Umgang mit dunkler Rhetorik: Wie platziere ich meine Botschaften?
Shownotes
Was macht gute Rhetorik aus? Und wie muss ich dafür einen Raum lesen können? Diese und weitere Fragen beantwortet Rhetorik-Coach Nerissa Rothhardt in dieser Episode. Sie erklärt, wie du dir mit deiner Sprache passend Gehör verschaffst. Dazu zeigt sie am Ende der Folge eine Übung zum Mitmachen. Moderiert wird der Podcast von Host Stella-Sophie Wojtczak.
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Transkript anzeigen
00:00:05: TDRN, Arbeit in Progress.
00:00:08: Inspirierende Köpfe und frische Perspektiven für die Arbeitswelt.
00:00:13: Souverän auftreten – das wollen wir alle!
00:00:16: Aber wie bekommen wir es eigentlich mit einer passenden Rhetorik hin?
00:00:19: Und ich glaube jemand der das verdammt gut weiß und auch Menschen genau dazu berät nämlich Führungskräfte ist Rhetoric Coach Nerissa Rothart Und sie ist heute bei mir, auch in unserem Studio in Hannover zu Gast.
00:00:33: Was mich natürlich besonders freut!
00:00:35: Ich bin Stella Sophie Wolczak, Host von T-Drehen Arbeit & Progress und es ist schön, dass du heute bei uns bist und uns ganz viele Tipps dazu geben wirst was schlechter Rhetorik ist, was gute Rhetorie ist.
00:00:46: Was man vielleicht auch tun kann um Menschen zu animieren damit sie dann auf die rhetorischen Rückfragen auch durchaus mal reagieren und hinten raus.
00:00:55: also bleibt auf jeden Fall dran.
00:00:56: bis zum Ende gibt es auch eine Übung zu mitmachen, die ihr in den Alltag ganz leicht einbauen könnt.
00:01:02: Also lass uns direkt loslegen!
00:01:04: Ich würde einmal so anfangen was ist denn so'n rhetorischer Fehler, den wir alle eigentlich machen?
00:01:11: Direkt anfangs zu sprechen ohne sich zu bedanken, dass ich erst mal hier sein darf also den eigenen Startpunkt nicht zu kreieren, sondern und das ist etwas was wir sehr gerne häufig machen uns zurechtfertigen.
00:01:26: Es gibt ja hierfür jetzt gerade keinen Grund aber wir gehen eben gerne in dieses Spiel Frage Antwort und häufig ist es auch notwendig weil ich gerade in unserem Kontext jetzt eben grade du möchtest eine Information haben.
00:01:38: Ich habe eine information die gebe ich dir auch gerne.
00:01:41: Und ganz häufig isst es aber eben so dass wir eine frage statt sie mit zum Beispiel einer Rückfrage zu beantworten, um Zeit zu gewinnen.
00:01:53: Vielleicht kommst du später nochmal da drauf?
00:01:55: Wir hatten es ja eben schon im Vorgespräch aus.
00:01:56: eine typische Frage wie kann ich Zeit gewinnen oder sich eben Zeit zu nehmen.
00:02:02: Statt dass wir das machen fangen wir uns an zu rechtfertigen.
00:02:06: Und gerade wenn wir angefeindet werden, also Stichwort schwarze Rhetorikungang mit Störungen.
00:02:12: Da haben wir das.
00:02:12: Das können wir gerne gleich nochmal genauer drüber sprechen.
00:02:15: Da muss ich jetzt direkt rein.
00:02:16: Schwarz-Rhetorie klingt ein bisschen magisch?
00:02:18: Ich glaube es ist nicht gemeint.
00:02:19: Was steckt dahinter?
00:02:21: Magisch gar nicht sondern das sind Oberhandtechniken die den Sprechenden in welchem Kontext auch immer dazu bringen soll zu verstummen vor Schreck.
00:02:39: So, dass man dann sagen kann ... Sie haben ja mal richtig Ahnung.
00:02:43: Haben wir jetzt alle gesehen?
00:02:44: Also das sind so die Dienen dazu den anderen dumm dastehen zu lassen und das sind zum Beispiel also es können sowas sein wie so wie Drohungen.
00:02:54: Das Repertoire der Schwarzen Rhetorik ist schier unendlich.
00:02:57: Es können Drohung sein.
00:02:59: Bisher sind wir ganz gut mit ihnen gefahren.
00:03:02: Was sagen sie denn zu diesem Punkt?
00:03:05: Also auch dieser Tonfall wird dann dementsprechend getränkt mit Ironisakasmus, was nichts anderes ist als Verachtung.
00:03:13: Wir haben ja sieben Grundgefühle und das ist eines davon Verachtungen.
00:03:17: Kann aber auch so etwas sein wie einfach eine Unterbrechung der Störung, dass man dem anderen aus den Tritt versucht zu bringen.
00:03:24: Typisch, was Donald Trump sehr gerne macht sind Nebelwerfer.
00:03:29: also einfach ne Nebelkerze zünden und nicht nur Trump sondern natürlich alle seine Menschen die da um ihn herum sind gerade Beleidigungen, typische Nebelkerze bei ihm ist dann die Beleidingung.
00:03:40: also auf auch eine fachliche Frage dann zu sagen.
00:03:42: Also und so Menschen wie sie Die sind ja sowieso schon was allerletzter.
00:03:48: Ja Und Sie was sie jetzt da gerade anhaben das sollten sie auch mal darüber nachdenken.
00:03:52: also absolut nur die Gürtel hier absolut Das eine reine Oberhandtechnik.
00:03:57: Dann gibt es sowas wie Partisane.
00:03:59: das sind so ganz gezielte Detailfragen die aber der andere gar nicht wissen kann oder auch gar nicht wissen muss, weil die mit dem ganzen Sachwahl gar nichts zu tun haben.
00:04:08: Also, das Reppert war der schwarzen.
00:04:11: Rhetorik ist schier unendlich.
00:04:13: Ich glaube da werde ich im Verlauf dieser Episode auch noch die eine oder andere Frage zu genau solchen Situationen, die glaub' ich die meisten Menschen aus dem Alltag kennenstellen.
00:04:23: aber dort ist ja jetzt eben eingangs auch gesagt häufiger Fehler es quasi dass du mit einer Antwort oder mit einer Reaktion direkt in die rechtfertigung gehst ohne auch deinen eigenen Standpunkt eigentlich für dich so klarzuhaben.
00:04:34: Wer denn jetzt quasi das wie du diesen häufigen Fehler vermeidest?
00:04:38: Genau, vorher einmal durchatmen und zu überlegen welchen Standpunkt habe ich gerade.
00:04:41: Was ist meine Aussage die ich tätigen will?
00:04:43: Es dauert ja aber so... ...fünfzehn dreißig Sekunden vielleicht hab' ich die Zeit nicht.
00:04:49: Ja,
00:04:49: dreißzig Sekunden ist natürlich schon sehr lang!
00:04:53: Gehen wir mal davon aus dass zwischen zehn und fünfzehn Sekunden was einfällt der Klassiker was man immer machen kann is the bridge The broken Satz als man sagt Guter Ansatz Spannend Interessante Frage.
00:05:14: Diese Fragestellung haben wir auch bereits bearbeitet, sowas in der Art.
00:05:19: Also ich würde jetzt nicht das... Nicht alles?
00:05:21: Dass man jetzt alles brücken setzt!
00:05:22: Ich würde dir jetzt nicht alle sagen, wenn es sich bekloppt.
00:05:25: Aber einen davon würde ich sagen und dann ruhig sagen Lassen Sie mich kurz mein Gehirn aufräumen.
00:05:34: Yes Jetzt antworte ich Ihnen sehr gerne Das kann man machen, aber es gibt natürlich noch andere Strukturen.
00:05:41: Die habe ich auch alle gesammelt in einem kleinen Händout, was ich gerne rausgebe.
00:05:47: Also gerne mich jederzeit anschreiben, gar kein Problem.
00:05:49: Da haben wir nochmal eine Sammlung dieser Brückensatz mit Lob und Wertschätzung und Kombinationen.
00:05:56: Selbst wenn das so ein fieser schwarzeretorik-fiesernäbel oder Werfer oder irgendwas angeschwört kommt oder so einen Absprechen der Sachkompetenz, sowas zum Beispiel.
00:06:05: Sie haben ja gar keine Ahnung!
00:06:06: Ah, ja.
00:06:08: Spannend!
00:06:09: Also einatmen, lächeln, angucken, Blickkontakt, loben und dann diesen Brückensatz.
00:06:18: ah, ja gut.
00:06:20: Ja spannend, spannend.
00:06:21: Und wenn man immer noch nichts einfällt und man nicht sagen möchte, muss ich kurz nachdenken?
00:06:27: Dann einfach nur offene Frage zurück.
00:06:29: Woran genau machen Sie denn das jetzt fest?
00:06:33: Also den Ball auch wieder zurückspielen.
00:06:35: Und was man, finde ich bei deiner Antwort gerade ganz gut gemerkt hat?
00:06:38: Du hast ganz viel Pausen gemacht und auch würde ich sagen recht tief geatmet.
00:06:43: die Stimme ist nicht dünner geworden Man hat nicht gemerkt.
00:06:46: oh Gott das kann ja auf voll Stress machen.
00:06:47: wenn mir jetzt jemand die Kompetenz abspricht Lass uns doch mal zum einstieg noch über die Atmung reden.
00:06:54: Was ist denn da vielleicht wichtig gerade in solchen Situationen?
00:07:00: Ja Hochaufregung, tief keine Aufregung.
00:07:10: Der Mensch ist seit einigen Millionen Jahren auf der Erde.
00:07:14: Eine Sache die wichtig ist für uns als Lebewesen?
00:07:19: Ist die Situation gefährlich oder ist die Situation ungefährlich?
00:07:24: Ist der Mensch mir gegenüber gefährlich und ist er harmlos?
00:07:29: Das ist etwas was sofort die Amygdala also unser Gefahrenzentrum sofort feuert!
00:07:35: Gefahr.
00:07:36: Und alles, was ja übrigens schon ein bisschen außerhalb der Gewohnheit ist, ist ja bereits Gefahr.
00:07:43: Das Wissen ist das einerseits dann das Spüren Das macht es gerade mit mir.
00:07:49: Meine Atmung geht nach oben.
00:07:51: Da, was wir auch gerne mal nicht machen, ist dann die Luft wirklich absprechen weil jede Botschaft ist ja also Ausatem.
00:07:57: Also ein Wort ist immer Atem Ein Gedanke ist immer atem wenn er nach außen geht.
00:08:02: ausatmen Und dass uns da klar ist, okay, dann wollen wir gerne mal ein bisschen zu wenig Luft und nehmen immer wieder Luft rein.
00:08:12: Aber dann nehmen wir einfach so wenig Luft um das abzusprechen und dann klingt das so und dann sprechen wir die Luft zwischendrin ab.
00:08:19: Da merken ... Moment!
00:08:20: Bevor ich das tue... Das finde auch das Geile im Coaching jemanden richtig in Stress bringen.
00:08:28: Und dann spüren.... Also eigentlich würde ich jetzt gerne so, ja?
00:08:32: Und wenn sie sagen reguliere dich Du weißt, es ist keine Gefahrensituation.
00:08:38: Und selbst wenn deine Amygdala das feuert, glaub ihr nicht alles!
00:08:41: Du bist mehr als deine Angst oder auch mehr als dein Gedanke, deine Bewertung.
00:08:45: Das könnte Angst sein.
00:08:46: Du bist vor allen Dingen erst mal tiefer hart und am besten atmen wir übrigens mit dem Grundgefühl.
00:08:54: Ein Grundgefühle hat Maven schon Verachtungen mit ihrem Grundgefüll Freude.
00:08:57: Also jeden Tag... Das ist vielleicht doch schon ein Vorgriff auf die Übung.
00:09:01: Am Schluss jeden Tag einmal mit Freude einatmen mit Freude absäuft.
00:09:07: Also, dass wir das Gefühl haben so fühlt sich tief atmen an und Das dann Fühlen immer wieder Tiefen Atem fühlen bei sich selber Ankommen auch wenn das jetzt eh somersich klingt aber das ist es nun mal Den Atem füllen merken wie sich die Bauchdecke hebt Wie sich die Rippen auch im rücken etwas weiten Und vielleicht auch üben weil vielleicht merkt man das auch am Anfang gar nicht erst.
00:09:33: Ich war grad sagen, ich glaube das ist definitiv etwas was Personen üben müssen auf was du grade beschrieben hast damit es dann in solchen Drucksituationen auch als Automatismus.
00:09:42: In mir selber läuft weil wenn ich dann da dreißig Sekunden sitze und denke Moment keine Gefahr gut keine Gefahre heißt ich kann jetzt tief in den Bauch atmen dass sich die Rippen im Brücken weiten Gut ich atme ein Dann ist höchstwahrscheinlich mein Gegenüber schon längs weiter gelaufen und hat sich gedacht aha Da hat sie ja keine Antwort gehabt.
00:10:01: Aber zu den Übungen kommen wir, wie du gesagt hast später noch mal.
00:10:04: Wir haben jetzt schon das eine oder andere Beispiel aufgemacht.
00:10:06: Wir werden jetzt auch gleich nochmal genau auf diese Meetingssituation sind es ja meistens was du mitgebracht hast in den Beispielen darauf genauer schauen.
00:10:14: aber vorab noch einmal Was ist denn jetzt eigentlich gute Rhetorik aus deiner Sicht?
00:10:23: Ja also Rhetoric ist erstmal Botschaft Und da muss man sich klar sein, wer sagt wem was wozu?
00:10:32: Mit welcher Absicht und mit welchen Rechtenpflichten und Mächten ausgestattet.
00:10:38: Der eine darf mehr sagen als der andere.
00:10:41: Gut ist es wenn man sich dessen Eingedenk so artikuliert dass es alle verstehen und das auch für alle Mehrwert bietet und dabei auch noch so formuliert ist dass es hoffentlich auch ein bisschen Freude oder Spaß, vielleicht noch gewisser Unterhaltungsfaktor dabei ist.
00:11:02: Heutzutage verkauft man das als Storytelling!
00:11:05: Aber das ist ja schon so alt wie die Menschheit.
00:11:07: Also Märchen wurden schon immer erzählt.
00:11:09: Also dass man so der Geschichten, dass man es ein bisschen spannend macht... Das macht's in meinem Verständnis aus, dass es gute Rhetorik ist.
00:11:20: Ich weiß wer ich bin?
00:11:21: Ich weiß wem ich was zu sagen habe, ich weiß warum und wozu.
00:11:25: ich das sage bring ich auf den Punkt.
00:11:30: Und dann sage ich es noch so, dass der andere ist klar und deutlich also das Handwerk verstehen kann und habe es noch ein bisschen spannend
00:11:38: erzählt.".
00:11:39: Aber was ich dazu natürlich auch noch wissen möchte?
00:11:42: Es geht ja in den Beispielen und auch an dem, was du gerade gesagt hast auch darum... Ich muss einen Raum lesen können!
00:11:48: Ich muss meine Gegenüber verstehen.
00:11:49: Das heißt auch diese schwarze Rhetorik, die du angeführt hast, die muss ich ja eben als genau solch identifizieren und dann nicht zum Beispiel auf der Sachebene bleiben nach dem Motto ... Du hattest das Beispiel Kompetenzen angeführt?
00:12:00: Oh!
00:12:01: Dahinter fragt jemand meine Kompetenz, dann breite ich meinen Lebenslauf
00:12:04: aus.".
00:12:05: D.h.,
00:12:06: wie kann ich denn auch genau das trainieren quasi besser zu erkennen, welche rhetorischen Mittel mein Gegenüber da gerade verwendet?
00:12:13: Vielleicht können wir vorstellen, Personen machen das immer wieder wenn sie ihre ... Ihre Muster, mit denen sie gut durchkommen gefunden haben.
00:12:20: Ja es ist ... Die Frage wie kann ich den Raum besser lesen wird mir tatsächlich häufiger gestellt?
00:12:27: Nun sind wir alle keine Kripobeamten!
00:12:30: Wir sind alle nicht ausgebildet.
00:12:33: Wir sind allen nicht am Zoll.
00:12:34: Wir werden nicht ausgewildert dafür in blitzes schnelle Gefahrenquellen aufzumachen.
00:12:40: Wir wissen nicht, wir haben nicht gelernt Psychopathen zu lesen.
00:12:44: wer führen?
00:12:45: keine Verhöhre Und ich würde mir den Stress nicht machen, den Raum zu lesen.
00:12:52: Denn das erfordert eine ganz lange Ausbildung Menschen einzuschätzen, Menschen lesen zu können.
00:13:00: Ich würde mir im Vorfeld Gedanken machen wer ist dort?
00:13:04: Von wem kann ich was erwarten?
00:13:06: Wer muss vielleicht auch qua Amt streng sein zeigt vielleicht ein mich stressendes Verhalten.
00:13:14: Mich stressend heißt ja immer, nimmt sich sehr viel Zeit, hat einen hohen Machtanspruch und sich diese Gedanken im Vorfeld machen, Wer will mir vielleicht auch an den Karren fahren, das kann ich nicht beurteilen.
00:13:34: Das ist in den Kontexten, die meine Klienten mitbringen gerne auch mal so dass sie auch sagen, da ist immer diese Person, die kommt immer und dann hat man sich das eine Zeit lang angeschaut und überlegt mal woran könnte das liegen?
00:13:47: Und wie gehen wir langfristig diesem Gefüge.
00:13:52: Ich will gar nicht sagen mit diesen Menschen, aber mit dieser Struktur, mit dem gefüge denn um und entwickeln dort eine Strategie und das finde ich macht Rhetorik im absoluten Kern auch aus wie bringen wir denjenigen auf unsere Seite gemeinsam ins Boot?
00:14:10: Ich gehe immer davon aus Wir alle wollen das Beste Nicht nur für uns selbst sondern Für die Gemeinschaft.
00:14:18: also Wie können wir mit unterschiedlichen ansetzen, Meinungen gemeinsam an der Sache arbeiten und gemeinsam weiterkommen.
00:14:27: Ich finde das sollte Rhetorik immer – und das ist auch Rhetoric im Aristotelischsten Sinne nämlich die Meinung aller Hören an einen Tisch bringen und dann eben schauen was machen wir denn damit?
00:14:43: Aber genau das kennen wahrscheinlich auch viele, die hier gerade zuhören.
00:14:47: Es gibt vielleicht immer die Personen, die sagen wir mal besonders kritisch sind oder die mich gerne unterbrechen, sprich die mir eigentlich durch ihr Verhalten mit ihrer Rhetorik zeigen ... Mit dem was du sagst bin ich nicht einverstanden.
00:14:57: es interessiert mich im stimmsten Fall nicht.
00:14:59: Gibt's da eine Art von All-Heilmittel damit umzugehen?
00:15:04: Auch hier wieder erst einmal vielleicht im stillen Kämmerlein durchdenken Kommunikationes Sache und Beziehung?
00:15:13: Ist das vielleicht gar kein Angriff, sondern ist es jemand der gar nicht mehr auf der Beziehungsebene mich irgendwie verunsichern will und eine oberen Technik anwenden will?
00:15:24: Sondern weil er vielleicht meinen Posten will oder mich da weg haben will oder aus welchen Gründen auch immer.
00:15:28: Sondern isst er wirklich auf der Sachebene einfach im Disput oder im Diskurs und sagt nee, es ist uninteressant weiter weiter schnell schnell.
00:15:37: Und dann ist es zwar immer noch sehr unangenehm aber Der will gar nichts von mir als Mensch, sondern der will wirklich nur dass man es besser erklärt.
00:15:46: Dann können wir ja ganz klar fragen okay Sprech ich zu schnell spreche ich zu langsam bin nicht am punkt vorbei.
00:15:54: was genau möchten sie?
00:15:56: So also erst mal freundlich würde ich immer dazu raten erstmal freundliche erstmal das Beste annehmen.
00:16:03: wenn wir jetzt wissen ok da unterbricht mich jetzt hier tatsächlich dann würde ich das, was ich anfangs gesagt habe.
00:16:09: Also die offene Frage mir Zeit nehmen?
00:16:13: Das Loben würde ich ja vielleicht auch irgendwann mal lassen und mal wirklich ganz klar sagen Herr Müller Frau Müller Sie haben mich jetzt mehrfach unterbrochen.
00:16:23: Ich bin
00:16:24: noch nicht fertig!
00:16:27: Ich führe jetzt diesen Punkt zu Ende
00:16:31: Und da hast du ja gerade wieder was gemacht, nämlich die Pausen gesetzt.
00:16:35: Ich habe mir auch in der Vorbereitung aufgeschrieben, dass ich schon gerne von dir wissen möchte wie kriege ich das eigentlich hin den Aussagen, die ich tätigen möchte?
00:16:42: Auch den passenden Raum zu geben damit zu zeigen, dass diese Aussagen auch wichtig sind und vielleicht nicht in einem Monolog einfach drüberzu watschen.
00:16:53: Rhetorik ist ja auch Logos, Ethos, Pathos.
00:16:58: Also das sage ich nicht um Schlau zu wirken sondern weil es hoffentlich eine Struktur gibt.
00:17:03: Logos verstand sachebene ZDF-Zahlen, Datenfakten, Argumentationen.
00:17:10: Ethos die Glaubwürdigkeit.
00:17:11: wenn ich jetzt sage hey ich bin ihre Atem- und Stimmtrainerin?
00:17:15: Nein danke schon vorbei.
00:17:16: ja.
00:17:17: also hat ne GlaubWürdigkeit Und dass heißt das was ich sage muss mit dem übereinstimmen was ich auch lebe.
00:17:25: Pathos, die Effekterregung.
00:17:28: Und da ist genau das was du jetzt gesagt hast wie gebe ich Raum?
00:17:31: Ich gebe Raum!
00:17:33: Also meine Stimme klingt entsprechend selbst reguliert.
00:17:39: also die ist... ich habe tief geatmet, ich spreche tief, ich bin bei mir egal was passiert auch wenn man Interesse sagt oh Gott, oh Gott Gefahr gefahren... Nein, ich reguliere wie an meiner Stereo Anlage die Stimme runter.
00:17:52: Ich bin ganz bei mir, ich fühle die Vibrationen im Brustkorb.
00:17:59: Das ist schon mal Raum geben!
00:18:01: Übrigens gibt's dazu auch Studien – wer wird morgens im Radio lieber gehört?
00:18:05: Männer oder Frauen?
00:18:07: Männer in die tiefere Stimme das ist sonst morgens... Na ja gut da sind nicht alle Frauen zu reden natürlich, Grell ist ja klar aber trotzdem gibts dir diese Studien.
00:18:16: Dann Pausen setzen.
00:18:20: Und zwar gibt es da zwei verschiedene Arten von Pausen.
00:18:22: Die Wirkungspause nach dem Wortpunkt, drei Sekunden Pause oder die Staupause.
00:18:37: Die macht man dann vor dem Wort und ich würde das jetzt auch nicht die ganze Zeit nur machen weil sonst wirkt man wirklich wie so
00:18:41: ein
00:18:43: Opa.
00:18:44: Nein also das kann man jetzt nicht die ganzen Zeit machen.
00:18:47: aber Tempo regulieren Tonhöhe regulieren pausensetzen Und meistens hat man selber das Gefühl, oh Gott ich habe mich jetzt eine Minute nix gesagt.
00:19:00: Ne waren wahrscheinlich nur fünf Sekunden.
00:19:03: Fünf Sekunden sind und derzeit hat der andere auch ein bisschen was gedacht geht schnell rum ist keine so lange Pause kann man sich echt Zeit nehmen.
00:19:17: Bevor wir jetzt schon abschließend so langsam in den Übungsteil übergehen, habe ich vorher aber doch noch eine Frage.
00:19:23: Ich meine das ist ja eigentlich schon die Übung auch, die du uns hier gerade gezeigt hast.
00:19:27: Aber wir gehen jetzt von einem sagen wir mal sehr aktiven Publikum die ganze Zeit aus!
00:19:32: Ich hab da jemanden der reagiert auf mich, der stellt kritische Fragen.
00:19:36: Vielleicht habe ich auch jemanden, der gibt mir dann Zuspruch.
00:19:39: Es gibt ja beim Arbeitsalltag auch Situation Da habe ich vielleicht ein Meeting, leite das.
00:19:45: Habe einen Vorschlag gemacht und bin vielleicht auch als Meeting-Leitende Person wirklich an Feedback interessiert.
00:19:50: Ich bin darauf angewiesen!
00:19:52: Und dann passiert... Wir könnten jetzt die fünf Sekunden Pause von dir einblenden nämlich nichts.
00:19:57: es ist still und irgendwann aus der Verzweiflung würde ich sagen fragen die meisten nochmal nach gibt es noch Anregungen hierzu?
00:20:05: Es bleibt still.
00:20:07: Dann vielen Dank.
00:20:08: und sonst im Nachgang gerne melden Tschüss Ja.
00:20:12: Wie kann ich den rhetorisch deutlich machen, dass wenn ich auch vielleicht nach meinem Vorschlag wirklich Feedback haben möchte?
00:20:18: Ich das ernst meine!
00:20:20: Jetzt habe ich aber eben verstanden, du sagtest das eine Publikum ist ganz aktiv und stellt schon kritische Fragen.
00:20:27: Und das andere ist aber ganz stumm.
00:20:29: Genau!
00:20:31: Wir sind ja jetzt im Podcast davon ausgegangen dass wir ganz aktive Menschen haben die reagieren auf was wir sagen wo wir reagieren müssen.
00:20:38: Aber was ist denn mit dem Gegenteil wenn wir uns Reaktionen wünschen würden?
00:20:42: Da kommt nichts.
00:20:45: Eigentlich das Gleiche wie bei den Aktiven, die zum Beispiel kritische Fragen stellen.
00:20:48: Also gerade so Change-Prozesse ist ja immer wieder.
00:20:51: wann haben wir keinen change?
00:20:52: Ja also irgendwas eine Neuerung haben wir immer irgendetwas muss irgendeine Gewohnheit muss durchbrochen werden.
00:20:57: Leute finden es doof und sagen entweder melden sie sich schon zu Worten dann finde ich muss man das auch echt echt gutieren.
00:21:03: dass sie überhaupt den Mund aufmachen ist doch super oder Sie verstummen.
00:21:08: Ich frage dann eben auch, warum verstummen die jetzt?
00:21:10: Trauen sie sich gar nicht mehr irgendwas zu sagen.
00:21:11: Habe ich das vielleicht als Führungskraft im Vorfeld wirklich nicht genug gefordert, sondern das Vertrauen dort hineingesetzt?
00:21:21: in beiden Fällen gilt interessiere dich bereite dich vor.
00:21:25: was will die Zielgruppe?
00:21:26: was interessiert die Ziel Gruppe?
00:21:28: welche Ängste hat die Ziel-Gruppe?
00:21:30: change heißt immer heißt immer raus aus meiner Gewohnheit rein in etwas Neues.
00:21:39: Weil dann, wenn wir jetzt morgen früh mit... Aus dem Bett steigen mal anders herum.
00:21:45: Ja!
00:21:47: Komisch seltsam.
00:21:48: In beiden Fällen gilt Interessiere dich und Antizipiere auch schonmal das was die vielleicht sagen könnten.
00:21:58: Du bist auf jeden Fall immer in der absolut luxuriösesten und besten Situation, wenn du dich auf dein Publikum sehr gut vorbereitet hast.
00:22:09: Und weißt was die umtreibt?
00:22:12: Weil Rhetorik ist ja nicht nur Reden und Monolog ist vor allen Dingen Dialog.
00:22:17: also deine Funktion ist dort und gerade als Führungskraft is die Menschen wenn man es so sagen möchte zu Managen und die Kommunikation zu managen das Vertrauen die Motivation zu wecken, das braucht dein Interesse.
00:22:31: Und wenn du dich für die interessierst und jetzt schon gesagt hast also ich weiß was dich umtreibt ja dann stehen doch die Türen erstmal offen auch offen für den Widerspruch was ein ganz großes Lob in deine Richtung als Führungskraft schon ist immer besser als wenn Leute im Stummen sind.
00:22:54: Ich merke, da gehen wir jetzt in den Bereich Psychologische Sicherheit was mal eine eigene Podcastfolge werden muss.
00:22:59: Weil das gehört ja auch dazu dass sich eben alle Beteiligten so sicher dann fühlen egal wie gut ich rhetorisch bin und wie gut vorbereitet bin.
00:23:06: wenn es nicht gegeben ist glaube ich wird sich auch keiner melden wenn nicht des Grundgefühl gestimmt.
00:23:12: Ja genau absolut also da als mensch sichtbar sein.
00:23:19: Wir alle, glaube ich, kennen Schulz von tun vier Seiten einer Nachricht und ich habe mir mal vor Jahren die letzte Vorlesungsreihe bei ihm gegönnt und er sagt als Führungskraft auf allen vier Ebenen also Sachebenden können viele Appell macht gefälligst das aber die Beziehungen immer wieder auch zu festigen und dafür was zu tun Und die Selbstoffenbarung so geht es mir gerade Also die klassische Ich-Botschaft Also auf allen vier Ebenen sichtbar zu sein, da als Mensch präsent zu sein.
00:23:47: Ja das ist auch mein Grundthema!
00:23:52: Ich merke, da bietet sich dann noch eine weitere Episode genau in diesem Thema an.
00:23:57: aber lass uns doch jetzt zum Abschluss wirklich auf die Übung kommen, die du auch mitgebracht hast.
00:24:02: ich bin selbst ganz gespannt.
00:24:03: Ich hatte ja gesagt mich interessiert gerade wir haben über Stimme immer so am Rande gesprochen.
00:24:08: Aber das was du auch gesagt hast, wie kriege ich denn meine Stimme hin?
00:24:12: Dass sie gut klingt.
00:24:13: Dass sie voll klingt!
00:24:14: Dass ich nicht plötzlich irgendwie ganz tief probiere zu sprechen oder plötzlich ganz hoch werde weil da ist die Luft echt dünn geworden.
00:24:22: also hast du dafür vielleicht eine Übung dabei.
00:24:28: Also ich habe etwas für
00:24:30: deutliches sprechen
00:24:31: und wenn wir das machen Dann und ich erkläre die Kurz, dann wird uns klar dass wir dort auch sehr gut in unsere Indifferenzlage kommen.
00:24:38: Das was du gerade beschreibst ist außerhalb unseres da wo ich jetzt grad bin, wo du jetzt sag noch mal was mach mal so ein A. Ja?
00:24:47: Oh!
00:24:48: Oh ja genau.
00:24:51: Also wenn du merkst das ist deine...das ist die Lage der redest du immer.
00:24:58: Das ist deine Indifferenzlage Und alles, was darunter ist.
00:25:01: Ich hatte schon eine Dame, die sagte auch, ich habe mal irgendwann gehört in einem YouTube-Video... ...ich weiß gar nicht mehr in welchem, also Quelle unbekannt soll man tief sprechen,... ...weil ich halt gefallen habe, so zu sprechen, das ist alles Anstrengung!
00:25:17: Also, dir muss man erstmal für sich selber finden, dafür gibt es jetzt nicht direkt ne... Übungen, was keine die jetzt hier machen wollen.
00:25:23: Weil man sorgt von oben nach unten runter.
00:25:24: aber das ist ja ... Man muss mal ein bisschen in den Wald gehen, ein bisschen rufen und gucken Stimme kennenlernen.
00:25:31: Deutliches sprechen können wir am besten so machen indem wir unseren ... Ich klingelst ein bisschen beknackt ich weiß kleinen Finger in der Mund nehmen.
00:25:40: Mhm ich mach mit Ja
00:25:41: perfekt!
00:25:41: Und wir machen mal einen
00:25:43: F
00:25:48: sehr gut und wir machen einen T richtig feste?
00:25:57: So klingt beknackt, ich weiß es aber diese berühmte Korkenübung nur richtig.
00:26:02: Wie geht falsch?
00:26:03: Falsch geht den ganzen Kork in den Mund zu stecken weil darum geht?
00:26:07: es darum die Muskeln, die Sprechwerkzeuge miteinander zu koordinieren.
00:26:12: wir haben Muskeln im Gesicht Wange Lippe Lipend Zunge.
00:26:18: das sind unsere Sprechwerkzeuge wenn sie sauber funktionieren.
00:26:21: also ein Also ein weiches S ist ein sss und kein zss irgendwas.
00:26:28: Das ist eine gut trainierte Zungenspitze Und die muss hast du eben beim Tee hast es gemerkt.
00:26:34: Was hat noch mitgearbeitet?
00:26:38: Der Bauch!
00:26:39: Richtig, lange Bauchmuskulatur und das Zweichwerk.
00:26:42: Wenn die beiden miteinander arbeiten... Wie geht das am allerschnellsten in dem wir eben Den kleinen Finger.
00:26:50: Und also einen Widerstand erzeugen, das ist wie Krafttraining im Kraftraum und wenn wir die beiden koordinieren dann entlasten wir die Muskulatur des Kehlkopfes Und der Kielkopf kann einfach da hängen, wo er immer hängt.
00:27:05: Dann können die Stimmlippen einfach schwingen.
00:27:07: Weil die Stimmbänder-Stimmlippen sind ja im Kielkoff.
00:27:10: und wenn wir das nicht machen,
00:27:11: d.h.,
00:27:11: wenn wir so etwas angestrengt sind ... Das hören wir sofort, dass es jetzt ein Kielkopf, der sich anstrengt.
00:27:16: Also, da ist die Kraft im ... Oder sagen wir mal, die Anspannung ist jetzt im Kühlkopf.
00:27:21: So, da soll sie aber nicht hin!
00:27:25: Sie soll quasi deutlich tiefer aus mit der Teebung?
00:27:28: Genau.
00:27:28: also jeder ... Buchstabe, da gibt es davon die fünf Buchstaben S F T und P. Die sollen spürbar sein mit im Zwerchfeld in der langen Bauchmuskulatur.
00:27:44: Wie lange mache ich das Ganze?
00:27:45: Ich würde sagen wir haben es ja jetzt ein paar Sekunden gemacht.
00:27:47: Reicht das?
00:27:48: muss sich alle Buchstammen, die du genannt hast einmal durchexassieren oder...
00:27:51: Ja ich würd's zwischen einer Minute und fünf Minuten am Tag machen.
00:27:54: nehmen dir einen Text Lies einmal vorher vor.
00:27:56: Übt es, macht er so vielleicht nur dreißig-vierzig Sekunden.
00:28:00: Wenn du Lust hast, machst wirklich fünfzig-sechzig Sekunden immer wieder ein tttt und pfff richtig feste Und dann nimm dir mal deinen Text wie er danach klingt
00:28:13: Und dann schau mal langfristig ob das hilft.
00:28:15: um eben deutlicher zu sprechen.
00:28:17: Also ich als ehemalige Opernsuflöse kann nur sagen yes Denn ich habe zehn Jahre oder einen einzigen Tag jemals heiser gewesen zu sein, den Leuten alles hin geballert klar.
00:28:29: Ich glaube da hast du noch einige spannende Geschichten zu erzählen.
00:28:33: aber jetzt an der Stelle danke ich dir erst mal dass du heute bei TDRN Arbeit in Progress zu Gast gewesen bist!
00:28:38: Sehr gerne vielen vielen Dank
00:28:40: Und ich hoffe, ihr konntet hier auch den einen oder anderen Tipp auf jeden Fall mitnehmen.
00:28:46: Nächste Woche geht es weiter bei unserem Podcast.
00:28:48: Deswegen vergesst nicht, auf abonnieren zu klicken.
00:28:50: Schaltet gerne wieder ein und vergescht nicht uns Feedback zu geben!
00:28:54: Vielleicht habt ihr ja noch gerade ein paar Rhetorik-Fragen und die erreichen unter podcast at tdrenn.de und natürlich alle anderen Sorgen und Wünsche in Bezug auf TDRN Arbeit & Progress sind dort gut aufgehoben.
00:29:08: In dem Sinne sage ich auf Wiederhören.
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