Stressige Phase: Wie behalte ich den Überblick?

Shownotes

Der Herbst hat begonnen, das vierte Quartal fängt an: Das ist genau die Phase, in der sich Aufgaben und Termine häufen. Wie behalten wir dabei gerade jetzt den Überblick? Wie priorisieren wir richtig Aufgaben? Und wie setzen wir geschickt Grenzen? Auf diese Fragen gibt Resilienzcoach Bettina Steeg Antworten. Moderiert wird der Podcast von Host Stella-Sophie Wojtczak.

Übersicht zu Fragen aus dem Podcast:

Zentrale Frage: Wie kann ich Dinge, die wichtig sind, in meinen Alltag bringen?

Grenzen setzen: Was ist meine Verantwortung? Und was nicht?

Circle of Influence: Situation in einzelne Bausteine zerteilen. Drei Schritte: Was kann ich nicht beeinflussen / muss ich akzeptieren? Was kann ich beeinflussen? Welche Maßnahmen muss ich umsetzen, um mein Gestalten umzusetzen?

Fragen für anspruchsvolle Phasen: Was füllt meine Ressourcen kurzfristig? Wie kann ich mir dafür Raum schaffen?

Feedback für die Episode erreicht uns unter podcast@t3n.de.

Folge zum Resilienztraining zum Jahresanfang: https://t3n-podcast.podigee.io/719-resilienztraining-jahresanfang-bettina-steeg

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Transkript anzeigen

00:00:05: TDRM

00:00:06: Arbeit in Progress Inspirierende Köpfe und frische Perspektiven für die Arbeitswelt.

00:00:13: Wir beschäftigen uns in diesem Podcast ja immer mit der Zukunft der Arbeit und auch mit der Frage, wie wir sie gestalten können.

00:00:19: Und dazu gehört es auch, resilient zu sein!

00:00:23: Und natürlich zum Beispiel auch Ziele zu planen, sich auch immer wieder zu fragen was möchte ich priorisieren?

00:00:29: Das gerade im vierten Quartal.

00:00:31: Da steht er jetzt an und das haben wir uns mal zum Anlass genommen hier bei TDRN nochmal auf das Thema Resilienz zu schauen.

00:00:39: Ich glaube wer hier bei mir im Studio in Hannover ist eine treue, zuhörende, schon ganz vertraut Resilienzcoach Bettina Steg.

00:00:47: Ihr habt sie schon Anfang des Jahres gehört und wir machen jetzt noch mal eine Episode zusammen.

00:00:51: die vergangenen Folgen könnt ihr übrigens nochmal hören über den Link, den ja auch in den Show-Notes findet.

00:00:58: aber Jetzt wollen wir natürlich auf diese aktuelle Folge schauen.

00:01:02: Und ja Bettina zum Ende des Jahres ich sage das Eingangs der Terminkalender Der ist immer voll.

00:01:10: Es kommt auch immer mehr dazu, immer mehr Aufgaben.

00:01:12: Jahresabstöße, Projekte die vielleicht zu Ende gebracht oder noch mal bilanziert werden müssen.

00:01:17: sprich es ist sehr viel.

00:01:19: Wie kann ich denn da möglichst geordnet eigentlich vorgehen?

00:01:22: Das ist mich auch nicht allzu sehr stresst.

00:01:25: Ja also das ist eigentlich ein Zeichen unserer Zeit unsere Arbeitswelt aber auch unserer Welt generell, dass im Moment sehr viel los ist.

00:01:35: Dass wir wirklich viele Dinge haben die gleichzeitig passieren.

00:01:38: eine Transformation ja die nächste und jetzt haben wir das vierte Quartal.

00:01:42: Da ist dann der Wunsch, die Dinge noch vor Weihnachten, vor Jahresende abzuschließen.

00:01:46: Häufig sehr groß und viele Unternehmen haben ja auch ihren Geschäftsjahreswechsel mit dem Ende des Jahres verbunden so dass dann auch die neuen Budgetplanungen im vollen Gange sind.

00:02:00: es einfach ein dicht gedrängtes Quartal.

00:02:05: Aus eigener Führungserfahrung weiß ich auch, dass gerade dadurch das so viele Dinge im Gang und in der Dynamik und in Bewegungen sind.

00:02:15: Viele Entscheidungen, die getroffen worden sind, wenige Wochen später schon wieder überholt sind und noch reflektiert werden müssen.

00:02:23: Und diese ganze Dynamik – und auch diese permanente Anpassungsfähigkeit Die kostet viel Kraft und das merkt man auch gerade im vierten Quartal, wo es richtig turbulent rund geht.

00:02:35: Und eine Teilnehmerin sagt da auch in einem Workshop zu mir, ich würde einfach gerne mal nur zwei Monate auf.

00:02:43: hohem Niveau stagnieren.

00:02:45: Und ich glaube, dieser Satz zeigt sehr deutlich woran sich die Menschen auch sehnen – nämlich nicht nach weniger Leistung oder Stillstand sondern einfach mal eine Zeit lang sich nicht permanent neu justieren zu müssen.

00:03:00: Denn das strengt an und wir kennen es aus der Wissenschaft da gibt's quasi den Begriff Change Fatigue.

00:03:07: Das bedeutet die wissenschaftliche Erklärung dafür dass wir einfach erschöpfen, wenn wir wiederholte schnelle organisatorische Anpassungen haben.

00:03:19: Und genau das merkt man eben sehr stark im vierten Quartal auch weil viele Dinge jetzt noch praktisch durchgedrückt werden müssen und eine Möglichkeit natürlich wie man damit umgehen kann ist sicherlich nichts Neues.

00:03:34: Das ist das Thema, wie kann ich denn meinen Fokus priorisieren?

00:03:37: Also Wie kann ich tatsächlich die Dinge, die wichtig sind in mein Alltag bringen also für mich selbst?

00:03:45: aber Ich würde da auch nochmal den Blick auf ein anderes thema wechseln Denn um Mein Einfluss wieder gewinnen zu können gewisse dinge zu gestalten liegt es nicht nur daran, wie ich gewisse Dinge priorisiere oder dass ich mich besser organisiere.

00:04:03: Oder besser schneller effizienter, effektiver arbeite sondern nehmen wir mal das Beispiel jemand hat vier oder fünf relevante Themen auf dem Tisch von verschiedenen Stakeholders und jeder sagt Das ist ein unglaublich wichtiges Thema das muss noch bis Ende des Jahres fertig sein.

00:04:23: dann Denke ich, es ist zu einfach gedacht zu sagen das ist ein Zeitmanagement Problem einer individuellen Person oder einer einzelnen Person.

00:04:33: Nämlich wenn so viele Dinge den Anspruch haben gleich wichtig zu sein dann habe ich irgendwann mal einen Thema wie Ich meine Prioritäten priorisiere und das kann manchmal nicht die Einzelperson machen sondern da hilft sich auch sich zu überlegen okay gut Wenn ich jetzt die Themen A und B bis Ende des Jahres fertig haben möchte, das schaffe ich.

00:05:02: Aber wenn ich die Themen AB und C habe – welches Thema?

00:05:06: bleibt dann praktisch in der zweiten Reihe.

00:05:10: Und die Verantwortung sich zu belegen, wer hat die Verantwortung und die Verantwortung zurückzugeben?

00:05:17: Das ist jetzt keine Frage von Fokus oder Priorisierung sondern eher von Transparenz und Konsequenz.

00:05:24: Ich habe da ganz viele Anschlussfragen auch zu den Punkten, die du gerade gesagt hattest.

00:05:30: diese Situation, ich glaub die kennen einige, die hier auch zuhören.

00:05:33: Nämlich ist es ja super wenn ich mir selber vielleicht auch überlege was ich heute in der Woche priorisiere.

00:05:42: dann bin ich aber von Menschen umgeben die auch wichtige Dinge haben die für sie natürlich prioritisiert sind.

00:05:46: du hattest das eben auch in dem Beispiel die verschiedenen Stakeholder für dies dass alle ganz wichtig für mich aber eigentlich gerade nicht und das ist ja so eine typische QvSituation würde ich sagen.

00:05:57: dementsprechend Ganz konkret an dem Beispiel, was mache ich da?

00:06:04: Das hängt natürlich auch davon ab in welcher Arbeitskonstellation ich stecke.

00:06:11: Wenn von der Geschäftsleitung ein bestimmtes Thema kommt dann hat das sicherlich eine gewisse Priorität.

00:06:19: Was ich damit sagen möchte ist dass mit üblichen, also wenn wir Themen wie Priorisierung haben dann kommt das Thema Grenzen auch häufig ins Spiel.

00:06:30: Ich habe nur eine begrenzte Kapazität.

00:06:33: Also nicht nur jetzt meine eigenen Grenzen sondern dass es schlicht und einfach der Tag hat nur vierundzwanzig Stunden.

00:06:39: Und wie geht man damit um?

00:06:42: Um praktisch herauszufinden was kann ich tatsächlich durch reines Priorisieren nach Wichtigkeit nehmen.

00:06:51: Auf der anderen Seite hat dieser Einfluss auch seine Grenzen.

00:06:57: Grenzen können auch Grenzen setzen, nämlich es ist stellenweise ein strukturelles Problem also das... Ich denke die Kernaussage ist die wenn ich merke ich habe verschiedene oder verschiedene Stakeholder kommen auf mich zu und die Themen sind alle gleich wichtig.

00:07:15: dann ist es wichtig transparent zu machen dass ich nicht die Entscheidung unter Umständen treffen kann, was jetzt tatsächlich in welche Reihenfolge dran ist und welche Themen dann an der Stelle nach hinten notchen müssen.

00:07:31: Sondern diese Verantwortung gebe ich zurück oder an die Stelle wo sie, wo die Entscheidung getroffen werden kann.

00:07:38: Das, was du gerade gesagt hast ist genau der Punkt.

00:07:41: Du hast gesagt, Grenzen können Grenzen setzen?

00:07:43: Ich glaube das ist schon mal ein Satz, der vielleicht auch für diesen Podcast wichtig ist sich das immer ins Bewusstsein zu rufen.

00:07:49: Welche Grenzen habe ich eigentlich die vielleicht auch externer Natur sind?

00:07:53: es gibt ja auch Grenzen für Arbeitszeit zum Beispiel oder es gibt Grenzen wann etwas verfügbar ist.

00:07:58: Es gibt ganz viele Grenzen, du hast eben transparente Kommunikation also in den Situationen mir klar machen vielleicht wo ist mein Verantwortungsbereich?

00:08:07: gehört da ja auch mit rein, um dementsprechend zu kommunizieren.

00:08:10: Aber lass uns auch noch mal auf den Bereich schauen, dem wir selbst beeinflussen können.

00:08:16: Wo wir vielleicht auch so ein bisschen mehr das Gefühl haben, okay, da können wir auch unseren Einfluss ausüben?

00:08:22: Weil das kann ja auch bestärken oder?

00:08:26: Ja, auf jeden Fall und das ist ein sehr wichtiges Thema dass wir eben Aufgrund der Menge der Dinge die vielleicht auf den Tisch haben und auch der Dinge, die ums herumgeschehen nicht vorschnell in Ohnmacht verfallen und denken ich kann ja eh nichts tun.

00:08:45: Die da oben entscheiden ja eh!

00:08:48: Ich kann nichts tun sondern ich darf da regelmäßig mich selbst noch mal hinterfragen ist es denn wirklich so?

00:08:55: Kann ich denn wirklich nichts

00:08:57: tun?!

00:08:58: Und an dieser Stelle müssen wir natürlich schon ehrlich sagen Es gibt Entscheidungen wo wir nichts tun können, sondern die dürfen wir akzeptieren.

00:09:08: Zum Beispiel wenn im Prinzip von der Geschäftsleitung eine gewisse Richtung entschieden wurde da habe ich dann in der Regel wenig Einflussmöglichkeiten außer Ich bin Mitglied der Geschäftslaltung.

00:09:19: aber ich kann mich dann selber fragen okay Wenn es jetzt so ist welche Möglichkeiten gibt's denn für mich?

00:09:27: Was kann ich denn persönlich für mich tun.

00:09:30: Oder wie kann ich mir dieser Situation denn auch umgehen?

00:09:34: Und das kann zum Beispiel sein, indem ich mir überlege, ja, ich kann mich mehr über das Thema informieren.

00:09:40: Ich kann mir Unterstützung holen.

00:09:44: Ich könnte mir überlegen was macht das... Was bedeutet das für mich und mein Team?

00:09:48: Wie können wir uns dafür gut aufstellen?

00:09:50: Wie Können wir uns darauf vorbereiten?

00:09:52: Was ist für uns in dieser Zeit wichtig?

00:09:55: oder wie können wir wenn er jetzt nun schon eingegangen werden soll, möglichst gut gestalten.

00:10:02: Dass es dem Thema gut bekommt quasi und uns gut geht?

00:10:08: also das sind alles viele kleine Dinge die man sich anschauen kann.

00:10:11: und da gibt's eine sehr schöne Technik ein schönes Tool von Stephen Covey.

00:10:16: Das ist ein amerikanischer Management Vordenker und Professor schon verstorben, aber hat sehr viele Veröffentlichungen gemacht und er nennt es den Circle of Influence.

00:10:28: Und das ist etwas wo ich auch empfehlen kann sich mal kurz mit zu beschäftigen.

00:10:33: Wie funktioniert der?

00:10:34: Ja, ich reduziere es ein kleines bisschen weil es ist schon ein bisschen komplexer.

00:10:41: Aber die Idee dahinter ist eine Situation in Teile zu zerlegen und sich dann überlegen was an dem Thema Kann nicht loslassen Was kann ich wirklich nicht beeinflussen?

00:10:56: Zum Beispiel, dass jetzt dieses Projekt durchgeführt wird.

00:11:01: Das ist in der Regel etwas was ich als autonomal Arbeitnehmer möchte ich jetzt mal nennen bisschen flapsig in der Regie nicht so beeinflussend kann.

00:11:12: und statt jetzt dagegen anzukämpfen und mir zu sagen Bordes macht überhaupt keinen Sinn oder da einfach in eine gewisse negative Spirale reinzukommen, kann ich mir auch sagen diese Energie die spare ich mir indem ich nämlich sage gut das Thema ist entschieden es ist wie's ist.

00:11:32: Ich lasse jetzt los und dass kostet mich dann weniger Energie.

00:11:38: und stattdessen kann ich überlegen Was ist denn in meinem Handlungsspielraum?

00:11:42: Und das ist quasi der Circle, den Steven Covey als der Gestaltungskreis zum Beispiel sieht.

00:11:49: Wo ich Einfluss habe, wo ich entscheiden kann und mich darauf konzentrieren.

00:11:55: Das heißt, ich kann durch gewisse Fragen, dass sich mir überlege... Was kann ich denn dazu beitragen?

00:12:01: Was könnte das denn zum Beispiel für mich auch heißen, was kann ich dann durch diese Veränderung lernen.

00:12:07: Welche Möglichkeiten ergeben sich denn für mich durch die Veränderungen?

00:12:11: also wir richten gezielt unseren Fokus vom Jammern weg nach vorne und zwar gezielt auf dem Bereich was könnte Ich den aktiv tun um wieder in Einflussmöglichkeiten zu kommen und darauf die Energie den Fokus zu konzentrieren.

00:12:30: Und dann in einem dritten Schritt sich zu überlegen, okay was ist denn die nächste kleine konkrete Maßnahme?

00:12:37: Zum Beispiel ich such das Gespräch mal mit einem Kollegen der da tiefer in dem Projekt drin ist.

00:12:42: vielleicht gibt mir diese Information, die ich von ihm erhalte mehr Sicherheit dass ich vielleicht etwas mehr Vertrauen in diese Richtung finde.

00:12:51: also es geht darum nicht in Ohnmacht zu verfallen, sondern ganz gezielt und auch strukturiert Handlungsmöglichkeiten zu suchen.

00:13:01: Dem ich wieder dazu bringe was aktiv zu tun und zu

00:13:04: gestalten.".

00:13:05: Und Deil das du gerade angesprochen hast?

00:13:08: Auch die Fragen findet übrigens auch noch mal in den Show Notes also... Ich weiß es kann man wahrscheinlich nicht alles mitschreiben aber das gibt uns nochmal geordnet auf jeden Fall an dieser Stelle.

00:13:18: Wie eben gesagt, wir sind ja eingestiegen mit dieser großen Frage KUVIR.

00:13:23: Viele Aufgaben viele Termine und was du gerade angesprochen hast auch dieses Jahr in die Selbstwirksamkeit kommen bringt ja wird unter auch wieder mehr Aufgaben zum Beispiel das Meeting mit dem Kollegen einzustellen unter anderem deswegen an der Stelle.

00:13:37: jetzt nochmal die Frage wie setze ich denn dann den Fokus?

00:13:43: Ich setze den Fokus, indem ich im Prinzip die Dinge für mich priorisiere.

00:13:47: Wenn ich in der Entscheidung bin, sie priorisieren zu können und da gibt es ganz klassische Techniken-Methoden.

00:13:56: aber mir ist ein Einpunkt sehr wichtig an der ganzen Sache noch weil gerade dieses sehr volle QIV nochmal stärker an unseren Ressourcen knabbert möchte ich mal sagen also Gerade, und das ist eigentlich das was mir wirklich sehr am Herzen liegt.

00:14:18: Wenn ich gesund leistungsfähig sein möchte und selbst wirksam dann heißt es für mich nicht dass ich wenige erreichen möchte sondern es bedeutet dass sich die Leistung so gestalte dass ich langfristig physisch und mental gesund, bleibe und auch leistungsfähig bin.

00:14:38: Und gerade in diesen Zeiten wie in Kofir wo so viel auf uns zukommt ist es häufig so dass wir dann anfangen an unseren Ressourcen zu sparen.

00:14:48: das heißt wir fangen an das als erstes zu kürzen was uns eigentlich Hoch-Spannungsphase oder Hochleistungsphase stabilisiert.

00:14:58: Also wir streichen die Bewegung, wir machen weniger Pausen... Ich kenne viele Teilnehmende, die sagen euch kommen gar nicht mehr richtig dazu Mittag zu essen weil mir die Mittagspause mit einem Meeting nach dem anderen praktisch überbucht wird und das passiert nur nebenher.

00:15:18: Soziale Kontakte unter Umständen werden reduziert

00:15:21: d.h.,

00:15:21: was machen Je mehr wir eigentlich diese Ressourcen bräuchten, weil es gerade so hoch reingeht, desto eher streichen wir das was uns wieder auffüllt.

00:15:32: Und das ist auch etwas was ich selbst früher erlebt habe dass ich quasi Phasen hatte wo ich dachte okay das ist jetzt hier wirklich grade sehr viel.

00:15:44: dann irgendwann musste ich lernen dass das keine Phase mehr ist sondern ein Dauerzustand dein normal Zustand und Ich habe die körperlichen Signale gehabt, aber immer wieder weg quasi gebügelt bis dann der berühmte gesundheitliche Schuss vor dem Buch kam.

00:16:01: und mittlerweile ist es für mich zum Beispiel so dass wenn ich einen wichtigen Termin habe.

00:16:06: Dann gibt es war früher so das ich mich darauf vorbereitet habe inhaltlich argumentativ überlegt, welche Fragen könnten mir gestellt werden oder auch bin ich in der Lage alle Zahlen, Datenfakten dazu legen und diese ganzen Dinge.

00:16:27: Mittlerweile ist es so dass meine Vorbereitung zwei gleichwertige Prioritäten hat nämlich einmal das fachlich-inhaltliche Wiesnenne und das zweite ist mentale, energetische.

00:16:44: Wie

00:16:44: sieht das mentale Energietische aus?

00:16:46: Hast du da feste Fragen die du dir stellst?

00:16:49: Da darf sich jeder überlegen was füllt meine Ressourcen kurzfristig?

00:16:54: Und das kann zum Beispiel sein, wenn mir ein Spaziergang dreißig Minuten im Wald extrem gut tut.

00:17:02: Weil der Kopf dadurch klar wird, weil ich meine Gedanken neusertieren kann, weil mir die frische Luft und die Bewegung guttut.

00:17:09: Dann sorge ich z.B.

00:17:10: heute dafür, dass ... Wenn ich einen wichtigen Termin habe, dass ich da auf jeden Fall vorher Zeit hatte mich fachlich inhaltlich vorzubereiten, aber gleichzeitig quasi auch meine Ressourcen aufzufüllen indem ich dreißig Minuten in den Wald gehen kann.

00:17:29: und von daher ist die Anregung oder die Einladung dass sich selbst jeder sich selbst fragt wie kann ich schnell und zuverlässig meine ressourcen wieder auffüllen.

00:17:42: Und für den einen ist es die zwanzig Minuten Spaziergang im Wald, für den anderen ist es zehn Minuten schlafen, für den dritten einfach zehn Minuten ein gutes Buch lesen.

00:17:53: Also da auch ein bisschen auf die Entdeckungsreise gehen und zu schauen was hilft mir gerade in aufregenden turbulenten Zeiten mich schnell wieder aufzufüllen?

00:18:05: Denn wir können ja keine drei Wochen Urlaub nehmen in der Zeit.

00:18:08: Das ist ja unrealistisch.

00:18:09: Heißt aber auch, dass ich mir dann zum Beispiel entsprechend die Blockersätze... Also was du gerade beschrieben hast ... Ich habe einen wichtigen Termin, das ich mir denn vorher für den Termin nicht nur den Terminsetze, sondern zum Beispiel eine halbe Stunde vor oder sogar ne Stunde damit ich da möglichst entspannt reingehe und dann wahrscheinlich auch das Nein sagen lernen muss, oder?

00:18:27: Weil was du beschrieben hasst, es ist ja ein Strudel Da gerätst du ja nach und rein, mal eine Mittagspause nicht.

00:18:34: Ach das macht ja nichts!

00:18:37: Ach so, ich hab dann noch einen Termin und der Kollege kann leider anders nicht ... Ich krieg das schon hin.

00:18:42: Das passt schon.

00:18:43: Ich bin mir ein Teil super aufgestellt.

00:18:46: Dieser Studel ist doch eigentlich der Punkt, lernen Nein zu sagen oder?

00:18:52: Das ist wieder ne Frage der Priorisierung.

00:18:55: Also wenn ich mental gut aufgestellt bin, dann kann ich vielleicht auch sagen... Ich brauche keine halbe Stunde.

00:19:00: Wir reichen fünf Minuten!

00:19:02: Also da darf man ja dann auch variieren und ausprobieren.

00:19:05: was braucht es gerade für mich damit ich wirklich am nächsten Tag in meiner Leistungsfähigkeit gut da bin und eine gute Leistung abliefern kann.

00:19:15: Und priorisieren heißt auch Nein sagen zu gewissen Dingen und dann wirklich auch sich zu überlegen Muss das jetzt heute sein?

00:19:28: Vielleicht geht es ja auch, wenn ich das drei Tage später abliefere.

00:19:32: Damit ich dann praktisch diese – was ist auch immer – zehn Minuten Pause oder was auch immer quasi darf jeder mit dem füllen, was für ihn am stimmigsten ist.

00:19:42: Für mich sind's halt zwanzig Minuten im Wald spazieren gehen!

00:19:45: – damit dass seinen Platz findet und damit diese Leistungsfähigkeit nicht immer zu lasten unserer Ressourcen geht.

00:19:57: Und das ist stellenweise ja auch, ich kann persönlich resilient sein aber auch meine eigene Resilienz die Individuelle stößt an Grenzen nämlich dann wenn die Resilience ist ein Zusammenspiel aus meinen individuellen ressourcen aber auch aus den Rahmenbedingungen in dem ich mich bewege.

00:20:20: Und da kommen dann praktisch strukturell Rahmenbedingungen in Spiel, organisationale Rahmenbedingerung ins Spiel.

00:20:28: Wenn die nicht in der Form vorhanden sind oder andersrum gesagt – wenn organisationale Rahmen-Bedingungen so gestaltet sind dass sie permanent zu Lasten meiner Gesundheit gehen Dann ist es schwierig da in Einklang diese Leistungsfähigkeit zu erhalten.

00:20:48: Und dann muss man wahrscheinlich auch so ehrlich sein zu sagen, das ist ein dermaßen strukturelles Problem.

00:20:53: Was ich nicht allein für mich lösen kann sondern was dann tieferes Schritte erfordert?

00:20:58: Das ist genau richtig!

00:20:59: Also Resilienz zeigt sich eben auch nicht dadurch dass ich oder nur dadurch wie viel Druck ich aushalte Sondern eben vor allem durch wie ich mich immer wieder unter Druck neu aufrichten und neu ausrichten kann.

00:21:14: Allerdings hat eben Resilienz auch so eine Grenzen.

00:21:16: Also selbst wenn ich eigene Grenzensätze, hat mein Grenzensetzen auch Grenzen nämlich wenn ich dann an strukturelle Rahmenbedingungen komme die so gestaltet sind dass sie auf Dauer zu Lasten meiner Gesundheit gehen.

00:21:32: Du hattest ja gerade auch ein paar Wahnsignale schon genannt also Treffen mit Freunden absagen Mittagspause Kein Sport machen.

00:21:40: Worauf solltest du sagen, sollte man noch achten?

00:21:42: Um sich selber frühzeitig zu merken.

00:21:45: Hier kommt grad so eine ganz kleine Schieflage.

00:21:49: da muss ich mich mal umso mehr konzentrieren.

00:21:52: Das ist sehr schwer pauschal zu beantworten weil es natürlich jeder Mensch ist unterschiedlich und hat in unterschiedlichen Situationen das hängt auch davon ab Lebenskontext, ich mich gerade befinde.

00:22:08: Also es gibt aber so ein paar Hinweise wo man vielleicht dann auch sagen kann Da lohnt es sich vielleicht mal bisschen näher hinzuschauen.

00:22:17: Aber das ist wirklich nur sehr grob Rückzug.

00:22:22: Ja also wenn ich mich immer mehr zurückziehe und mir die Dinge die mir vorher Spaß gemacht haben Nicht nur schwerfallen sondern nicht keine Motivation mehr habe.

00:22:35: Also wenn ich mich nicht mehr so viel mit Freunden treffe, also das heißt es natürlich nicht dass wenn jemand ein paar Verabredungen absagt weil gerade sehr viel ist, dass es stellenweise völlig normal und gehört auch zu wirklich leistungsstarken Phasen dazu.

00:22:54: aber wenn sich das langsam zu einem Dauerzustand entwickelt dann kann man vielleicht mal näher hinschauen und sich auch wirklich überlegen.

00:23:03: Und wie geht es mir denn gerade?

00:23:06: Wie stehe ich denn gerade da, wie fühlt sich das für mich an?

00:23:14: Wichtig ist eben dass wir können Phasen hochphasen sehr gut aushalten und das gehört zum Leben dazu.

00:23:24: Aber irgendwann muss es auch wieder in einer Generation geben, denn er steckt auch in dem Wort Erholung dringend.

00:23:31: Da holen wir uns unsere Kraft zurück für die nächste Hochphase und wenn die Erholungen zu kurz ist oder gar nicht mehr stattfindet dann kann das auf Dauer schon gefährlich werden.

00:23:44: Also auch jetzt gerade im Kuvier-Erholungsinseln?

00:23:47: Wenn man das so nennen kann irgendwie einprörisieren und zwar wahrscheinlich immer auch zwischendurch im Alltag.

00:23:54: Ist es dann sinnvoll, wenn ich mir quasi für meine Erholung Blockersetze?

00:23:58: Oder ist das quasi genau kontraproduktiv, weil ich mich unter Druck setze nach dem Auto gut.

00:24:03: Jetzt ist der Samstag da steht Buchlesen an, Yoga eine halbe Stunde und dann bin ich wieder tipptopp!

00:24:10: Ich glaube, dass darf jeder für sich selbst ausprobieren und entscheiden welcher Weg für ihn gut ist.

00:24:15: Für mich persönlich ist es gut Weil es mir einfach hilft zu zeigen, der Tag hat nur eine bestimmte Anzahl Stunden und wie viel ist denn auch realistisch.

00:24:27: Und es hilft auch da wieder sich zu fokussieren, zu sagen wenn ich jetzt nur fünf Minuten oder zehn Minuten für eine Erholung habe dass ich mir wirklich den Fokus setze und sage Ich erhole mich hier wirklich und ich bin voll dabei ein Buch lese, dann tauche ich auch ganz bewusst in dieses Buch ein.

00:24:50: Macht das Handy aus!

00:24:52: Also dass ich wirklich jede Minute... ...auskosten kann.

00:24:56: also da sich mit allen Gefühlen und Emotionen im Erleben bin, dass ich jetzt dieses Buch lse und in die Welt dieses Buches eintauche Denn was macht es mit mir?

00:25:07: Ich bin hier auch wieder komplett.

00:25:09: dann im Fokus Erholung Und im besten Fall hole ich aus diesen zehn Minuten alles raus und das ist viel besser.

00:25:19: Also, raus an Erholung als wenn ich zehn Minuten Buch lese und auf der anderen Seite immer wieder nur auf mein Handy gucke weil ich wieder eine Nachricht triege oder also... Wenn ich nicht richtig fokussiert auf meine Erholungen bin!

00:25:35: Und warum auch das Fühlen so wichtig ist in dem Moment wo ich diese Erholing auch fühle dann hat es einen Art Multiplikator-Effekt.

00:25:44: Das bedeutet, wenn ich hinterher am Abend denke, das ist mir gut gelungen, dass ich heute diese zehn Minuten Erholung genommen habe und ich erinnere mich daran wie ich mich gefühlt habe in diesen zehn Minuten, wird die Erholing noch mal verstärkt.

00:26:02: Deshalb Multiplikatoreffekt!

00:26:05: Wir kennen es auch aus der Wissenschaft, in dieser Situation sein, praktisch das Ganze noch größer macht als es eigentlich ist.

00:26:17: Und dann kann ich diese zehn Minuten wirklich hundert Prozent auskosten und das Beste rausholen – und es waren nur zehn Minuten!

00:26:25: Klingt so ein bisschen wie nachfühlen quasi.

00:26:27: Wenn wir uns langsam auch dem Finale in Anführungszeichen dieser Podcast-Episoden nähern, lass es doch noch einmal kurz zusammenfassen.

00:26:35: Woüber haben wir jetzt alles gesprochen?

00:26:36: Das war ja schon viel.

00:26:37: Du hast gesagt Grenzensätzen, transparente Kommunikation sich aus den eigenen Tanzbereichen Anführung Zeichen nochmal klarmachen.

00:26:44: was kann ich wie beeinflussen da das du ja auch ein Beispiel mitgebracht und eben auch nochmal dieses sich selbst auch die Fragen stellen, was brauche ich gerade?

00:26:53: Ich glaube das ist ein wichtiger Punkt.

00:26:56: Das muss ich natürlich dann wirklich auch priorisieren weil ich glaube da ist ganz nah und du kennst es vielleicht dann auch noch aus deiner ersten Karriere quasi.

00:27:06: Das passt schon.

00:27:07: Verzeihen denn jetzt das Gefühle?

00:27:09: Ja gestern habe ich viel für einen Pause gemacht.

00:27:11: Das war prima aber heute nicht.

00:27:13: Also das ist ja auch etwas sich permanent dran zu erinnern.

00:27:16: deswegen so gern Abschluss der Folge nochmal Hast du denn vielleicht Tipps, Fragestellungen?

00:27:22: Wo du sagst das hilft auch deinen verschiedenen Coaches.

00:27:25: Ich weiß immer alles sehr individuell und natürlich auch... Auch dass hat seine Grenzen inwieweit das mir natürlich auch im Alltag hilft.

00:27:33: aber hast du da irgendeine Frage um genau diese Flexibilität die man ja auch gerade im Kofir braucht Im Geiste diese gesunde Flexibilit zu stärken?

00:27:45: Ja also ich würde empfehlen Versuch nicht in den nächsten Monaten einfach immer nur mehr auszuhalten, sondern immer wieder schauen.

00:27:56: Was kann ich beeinflussen?

00:27:58: Was ist jetzt wirklich wichtig und was brauche ich um dafür die nötige Energie zu haben?

00:28:06: Und es ist so wie du gesagt hast das ist natürlich ein neuer Termin oder ein nächster Termin der mein eigentlichen Terminkalender noch voller macht aber Es ist ein termin mit mir.

00:28:17: also Also nichts ist wichtiger als ich in dem Moment, denn wenn ich nicht gut mich um mich selbst kümmere dann kann ich eventuell auch diese anderen wichtigen Termine nicht mehr wahrnehmen.

00:28:31: Das natürlich jetzt sehr hart formuliert.

00:28:35: aber genau das ist für mich Resilienz sich immer wieder unter schwierigen Rahmenbedingungen gut führen zu können.

00:28:45: und gerade wenn es sehr turbulent ist, dann muss ich ein größeres Augenmerk auf mich setzen.

00:28:51: Und nochmal das heißt nicht dass ich drei Wochen Urlaub nehmen muss aber ich kann mir ganz bewusst kleine Einheiten geben.

00:28:59: und diese zehn Minuten die sind nicht dafür verantwortlich dass ein Projekt scheitert oder zu spät abgegeben wird.

00:29:09: Es ist natürlich auch wieder ein Termin und vielleicht auch etwas auf der To-do Liste.

00:29:15: Aber es ist ja was Schönes, denn es geht um mich!

00:29:17: Und es geht über meine Kraft, um meine Leistungsfähigkeit, meine Energie und meine Lebensqualität.

00:29:22: Liebe Bettina, ich würde sagen das war ein sehr schönes Schlusswort zum Abbinder dieser Folge.

00:29:28: Wie gesagt ihr findet die Zusammenstellung auch noch mal mit diesen hilfreichen Fragestellungen für den Alltag, würd' ich sie nennen in den Show notes genauso wie die Links zu vorherigen Episoden.

00:29:38: und an der Stelle liebe Bettina vielen Dank dass du heute bei T-Dreien Arbeit & Progress zu Gast gewesen bist.

00:29:43: Sehr gerne!

00:29:44: Vielen Dank hat mich gefreut wieder hier zu sein

00:29:47: Und vielleicht als kleinen Ausblick schon mal, wir werden uns im Dezember noch einmal sprechen.

00:29:52: Das ist keine Drohung sondern im Dezember geht es um das Thema Rückblick- Ziele setzen, reflektieren.

00:30:03: Was möchte ich?

00:30:03: Wir werden über das Thema Werte sprechen.

00:30:05: also schaltet da gerne wieder ein und natürlich gibt es auch nächste Woche eine neue Folge von TDRN Arbeit in Progress.

00:30:12: Ich freue mich wenn ihr wieder dabei seid Feedback und auch Fragen gehen an podcast at tdrn.de.

00:30:18: Ich bin Stella Sophie Wojczak Host ja von diesem netten Podcast von TTRN Und freue mich, wenn ihr nächste Woche wieder dabei seit.

00:30:27: Auf Wiedersehen!

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