live auf dem Käpsele Innovation Festival 2026 in Freiburg aufgenommen. Moderiert wird die Episode von Host Stella-Sophie Wojtczak.
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Transkript anzeigen
00:00:05: TDRN Arbeit in Progress.
00:00:08: Inspirierende Köpfe und frische Perspektiven für die Arbeitswelt!
00:00:13: Schön, dass ihr wieder eingeschaltet habt zu einer neuen Folge von TDRN Arbeit in Progress.
00:00:18: Wir werden uns heute einem Thema widmen was sehr groß ist und zwar der Zukunft Europas!
00:00:24: Und wenn ihr jetzt beim Zuhören denkt oh da trifft sie große Worte?
00:00:27: Ja aber ich denke es ist angemessen.
00:00:29: wir sprechen nämlich um digitale Souveränität die glaube ich sehr sehr wichtig ist.
00:00:33: Ah ja Jaff hatte es vorhin gesagt hier auf der Bühne beim Capsule Innovation Festival im Freiburg das vielleicht auch unsere freiheitlich demokratische Grund genau an so etwas hängen kann.
00:00:45: Und deshalb ist es wichtig, dass wir hier auch im Podcast drüber sprechen falls der Ton anders klingt als normalerweise.
00:00:51: das hat einen Grund.
00:00:52: wie gesagt Wir machen hier ein Live-Podcast am sechzehnten Juli in Freiburg und neben mir sitzt und das freut mich sehr live und in Farbe Claudia Alsdorf.
00:01:02: sie isst Geschäftsführerin Business Development bei Schwarzdigits.
00:01:06: Hallo Claudia schön dass du heute bei uns bist.
00:01:08: hallo Stella vielen Dank für die gute Einführung und auch viel das Housekeeping.
00:01:13: Sehr gut!
00:01:14: Das freut mich, wenn du dich gut abgeholt gefühlt hast, dass schon gesagt ich bin Stella Sophie Wolczak, Host von T-Drehen Arbeit in ProQuest Und wir wollen über digitale Souveränität sprechen.
00:01:24: Du warst vorher zum Beispiel bevor du bei schwarz digits warst unter anderem beim Microsoft Bei SAP hattest verschiedene Bereiche Warst auch bei Stackit unter anderem auch bei Schwarz-Didgets angeordnet.
00:01:35: Also sehr, sehr spannende Wieter und du verantwortest ja einen wirklich sehr zentralen Zukunftsbereich auch bei schwarz-didgets denn ihr wollt hier auch neue Kunden gewinnen über den schwarzen Konzern hinaus.
00:01:46: da werden wir vielleicht auch darüber sprechen.
00:01:48: aber ich habe jetzt erst mal zum einstieg ein kleines Zitat von dir mitgebracht.
00:01:52: okay ich hab natürlich recherchiert und habe gesehen bei LinkedIn haste unter anderen geschrieben Du sei es davon überzeugt dass die leistungsfähigen Technologien bewusst entwickelt werden Und zwar mit einem klaren Verständnis dafür, was sie für die Menschen leisten sollen und nicht, was ihnen antun.
00:02:08: Und vor dem Hintergrund – mit Blick auf digitale Souveränität!
00:02:12: Ja bei Schwarz-Ditschitz….
00:02:13: Was müsst ihr denn hier in Europa tun?
00:02:16: Naja das ist tatsächlich ein weites Feld und ich bin, wie du schon angedeutet hast, relativ lange in diesem ganzen Bereich Technologie und Softwareentwicklung.
00:02:24: Nicht nur in Deutschland sondern auch international tätig.
00:02:28: Ich habe damit angefangen... Da gab es doch keine Cloudtechnologie.
00:02:31: Das war Mitte Ende der Neunzigerjahre in Berlin.
00:02:35: Und das ist vielleicht ganz interessant zu sehen und auch mal ein Stück weit historisch zu verfolgen, um zu verstehen warum sind wir eigentlich heute dort wo wir heute sind?
00:02:44: Mitte Ende der neunziger Jahre, ihr wisst es alles die hier sitzen wurde sozusagen das Internet erfunden.
00:02:50: Es wurde nicht erfunden sondern es hat sich entwickelt.
00:02:53: Es kamen da erste Internetbrowser auf den Markt.
00:02:56: Es gab Menschen wirklich dieselbe Wondere wie Tim Berners-Lee und wir hatten damals alle eine Vision.
00:03:03: Und diese Vision war wirklich die Technologien zu nutzen um sag ich mal das Zusammenleben, den Informationszugriff besser zu machen, komplexe Probleme zu lösen.
00:03:16: Wir haben damals auch gerade so im Bereich von Dreideekomputer-Grafik die damals aufgekommen ist und Virtual Reality kam damals auf, General Lanier werden auch einige kennen, die ja den Datenhandschuhe damals erfunden hat.
00:03:28: Wir hatten dieses Aufbruchgefühl schon wegen Wow hier ist was da!
00:03:34: Und das können wir zur Lösung all unserer Probleme nutzen.
00:03:38: Das war Mitte Ende der neunziger Jahre.
00:03:39: Die Mauer war gefallen, Bill Clinton war der amerikanische Präsident.
00:03:44: Es war alles.
00:03:44: ich will nicht sagen Friede Freude Eierkuchen aber es war so eine unfassbare Aufrufstimmung.
00:03:50: Wenn ich mir das heute anschaue jetzt mehr als ja quasi dreißig jahre später stehen wir in einem ganz anderen Punkt.
00:03:57: Wir haben nämlich festgestellt dass Technologie sich sage ich mal for the social good, das was Tim Berners-Lee eigentlich mal machen wollte.
00:04:06: Sondern sich mittlerweile monopolisiert in den Händen von einigen global operierenden Techunternehmen befindet und daraus resultieren jede Menge Probleme.
00:04:15: um jetzt den Schwenk zu machen.
00:04:17: zur schwarz digits.
00:04:18: diese Probleme haben wir tatsächlich auch erkannt.
00:04:21: Wir haben also gemerkt wenn wie als Unternehmen und alle die die spazgruppe nicht kennen dass es Lidl Kaufland für zero wir operieren mit hundert fünfzig Millionen Kundendaten Wenn wir keine funktionierende Technologieinfrastruktur haben, auf die wir uns verlassen können und das ist das Wichtigste, die wir unter unserer vollen Kontrolle haben.
00:04:42: Dann können wir nicht das erwirtschaften, nicht das produzieren und die Sicherheit auch für unsere Kunden sicherstellen, die Wir eigentlich quasi sage ich mal Aufgabe der Schwarzgruppe tatsächlich auch haben.
00:04:55: Und das ist das, was wir uns zum Ziel gesetzt haben.
00:04:57: Das wollen wir erreichen Technologien zu entwickeln inklusive Cloud die eben in der vollen Kontrolle der europäischen Juristikion sind und wir damit auch die volle Transferenz haben.
00:05:08: Es war jetzt eine lange Antwort auf deine Frage aber man muss es faktisch in einen historischen Kontext stellen.
00:05:14: Du hast es schon ein bisschen angerissen Aber ganz kurz zusammengefasst Was ist für dich konkret digitale Souveränität?
00:05:20: Was bedeutet das?
00:05:21: Bedeutet dass wir immer eine Wahl haben?
00:05:25: Das hier immer vom im Grunde genommen, ja wir sagen sehr gerne bei Schwarz-Dittitz.
00:05:29: Ich will das gar nicht eins zu eins wiederholen aber man muss die Wahl haben um von Verhandlungstisch aufstehen zu können und dass der andere das auch weiß?
00:05:38: Das bedeutet nicht schwarz oder weiß!
00:05:40: Das bedeutet auch nicht eine ideologische Verteufelung von amerikanischer Technologie aber es bedeutet Handlungsfreiheit.
00:05:47: Dazu kommen wir später noch mal, was auch dahinter steckt wie vielleicht eine faire Zusammenarbeit der Zukunft aussehen kann.
00:05:53: Aber ihr habt es ja auch bei Schwarz-Ditzschutz so gelöst dass er durchaus trotzdem noch mit Google zusammen arbeitet und zwar mit einer sehr speziellen Lösung.
00:06:01: holen uns da doch einmal noch kurz ab weil jetzt könnte man direkt sagen Wie kann denn das digital souverän sein?
00:06:06: Google ist einer dieser US Tech Riesen über die wir gerade sprechen wo's nicht digital souversän ist.
00:06:14: Das ist eine schöne Frage, eine komplexe Frage.
00:06:16: Auch diese lässt sich auch nicht so einfach beantworten aber das ist genau der Dreh- und Angelpunkt.
00:06:22: die Schwarzgruppe mit sechshunderttausend Mitarbeitern weltweit ist einer der größten Microsoft Kunden gewesen.
00:06:30: wir waren dann auch sag ich mal leidtragende der plötzlichen Preiserhöhungen.
00:06:34: Und dass es für eine Gruppe die quasi ihre Margen bei der vierten Nachkommastelle nach den Null beim Joghurt erwirtschaftet sind elf Prozent preiserhöhrung heftig und nicht wirklich abbildbar.
00:06:46: Und das war der Punkt, wo eine Microsoft gesagt hat wir wollen dort... Wir lassen uns nicht drauf ein Kiewit oder Leavitt.
00:06:53: und dann haben wir natürlich Alternativen gesucht die wir möglichst schnell auch realisieren können und da sind wir auf eine Google gestoßen die eben Verhandlungsspielraum gezeigt hat und wir sind so verblieben und das ist eben das was ich meine.
00:07:08: Digitale Souveränität ist nie das eine oder das andere, sondern es ist immer in einem Verhandlungsbereich, im Verhandlungsaum, dass wir gesagt haben ja, wir nutzen es.
00:07:19: Aber wir stellen auch sicher, dass im Falle von einem Eingreifen unter dem Cloud-Act US Cloud Act ein sogenannter Kilswitch wie der International Gerichtshof erfahren hat den Den Haag, dass sie immer in der Lage sind, die volle Kontrolle über unsere Daten zu haben Und das ist eine Lösung, die wir gemeinsam mit Google entwickelt haben.
00:07:39: Wir haben die volle Kontrolle über unsere Daten, wir spiegeln sozusagen unsere Daten ,die wir produzieren, mit denen wir arbeiten.
00:07:47: Immer auf unserer Stackit, auf der souveränen Stack-It Cloud.
00:07:50: sollte also etwas passieren, haben wir immer einen Plan B und auch das ist digitale Souveränität, also Handlungsfreiheit und immer einen plan b haben.
00:07:59: Jetzt gibt es ja auch in dem ganzen Kontext eben den Begriff des Souveränitätswaschings, dass man zum Beispiel Anbieter hat wie Amazon Rep Services die ihre Server nach Europa holen und sagen hier sie sind in Europa.
00:08:10: Aber als US-Firma kann ich ja darauf dann trotzdem theoretisch durch die Gesetzgebung zugreifen.
00:08:15: ist das ja bei euch so habe ich in der Recherche gelesen, dass durch dieses Konzept was ihr gerade beschrieben habt auch die Daten abgesichert sind.
00:08:21: Das heißt Google kann nicht zugreifend aber generell wie stehst du zu diesem Begriff?
00:08:28: Kontext von Server allein in Europa ist noch nicht souverän.
00:08:34: Das kann leicht passieren und das wird auch sehr gerne als Marketing, sage ich mal These instrumentalisiert weil man nicht unterscheidet zwischen wo stehen die Datenzentren?
00:08:45: Und wo werden die Daten verarbeitet?
00:08:48: Die Datenverarbeitung gerade bei den amerikanischen Unternehmen muss.
00:08:54: zwangsläufig geht die immer über ein Teich.
00:08:57: Und wenn es nur Telemetrie-Daten sind, wenn das nur Maintenance-Supportdaten sind ... Es gehen immer Daten über den Teich und es kann immer sozusagen aufgrund des US Cloud Act dazu kommen dass aus welchen Gründen auch immer über die man heutzutage nur spekulieren kann ist dann zu einem Abschalten eben genau dazukommt.
00:09:16: Deswegen ist das immer so eine Gradwanderung.
00:09:18: Ja Wenn die Datenzentren hier in Europa sind Ist das schon mal ein guter Anfang Aber niemand von diesen Unternehmen kann verhindern, dass die Datenverarbeitung dann doch nicht in Europa stattfindet.
00:09:31: Jetzt haben wir schon Eingangs mit großen Fragen gestartet und viel zu den anderen geguckt aber wir wollen ja auch noch ganz konkret auf Schwarz-Dütze gucken.
00:09:38: deswegen beschreib uns doch gerade mal wo habt ihr eigentlich beim Thema digitale Souveränität vielleicht gerade ein Projekt was für dich auch gerade spannend ist?
00:09:46: Wo ihr aber auch Grenzen seht wo er sagt hey da werden wir eigentlich gerne weiter Aber irgendwie kommen wir gerade nicht weiter.
00:09:52: Ja, schöne Frage!
00:09:54: Einer der größten Bereiche mit denen wir auch gestartet sind, das liegt quasi auf der Hand ist der sogenannte Public Sector also die gesamte öffentliche Verwaltung und da erzähle ich hier nichts Neues.
00:10:04: Deutschland liegt was die Digitalisierung angeht wirklich weit hinten dran und hat damit mittlerweile sich ein Wettbewerbsnachteil in Anführungsstrichen erarbeitet den wir sehr schnell auffohlen müssen.
00:10:17: Und gerade in diesem Bereich Publiksektor haben wir mit der Initierung eines Digitalisierungsministeriums durchaus Fortschritte gemacht.
00:10:26: Es gibt mittlerweile ein klares Verkenntnis und auch das ist ganz wichtig, ein klares Bekenntnis sowohl der deutschen Regierung wie auch der EU dass man als sogenannte Ankerkunde wirklich bereit ist nur noch oder zum großen Teil souveräne Technologie-Lösung einzukaufen.
00:10:44: Und damit hat man schon eine ganze Menge erreicht und das ist natürlich etwas, was wir gerade in den letzten zwölf Monaten massiv gesehen haben.
00:10:52: es gibt unfassbar viele Rahmenverträge über die jetzt souveränne Cloud Leistungen in der öffentlichen Verwaltung bezogen werden können und das ein riesiger Fortschritt.
00:11:00: Na ja, aber da müsste man jetzt Eis sein.
00:11:01: Da kannst du dich ja zurücklehnen!
00:11:03: Da muss doch das Geschäft brummen oder?
00:11:05: Ja, ja ein.
00:11:07: Auch da liegt wieder der Teufel im Detail.
00:11:10: Wenn man sich ein bisschen mit Cloud-Technologien auskennt dann weiß man cloud an sich ist ja noch keine Anwendung.
00:11:16: Das ist hier Infrastruktur.
00:11:17: Also man hat Infrastruktur, dann hat man sage ich mal Plattform da oben drauf und dann erst kommen die sogenannten Anwendungen.
00:11:25: das kann der SAP sein, das kann ein ServiceNow sein, dass kann eine KI-Anwendung sein.
00:11:30: whatever Kommunen, die Länder in Deutschland können eigentlich mit so einer reinen Cloud-Plattform Umgebung erstmal gar nichts anfangen.
00:11:41: Aber genau das wird im Augenblick ausgeschrieben.
00:11:43: Das heißt man lässt sie ein Stück weit allein Im Prozess dieser digitalen Transformation weil Sie brauchen eigentlich gebündelte Anwendungen Die jetzt unabhängig von der Cloud Plattform direkt einsetzbar sind.
00:11:55: und das ist ein Problem was wir da derzeit noch haben Weil keine kommunale Verwaltung ist in der Lage auf eine Cloud jetzt einfach irgendeine Anwendung zu implementieren.
00:12:06: Aber ist das dann nicht genau für euch auch ein Zukunftsbereich, auch für dich da Anwendungen mitzugeben und zu schützen?
00:12:12: Ja daran arbeiten wir.
00:12:13: deswegen haben wir eben auch ein sehr großes Partner Netzwerk geschnürt mittlerweile unter anderem auch mit einer SAP oder einer ServiceNow oder im Bereich Cyber Security damit wir eben dass sozusagen aus einer Hand als digitales Ökosystem als souveränes digitales Ecosystem tatsächlich anbieten können.
00:12:30: Aber gib uns doch mal einen Einblick.
00:12:32: Was siehst du denn gerade bei Unternehmen, also bei potentiellen Kunden vielleicht?
00:12:36: Mit welchen Fragen kommen die zu dir?
00:12:37: wo sagen Sie hey wir würden ja gerne aber das fehlt uns noch abgesehen jetzt von dem was Du schon beschrieben hast mit der Software.
00:12:43: Ja das kommt immer drauf an ich glaube viele.
00:12:47: Also man muss wirklich unterscheiden zwischen sogenannten öffentlichen Einrichtungen inklusive dem Gesundheitswesen also hoch regulierten Industrien und sage ich mal den normalen Nicht normal, aber Enterprise Commercial.
00:12:59: Also die Automobilindustrie, die Manufacturing-Industrie
00:13:05: usw.,
00:13:06: haben unterschiedliche Anforderungen.
00:13:08: im Publiksektor ist es so dass sich in der Regel um hochsensible Daten handelt.
00:13:12: das sind entweder Patientendaten Das sind Daten von Bürgerinnen und Bürgern das sind Gewerbeanmeldung Kindergeld.
00:13:19: also es sind wirklich hochsensible Daten.
00:13:22: da ist Es so dass sie in der regel noch gar nicht in der Cloud sind.
00:13:26: Das heißt, da haben wir die Transformation von dem Desktop-Rechner oder den Servern unten im Keller hin in die Cloud.
00:13:34: Was ein Riesenschritt ist!
00:13:36: In der Privatindustrie habe ich ja schon alles in der Cloud und meistens sind es die angestammten Hyperscaler, die sich dort schon positioniert haben weil sie eben auch schon lange im Markt sind.
00:13:49: Da ist die Frage eher welcher meiner Daten sind so kritisch?
00:13:54: dass sich sie quasi noch in einer souveränen Cloud unterbringen möchte.
00:13:59: Also da geht es in Richtung mehr in sogenannte Multi-Cloud-Strategien, ich verteile meine Daten auf unterschiedliche Cloudplattformen weil ich dadurch aus Unternehmen quasi so eine Art Risikominder also Verteilung erwirtschaften kann und damit eben auch eine Überlebensfähigkeit meines Unternehmenssicherstellers.
00:14:16: Und das sind so die Herausforderungen, die sagen ich mal die CTO's bis hoch zu den CEO's mittlerweile haben.
00:14:23: denn eins ist klar digitale Transformation ist kein nice to have mehr sondern das findet jetzt Eingang in die Regulatur rick und es massiver Bestandteil sage ich mal der sogenannten Risikoabschätzung geworden.
00:14:37: Lass uns doch einmal bei der ersten Gruppe bleiben.
00:14:40: Das ist ja gerade schön beschrieben, da steht der Desktop-BC vielleicht im ersten Geschoss.
00:14:43: Wir haben vielleicht auch noch unten im Keller das Papierarchiv und dann kommt ihr und sagt wir haben eine ganz tolle Cloud-Lösung.
00:14:52: also wo setzt ihr da an?
00:14:53: Habt ihr dann Berater die ihr in Unternehmen schickt?
00:14:56: wie viel müsst ihr vielleicht auch erklären von eurer digitalen Dienstleistung für die Kundengruppe?
00:15:02: Ja man muss sehr viel erklären und ja wir machen das niemals alleine.
00:15:06: Ich habe die bestehenden Rahmenverträge schon erwähnt.
00:15:09: Es gibt zum Beispiel einen Rahmenvertrag der Wett über die Genossenschaft der IT-Länder Landesrechenzentren gemacht, der nennt sich GAF Digital und darüber sind Länder in der Lage eben diese Cloudleistung zu beziehen.
00:15:23: dann gibt es entsprechende Beraterunternehmen die diese Länder mit an die Hand nehmen oder die Kommunen und sagen das und dass würden wir euch empfehlen auf dieser oder jener Cloud-Umgebung und diese Anwendung kann euer Problem lösen.
00:15:38: Alleine geht das nie, das ist immer mit den entsprechenden Beraterhäusern.
00:15:43: Hast du vielleicht noch ein Beispiel für uns mitgebracht?
00:15:46: Wie dauert eigentlich so einen Umzug aus?
00:15:48: Es gibt ja manchmal diese Beispielzahlen wenn ich jetzt zum Beispiel auf eine digitale souveräne Cloud wechseln möchte wie viel Zeit kostet das Was muss ich da einplanen, etc.
00:16:00: Vielleicht hast du dein Beispielcase dabei?
00:16:03: Kundennamen darf ich in der Regel nicht nennen.
00:16:07: Ich kann einen Beispiel nennen.
00:16:08: Da geht es um einen IT-Dienstleister für Krankenkassen.
00:16:12: Die sind ja an der Regel Nicht jede Krankenkasse hat eine eigene IT Sondern die werden auch gebündelt In IT.
00:16:19: Dienstleistungszentren nenne ich sie mal Und die haben sehr klar gesagt Wir wollen eigentlich künstliche Intelligenz Optimierung und Automatisierung von Prozessen einführen.
00:16:31: Und die Daten, die wir dafür benötigen wollen, wir tatsächlich nicht in einer Public Cloud haben also von angestammten Hyper Scalern sondern die sind für uns so hoch sensibel da weil es sich auch im Patienten-Daten handelt dass wir sie sozusagen auf die Souveränes Decke Cloud bringen und das machen wir jetzt seit ungefähr acht neun Monaten sehr erfolgreich.
00:16:51: am Ende des Tages steht da die Vision einer ja sage ich mal Ich finde ich sagen vollständig digitalisierten Krankenkrassen, aber möglichst viele Prozesse sowohl für die Ärzte also für die Leistungserbringer im Gesundheitswesen wie auch für die Patienten und Patientinnen zu ermöglichen dass sie quasi mit Hilfe von bestimmten Interfaces sehr schnell ihre Leistungen abrufen können.
00:17:15: Das ist ein schönes Beispiel dafür.
00:17:16: da geht es wirklich in der Kombination mit KI.
00:17:20: Bevor wir gleich noch mal über deine Visionen auch für Schwarz-Didgets und das Vorankommen sprechen, noch eine andere Frage.
00:17:26: Gibt es vielleicht auch gerade eine Branche die für dich gerade spannend ist?
00:17:30: Wo du sagst hey genau an die wollen wir auch rankommen?
00:17:33: Die sind irgendwie beim Thema digitale Souveränitäten und nicht so dabei in Deutschland?
00:17:39: Im Grunde genommen betrifft es jede Branche.
00:17:42: Es ist natürlich die sogenannten hochregulierten Industrien sind für uns besonders interessant, eben weil da quasi ich will nicht sagen die müssen unbedingt zu uns kommen.
00:17:57: Aber die regulatorik und die Compliance zieht an also im Banken- und Versicherungswesen beispielsweise das Antigeldwäschegeschäft Optimierung auch von Prozessen hier Dora Nies II Also all diese Dinge die betreffen natürlich alle vor allem in die hoch regulierten Industrien Und die kommen dann automatisch eigentlich zu souveränen Cloud-Anbietern und das ist für uns natürlich, wo wir sehr viel lernen.
00:18:24: Also wie können wir möglichst effizient, möglichst schnell ihnen helfen, die wichtigen Daten von der einen Cloud in die andere zu migrieren?
00:18:33: Das ist das ganze Thema der Wechselfähigkeit ein ganz wichtiger Punkt.
00:18:37: Die Frage hatte ich dir eben auch nicht beantwortet.
00:18:39: Fällt mir gerade ein Wie sieht so'n Prozess aus.
00:18:42: Der erste Prozess ist einfach mal zu analysieren, welche Daten sollen in eine souveräne Cloud-Umgebung und kriege ich die wirklich aus der jetzigen Cloud Umgebung raus.
00:18:51: Und das ist das Stichwort der sogenannten Wechselfähigkeit.
00:18:55: Eine Anforderung, die gerade in der öffentlichen Verwaltung immer wieder genannt wird – wenn nicht einmal einmal Daten in die Cloud gebracht haben möchte ich auch jederzeit in der Lage sein diese dort auch wieder rauszuholen!
00:19:07: In den meisten Fällen.
00:19:08: bislang können sie das nicht Oder Sie können das nur mit sehr viel, sage ich mal.
00:19:13: Mit einem unglaublich hohen monetären Investment.
00:19:16: Können sie es denn bei euch?
00:19:17: Bei uns können sie es ja und kosten.
00:19:20: Ich
00:19:20: möchte jetzt auch nochmal auf ein bisschen auf die Konkurrenz gucken.
00:19:23: vorhin saß bei einem Panel zum Beispiel Joe Kayser hiermit auf der Bühne, der gesagt hat Ja Zukunften bei KI Modellen haben wir eigentlich schon da ist vorbei Aber gerade bei den Plattform-Lösungen laut mal schauen.
00:19:36: Ich fand das Klang noch nicht so ganz optimistisch und da habe ich jetzt an unseren Talk hier auf der Bühne gedacht und dachte, was sagst du eigentlich dazu?
00:19:43: Wenn du so oft die Konkurrenz in Europa guckst... Wie ist es?
00:19:46: Ist das grad ein harter Wettbewerb in Europa?
00:19:49: Ist es so dass ihr vielleicht sehr hinter Google Microsoft noch hinterher rennt?
00:19:54: Was ist deine ehrliche Einschätzung?
00:19:56: Also zwei Aspekte wieder.
00:20:01: Das eine ist die Konkurrenz gegenüber den nicht-europäischen Hyperscalern.
00:20:06: Die sind groß, die sind gesetzt und hatten über zehn Jahre lang Zeit an ihrem Produkt zu feilen.
00:20:11: Und das haben sie weiß Gott getan!
00:20:14: Ich war lange bei Microsoft, ich weiß ganz genau welcher Aufwand dahinter steht... ...und wie viel Vorlaufzeit die haben und wie polischt dieses Produkt mittlerweile ist.
00:20:25: Das lassen Sie sich aber auch wirklich bezahlen?
00:20:27: Und können wir da mithalten hinsichtlich von jeder Funktionalität, hinterhinsichtlich jeder Fiete und Funktion?
00:20:34: Nein sicherlich nicht.
00:20:35: Die Frage ist aber braucht man wirklich alles was einem dort angeboten wird?
00:20:40: und das würde ich tatsächlich hinterfragen.
00:20:44: Insofern sage ich, ja die Konkurrenz ist da aber das Momentum gerade in Europa weil man eben festgestellt hat.
00:20:50: Die haben quasi siebzig Prozent des europäischen Cloudmarktes.
00:20:54: Das muss man sich überlegen wird eben von drei Marktführern die nicht europäisch sind kontrolliert.
00:21:00: damit kontrollieren Sie unsere komplette digitale Infrastruktur.
00:21:03: in Europa können wir so nicht zulassen und da beginnten, umdenken sowohl in der privatwirtschaftlichen Ecke wie auch natürlich im Bereich des Public Sector.
00:21:16: Und da haben wir eine gute Chance.
00:21:18: aber – jetzt kommt der zweite Punkt – es entwickeln sich natürlich mehr und mehr innereuropäische sogenannte souveräne Cloud-Anbieter.
00:21:26: Das ist für uns fast viel schwieriger weil ich würde mal sagen im Augenblick haben wir ein Zeitfenster wahrscheinlich von zwölf bis vierundfanzig Monaten wo sich im Augenblick diese Marktanteile sondieren, genau in diesem Bereich der souveränen Cloud-Anbieter.
00:21:41: Und der Wettbewerbs ist durchaus hart!
00:21:46: Du sagst es ist schwieriger.
00:21:47: aber eigentlich für das Thema digitale Souveränität?
00:21:49: Das ist doch besser weil dann habe ich mehr Wahlmöglichkeiten.
00:21:52: und Eingangs meintest du auch
00:21:53: man muss immer
00:21:54: wählen.
00:21:54: Für den Markt ist es perfekt, aber für
00:21:55: den Markt und für den Kunden ist es wunderbar.
00:21:57: je mehr Wahl Möglichkeiten er hat wie gesagt.
00:21:59: Wahlmöglichkeit ist das A&O desto besser.
00:22:02: für uns persönlich war der Schwarz digits wird es natürlich schwieriger, je mehr souveräne Cloud-Ambiente auch mit auf den Markt kommen.
00:22:09: Das lass uns doch jetzt mal genau zu dem Punkt kommen.
00:22:11: wie geht er damit um?
00:22:12: Du hast gesagt es gibt bestimmte Sachen die muss eine Cloudlösung abbilden können.
00:22:16: probiert er da eben quasi genau den sweet spot zu treffen zwischen?
00:22:21: das brauchen wir nicht aber wir haben trotzdem mehr als die anderen.
00:22:23: also wie geht der auch mit dieser inner europäischen Konkurrenz um?
00:22:29: Ich glaube, das ist an der Stelle gar keine Frage der Funktionalitäten sondern eine Frage des Reifekrads.
00:22:36: Weil viele dieser neuen es gibt ja auch die sogenannten Neocloud Broker sag ich mal man muss sich immer messen lassen an der Stabilität und der Reife des Produktes Und da geht es weniger darum dass wir sagen Wir haben jetzt genau dieses Feature aber besser als ihr sondern es geht eigentlich eher darum zu sagen, lieber Kunde wenn du dich für uns entscheidest dann tust du das weil du weißt die Stack-It läuft gut sie läuft stabil.
00:23:04: Es ist transparent.
00:23:05: wir haben keine Kosten wenn wir die Daten wieder rausholen.
00:23:08: Wir haben keine kosten wenn wir sie drauf spielen.
00:23:10: Das sind so Dinge die in der Diskussion extrem wichtig sind und dass is wirklich ein Vertrauensfaktor.
00:23:15: plus der Punkt Und das ist einzigartig auch für mich Die ich nun seit Jahrzehnten in diesem Technologiebran in Sektor bin.
00:23:22: Ich bin zum ersten Mal bei einem Anbieter, der nicht der See aus der Technologiebranche kommt.
00:23:29: Also das ist eben keine SAP oder keine T-Systems slash Telekom sondern das ist ein Retailer einen Einzelhändler mittlerweile der größte in Europa und der fettgrößte der Welt Und kritische Infrastruktur für die Lebensmittelversorgung in Deutschland mit Lidl.
00:23:48: Das heißt wir sind unser eigener kritister Kunde.
00:23:51: und dass es ein irrsinniger sage ich mal Eine irrsinnige Anforderung, dass wir eben Lidl, Kaufland und ReZero zufrieden stellen müssen.
00:23:59: Das muss funktionieren!
00:24:00: Da haben ja gar keine Wahl.
00:24:02: Und das ist tatsächlich etwas was die Kunden dann auch überzeugt.
00:24:04: Die sagen nachher wenn es bei LIDL funktioniert... ...und sie sind bestimmt nicht einfach im Umgang.
00:24:10: Dann vertrauen wir mal drauf, dass es bei uns auch funktioniert.
00:24:14: Die sind bestimmt nicht einfach im Umgang.
00:24:16: Da sehe ich ja das berühmte Interviewfenster, aber das passt heute nicht.
00:24:19: so wie so Lidl nicht einfach ist im Umgang?
00:24:23: Naja weil Lidli unfassbarer Herausforderungen hat!
00:24:26: Also ich gebe mal ein Beispiel und da kommt auch wieder dieser souveränen Ethetsgedanke der Schwarzgruppe zum Tragen Anfang Januar... Ich wohne in Berliner Südwesten.
00:24:36: Jeder weiß es gab diesen, es war minus zehn, minus fünfzehn Grad.
00:24:39: Es gab den Stromausfall Es gibt bei mir um die Ecke und ich war davon betroffen.
00:24:44: Die ganzen Straßenzügen waren betroffen, es war wirklich erschütternd für mich persönlich auch.
00:24:50: Der erste noch vor dem Seniorenheim an der Ecke, der erste, der sofort wieder lauffähig war, war der kleine Lidl bei mir in der Ecken.
00:24:59: Warum?
00:25:00: Weil er genau weiß wenn wir über Infrastruktur reden dann meinen wir nicht nur die digitale Infrastruktur sondern auch die physische Infrastruktur.
00:25:08: Das heißt war kritischer Infrastruktur-Leister dazu verdammt immer zu funktionieren.
00:25:15: Das sind die Kassensysteme, das sind die Küllregale, das ist die Logistik und alles ist darauf ausgerichtet dass das immer reibungslos funktioniert.
00:25:24: da standen also kam aus Heilbronn die Stromgeneratoren Die Kassensysteme haben nach wie vor funktioniert.
00:25:34: Es hat alles funktioniert und das ist was Lidl so besonders macht, wo man von außen denkt wow was für ein komplexes Riesending!
00:25:43: Wie hält man das eigentlich am laufenden?
00:25:44: aber es funktioniert?
00:25:45: Das heißt wir leben und atmen bei dieser Schwarzgruppe das Thema der Souveränität und dass ist ganz wichtig.
00:25:51: und ich möchte hier auch sagen wenn wir über digitale Souveranität sprechen das ist wichtig aber wir müssen sie immer im Zusammenhang mit der physischen Realität denken Und dann, daraus ergeben sich auch die Handlungsstränge.
00:26:04: Was muss man wirklich tun?
00:26:06: Damit unsere analoge Realität und unser Leben, quasi unser physisches Leben auch morgen noch sichergestellt ist!
00:26:15: Große Frage und auf die gucken wir jetzt auch noch mal beim Thema Realität, weil das hier selbst auch gesagt du warst vorhin bei Microsoft.
00:26:21: Du hast auch stacket was du auch beschäftigt bevor du dann eben jetzt in deine Rolle als Geschäftsführerin für den Bereich Business Development bei der schwarz digits gewachsen bist.
00:26:30: deswegen Was ich da spannend finde ist wie stehst du eigentlich zu diesem Thema Zusammenarbeit zwischen USA Europa?
00:26:38: Glaubst du in Zukunft, kann das noch weiterhin funktionieren oder muss sich Europa mehr im Technologiebereich abkapseln?
00:26:46: Ich glaube, Abkapsel ist immer eine schlechte Idee.
00:26:51: Globale Kooperationen – das ist ja quasi der Kern einer funktionierenden, sicheren und vertrauenswürdigen Globalisierung.
00:26:59: Ich glaube die Globalisierung an sich lässt sich nicht mit zurückdrehen.
00:27:03: Es gab man in den achtziger Jahren getriggert damals durch den Bericht des Club of Rome.
00:27:10: Da gab sie diesen Begriff Local, also global denken aber lokal handeln und ich glaube das war damals schon sehr weise gedacht Wir haben es leider ein Stück weit vergessen Und diese lokale Selbstbestimmtheit und gleichzeitig das globale mitzudenken Das ist glaube ich das was uns in Zukunft Extrem am Herzen liegen sollte, damit wir eben die unterschiedlichen Probleme auch bewältigen können.
00:27:37: Wir werden die Klimakrise nicht verwältigen wenn wir sie nur in Deutschland vorantreiben.
00:27:40: also die Kooperation müssen stattfinden und ich hoffe sehr dass sich das wieder verbessert und dass wir im Grunde genommen eine gemeinsame globale Vision irgendwann mal hinkriegen.
00:27:51: und das schließt natürlich auch den Umgang mit Technologie ein.
00:27:55: Aber lasst uns dabei bleiben.
00:27:56: Ich glaube so als Schwarzgruppe, ihr hattet da natürlich, würde ich mal sagen auch eine Verhandlungsposition, das ist gerade angeschrieben angesprochen Da gibt es einfach viele Unternehmen, viele Filialen die dranhängen.
00:28:07: Wahrscheinlich hättet ihr dadurch dann auch die Möglichkeit eben mit Google diesen Sonderweg zu gehen Also wahrscheinlich eine möglichst faire Verhandlungen sozusagen führen.
00:28:15: aber das kann ja nicht jedes Unternehmen.
00:28:16: deswegen aus deiner Sicht was braucht es denn für so eine faire Zusammenarbeit
00:28:22: Wenn wir jetzt mal wieder auf die Technologie gucken, ein klares Bekenntnis sage ich mal der EU und der nationalen Regierung zu sagen dass wir eben Technologie oder digitale Souveränität nicht als sage ich Mal Compliance Issue verstehen sondern als Wettbewerbsvorteil.
00:28:40: Und diese Art und Weise zu denken hat sich zum Teil durchgesetzt aus Grund von Angst.
00:28:52: Also, ich gebe gerade die prominenten Beispiele... Die Schweizerische Armee hat sich gerade entschieden Microsoft M.M.A.S.O.B.E.
00:29:01: abzuschaffen und auf eine Souverän-Lösung zu gehen.
00:29:03: Es gab ganz viele andere Beispiele wo einfach gemerkt wurde das führt uns in einer Sackgasse und da müssen wir jetzt raus.
00:29:11: Und dann müssen wir in der Regel auch schnell raus!
00:29:14: Das ist immer meines Erachtens der falsche Weg.
00:29:17: Also wenn man aus Angst reagiert oder wenn der Leidensruck groß genug ist, dann denkt man nicht mehr wirklich strategisch.
00:29:23: Und das würde ich mir wünschen von einer EU und von unserer deutschen Regierung oder überhaupt von allen europäischen Regierungen eigentlich von allen globalen Regierenden, dass man ein Stück weit vorausschauend agiert, Risiken einschätzt und entsprechend reagiert beziehungsweise handelt.
00:29:39: Das ist etwas von dem ich glaube, das funktioniert nur über globale Zusammenarbeit.
00:29:45: Und wie gesagt, deswegen das totale Abschotten von Amerika wäre da sicherlich der falsche Weg.
00:29:52: Lass uns doch dann direkt bei dir bleiben, weil das ist ja auch was, was du in deiner Rolle machen musst.
00:29:55: Du müsst ja strategisch langfristig planen.
00:29:58: Du hast eben gesagt, von Angst getrieben sollte man nicht handeln?
00:30:02: Was ist dein Antrieb?
00:30:09: Das, was ich eben auch schon gesagt hatte, gehen wir noch mal sehr konkret.
00:30:13: Ich würde einem Kunden niemals raten wenn er schon funktionierende Systeme in der Cloud hat die sie jetzt komplett sozusagen auf die Stecke zu bringen.
00:30:22: Kostet unfassbar viel Geld, generiert Instabilität sowohl auf der IT-Seite wie auch im Unternehmen selber die man unter Umständen nur sehr schwer handeln kann, sondern würde immer sagen macht euch eine Roadmap für die nächsten eins bis drei drei bis fünf bis zu zehn Jahren.
00:30:41: wo wollt ihr in zehn jahren stehen und zwar wirklich abhängig von dem was ihr als Unternehmen erreichen wollt.
00:30:47: Als Organisation nicht was die IT Abteilung will.
00:30:50: Die will in der Regel nie irgendwas ändern das weiß man aus verständlichen Gründen.
00:30:55: aber quasi auf der Unternehmensebene ganz oben muss entschieden werden, da wollen wir in zehn Jahren stehen und daraus leite ich dann meine Strategie ab.
00:31:04: Und daraus legte ich dann vor allen Dingen auch meinen Umgang mit Technologien
00:31:07: ab.".
00:31:08: Jetzt hast du mir schon eine Frage vorweggenommen, indem du mich gesagt hast was Unternehmen machen müssen für die Zukunft.
00:31:14: Aber ich will ja auch wissen, was ist denn dein Meilensteinplan?
00:31:17: Was sind deine nächsten fünf Jahre für deinen Bereich?
00:31:20: Ja das sind natürlich für dich persönlich aber im geschäftlichen Umfeld.
00:31:24: Im geschäftlichem Umfeld da sehe ich ne ganz klare sage mal Entwicklung dass wir uns also Cloud-Entwicklung ist.
00:31:33: jetzt ich will nicht sagen Commodity.
00:31:35: Also wie gesagt, es gibt immer noch Bereiche die noch sehr im Bereich on-prem sind.
00:31:39: Aber dieser Cloud-Markt entwickelt sich der wird auch wahnsinnige Wachstummerkte nach wie vor vorfinden.
00:31:47: das wird aber nicht das Ende sein.
00:31:48: wir müssen uns darauf einstellen und dass ist wichtig Services-Plattformen sehen werden.
00:31:57: Die werden wachsen, im Augenblick geht man davon aus dass die sich in hundertzwanzig bis hundertsechzig Prozent pro Jahr wachsen werden wenn auch noch niemand so richtig genau weiß wo.
00:32:07: und das ist etwas was ich natürlich auch für eine schwarze Stitches sehe dass wir das souverän unabhängig sage ich mal mit begleiten und mit entwickeln.
00:32:16: das heißt am ende möchte ich natürlich der souveräne hyperscaler europas werden.
00:32:23: mit der schwarze titiz oder das wollen wir bei der schwarz-titz ist unsere vision und das schließt eben sehr genau mit ein dass man eben dieses ganze thema k i als plattform jetzt schon mitdenkt und jetzt anfängt auch mitzubauen.
00:32:36: ein sehr großes ziel.
00:32:38: lass uns doch vielleicht noch mal so gern abschluss des podcast auf deinen nächsten zwölf monate gucken.
00:32:43: was was für maßnahmen habt ihr?
00:32:44: da kannst du uns vielleicht schon sagen okay Folgendes Software, Weiterentwicklung haben wir geplant für die nächsten Monate.
00:32:51: Das wollen die Kunden unbedingt haben.
00:32:53: Gib uns einen Ausblick!
00:32:54: Naja ich hatte ja zu Beginn darauf hingewiesen... Wir haben hier nicht nur die Cloud, wir haben hier ein gesamtes Ökosystem.
00:33:00: Das heißt ihr gucken uns Themen an wie den Arbeitsplatz?
00:33:04: Dein Thema Wie sieht eigentlich der Arbeitsplatz der Zukunft aus?
00:33:08: Übrigens ein Thema, was mich auch immer schon begleitet hat.
00:33:10: Wie kann man sehr individuelle an die persönlichen Bedürfnisse des Angestellten und der öffentlichen Verwaltung, wie kann man Arbeitsplätze so gestalten dass sie möglichst optimiert arbeiten können mit Hilfe von Technologien?
00:33:26: Und da gucken wir uns nicht nur in Google Workspace an sondern wir haben eben auch Kooperation mit anderen Partnern wie zum Beispiel Open Desk.
00:33:33: eben dieser souveräne Arbeitsplatz und das wollen wir natürlich sukzessive in der Breite weiter ausrollen sozusagen als Gesamtpaket, souveränne Cloud Platform auf der einen und hoch individualisierte an den Bedürfnissen der Mitarbeiter orientierter Arbeitsplätze auf der anderen Seite.
00:33:49: Dann haben wir das Thema der KI-Anwendung in den unterschiedlichsten Industrien Und jeder Industrie hat auch unterschiedliche Bedürfnisse.
00:33:57: Da werden wir natürlich versuchen, sage ich mal sichere Industriedatenräume zu schaffen und hier eben mit Hilfe von KI auch einen möglichst großen Mehrwert rauszuziehen.
00:34:08: Ich sag nur ein Beispiel, ich habe in meiner Zeit als Microsoft die NHS betreut.
00:34:12: Die hatten damals das Wort während der Covid-Zeit, was natürlich der Accelerator war für die Hyperscaler zu der damaligen Zeit.
00:34:20: Die haben sich damals entschlossen wirklich Patientendaten im großen Maße zu bündeln.
00:34:24: Das Projekt heißt FOSSATE AI leider auf einer falschen Plattform nämlich dann noch der AWS.
00:34:32: Millionen von Patientendaten zur Vorhersage von Krebs oder anderen Krankheiten genutzt.
00:34:38: Und das funktioniert sehr, sehr gut sozusagen in einem abgesicherten Datenraum.
00:34:42: und das ist die Vision, die ich für Deutschland auch habe dass wir quasi industrie- spezifische abgesicherte Datenräume haben.
00:34:49: Wir sprechen oft über den European Health Data Space da kenne ich mich jetzt gerade mal witzigerweise besonders gut aus.
00:34:55: aber es gibt natürlich auch den Datenraum für die öffentliche Verwaltung wo man gesichert transparent Daten anonymisiert so austauschen kann, dass man daraus wiederum ein Mehrwert generiert.
00:35:08: Das hoffe ich, dass wir das in den nächsten zwölf bis achtzehn Monaten hinkriegen.
00:35:12: Ein Thema was sich kurz vor Schluss nicht unterschlagen möchte ist, du hast es auch angesprochen.
00:35:16: Vorhin ganz kurz Klima Die Auswirkungen von dem, allen was wir gerade besprochen haben.
00:35:21: Die Cloud klingt ja immer so abstrakt.
00:35:24: Es ist auch mal so schön bebildert mit irgendwas was da im Himmel rumschwebt.
00:35:28: Aber im Endeffekt muss irgendwo ein Server auf den Boden stehen und das kostet natürlich Energie, das kostete Ressourcen.
00:35:34: Wie schaust du auf das Thema?
00:35:35: Und wie probiert er da auch möglichst Ressources schon?
00:35:37: hoffentlich zu agieren für die Zukunft?
00:35:39: Das ist jetzt ein riesen Thema.
00:35:42: Muss man wirklich sagen... Eigentlich, ganz ehrlicherweise muss man sich damit auseinandersetzen.
00:35:48: Da gibt es mehrere Möglichkeiten.
00:35:50: Das eine ist, man versucht dezentral Dinge aufzubauen, dass man nicht diese, sage ich mal, ganz großen Datenzentren so wie sie gerade in den USA geplant werden und wo sich ja wirklich auch schon die Gegenbewegung entwickelt.
00:36:04: Beispiel New York wird jetzt gerade pausiert, New Jersey, Texas Die Sachen sind hier grade sehr stark in der Presse.
00:36:10: und zum anderen Innovationen im Bereich.
00:36:14: wie gehe ich eigentlich mit dem Energieverbrauch um?
00:36:17: Wie gehe ich mit der Kühlung um?
00:36:18: Muss sich wirklich auf der freien Wiese quasi was ganz Neues hinstellen oder kann ich nicht bestehende Infrastrukturen schon nutzen, also statt Greenfield eben Brownfield.
00:36:32: Mit Einbeziehung der Wärmeversorgung der Bevölkerung im Umkreis und da gibt es die unterschiedlichen Spielarten Hier ein Schmal reinstecken, dass man da innovativer wird um genau eben diese Probleme die ja absehbar sind nicht zu groß werden zu lassen weil das wäre dann für die Adaption dieser Technologie natürlich nicht
00:36:55: gut.
00:36:56: Jetzt habt ihr natürlich mit dem Projekt in Lübbenau ich glaube das ist was die Chips angeht auch das meiste was gerade so in Deutschland verbaut wird baut er auch etwas sehr sehr großes so als schwarz digits ist es dann quasi.
00:37:08: Also wie geht da die Planung weiter?
00:37:10: Da seid ihr auch in den Brownfields unterwegs.
00:37:12: Das heißt, das ist ja was Großes.
00:37:14: Ich würde mal sagen bestehende Infrastruktur.
00:37:18: Damit auf dem Weg macht ihr weiter, dass ihr weitere Standorte planten?
00:37:22: Wir haben hier schon einige Standorte tatsächlich in Europa.
00:37:27: Ja wir planen weitere Standorde.
00:37:29: gar keine Frage ob wir sie jetzt selber bauen oder Standorte übernehmen.
00:37:33: Das hängt immer von dem jeweiligen Land ab.
00:37:36: Ich merke schon, wahrscheinlich wüsste mir noch nicht verraten was da als nächstes geplant ist.
00:37:40: Ich habe schon bei der Antwort gesehen ja gut dann muss ich mich damit jetzt quasi zufriedengeben.
00:37:46: und wir kommen auch jetzt zum Finale dieser Podcast Episode.
00:37:49: Was mir immer wichtig ist und was sich jeden Gastfrager am Ende Wie schaust du eigentlich in die Zukunft positiv oder negativ?
00:37:57: Und wichtig, das möchte ich jetzt von Claudia wissen und nicht unbedingt von Claudia im Geschäftlichen sondern von dir Claudia als Mensch und auch Privatperson.
00:38:06: Ja also... Ich bin natürlich per se immer positiv, muss ich ja sein in dieser Branche.
00:38:12: aber jetzt mache ich nochmal den Rückschluss zu dem was ich am Anfang gesagt habe.
00:38:17: Die Euphorie dessen was mich damals getrieben hat als Germanistin in diesen Bereich reinzugehen, nämlich in den Bereich der neuen Technologien war eben von einem sehr starken Wunsch getrieben eben Technology for Social Good.
00:38:33: Das war so die Vision.
00:38:35: heute muss ich sagen da sind wir lange nicht noch lange nicht und das ist für mich gerade so der Kipppunkt wo wir Dinge ins positive drehen können oder wo wir es sage ich mal nicht schaffen.
00:38:50: Und für mich persönlich arbeite ich sehr stark daran, dass wir es schaffen.
00:38:54: Weil ich glaube das ist mehr oder weniger etwas wo wir gar keine Alternative haben.
00:38:58: Wir müssen das jetzt hinkriegen Denn ansonsten werden wir zum Spielball von geopolitischen Mächten weil Technologie mittlerweile so wichtig ist als Infrastruktur und so stark rein spielt in unser physisches Leben.
00:39:12: Dass wenn wir das nicht kontrollieren können wie am Ende des Tages auf allen Ebenen verloren haben und das darf nicht passieren.
00:39:22: Wir sind jetzt an dem Kipppunkt, deswegen kann ich auch nur die Awareness dafür oder das Bewusstsein dafür schärfen und das tue ich immer wieder bei allen öffentlichen Auftritten.
00:39:31: wir müssen jetzt daran arbeiten dass wir uns aus diesen Abhängigkeiten die schon entstanden sind sowohl technologisch wie auch was die Kapitalmärkte angeht.
00:39:39: wir müssen uns daraus lösen.
00:39:41: für den Kipppunkt.
00:39:42: Wie viel Zeit haben wir da aus deiner Sicht, bis es eben vielleicht auch in die Richtung kippt?
00:39:45: Wenn wir uns nicht gelöst haben das dann ja ist zu spätes
00:39:49: also zehn Jahre haben wir das sicherlich nicht mehr
00:39:52: okay unter zehn jahre.
00:39:53: ich denke wir werden später vorher noch mal nicht später miteinander sprechen aber jetzt danke ich dir erstmal dass du heute hier bei T-Rain Arbeit & Progress zu Gast gewesen bist.
00:40:02: liebe Claudia
00:40:03: Danke dir für die wirklich interessanten Fragen.
00:40:06: Das freut mich zu hören und ich hoffe auch den Zuhörerinnen hat das Ganze zugesagt.
00:40:10: Deswegen freue ich mich, wenn ihr ein Abo da lasst für diesen Podcast!
00:40:13: Und in der nächsten Woche haben wir zu Gast den Gym Ducie O Matthias Henze, der nämlich genau darüber spricht wie sich jetzt eigentlich auch so einen Website-Baukastenprinzip im Zeitalter von künstlicher Intelligenz weiterentwickeln könnte.
00:40:26: Ihr kennt das Spiel Feedback geht an podcast at tdraen.de Vielleicht auch wenn ihr noch Fragen habt die er gerne euch gewünscht hätte dass ich sie stelle.
00:40:36: Dann leite ich sie noch mal an Claudia weiter und wenn man vielleicht nachklappt, deswegen meldet euch gerne.
00:40:40: Und ich sage auf Wiederhören!
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